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Nachruf

„Wir verlieren eine überaus geschätzte Persönlichkeit“ - Feldkirchen-Westerham trauert um langjährigen Gemeinderat Klaus Samstl

Klaus Samstl.
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Klaus Samstl.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde der im Alter von 67 Jahren verstorbene Klaus Samstl nun zu Grabe getragen. In dem von Pastoralreferentin Monika Langer zelebrierten Wortgottesdienst, zeichnete die Nichte des Verstorbenen, Julia Kaltner, das Leben und Wirken von Klaus Samstl gedanklich im Bild eines „Lebensfests“ nach.

Feldkirchen-Westerham – Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde der im Alter von 67 Jahren verstorbene Klaus Samstl nun zu Grabe getragen. In dem von Pastoralreferentin Monika Langer zelebrierten Wortgottesdienst, zeichnete die Nichte des Verstorbenen, Julia Kaltner, das Leben und Wirken von Klaus Samstl gedanklich im Bild eines „Lebensfests“ nach.

1954 in Feldkirchen geboren

Klaus Samstl wurde im September 1954 in Feldkirchen geboren und wuchs mit seiner Schwester Annemarie in Höhenrain auf. Dort ging er auch in Unterlaus zur Schule, wo er bereits seine zukünftige Frau Inge kennenlernte. Im Rahmen seiner Ausbildung besuchte Klaus Samstl die landwirtschaftliche Berufsschule und half auf dem elterlichen Bauernhof mit. 1974 wurde er eingezogen und leistete seinen Wehrdienst in Brannenburg ab. Seine Frau Inge heiratete er im Mai 1976.

Im gleichen Jahr kam seine Tochter Kerstin und vier Jahre später seine Tochter Birgit zur Welt. Samst arbeitete viel als Maurer auf dem Bau, bis der „Haagerbauern-Hof“ 1984 an ihn übergeben wurde. Besonder stolz war Samstl auf seine sieben Enkel, die er gerne auf seinem Bulldog mitnahm.

Der „Glosä“, wie er in Höhenrain genannt wurde, war ein beliebter und geselliger Mensch, der immer das persönliche Gespräch mit seinen Gästen liebte. Er engagierte sich bei der Feuerwehr sowie im Gemeinderat und war leidenschaftlicher Kegler. Besonders wichtig waren ihm die kurzen Ausflüge mit seiner Frau Inge, etwa nach Törwang oder ins Sudelfeld.

Ein besonderer Höhepunkt war für den Verstorbenen auch der Besuch des letzen Maibaumfests in Großhöhenrain. Viele Höhenrainer suchten das Gespräch mit ihm. Für die Gemeinde Feldkirchen-Westerham würdigte Bürgermeister Hans Schaberl das Engagement von Samstl. So war er 20 Jahre im Gemeinderat mit viel Weitsicht für die Ortsgemeinschaft aktiv. Sein besonderes Herzblut galt dabei dem Feuerwehrwesen und den Belangen der Landwirtschaft. „Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham verliert mit Klaus Samstl eine durchaus geschätzte Persönlichkeit“, so Schaberl. Franz Bergmüller sprach für die ProBürger/Freie Wählervereinigung, deren Gründungsmitglied Samstl war.

Er war mit Leib und Seele Landwirt

Seinen politischen Einstieg fand Samstl, als es um den Erhalt der Schule in Höhenrain ging. Auch später standen die Menschen im Mittelpunkt. Er war mit Leib und Seele Landwirt, initiierte eine Einkaufsgemeinschaft für Landwirte. Zudem war er Mitbegründer der „Bürger Solar GbR“ 2004. „Der Klaus sei immer zuversichtlich gewesen, seine Krankheit besiegen zu können, bis ihn zum Schluss die Kraft verließ. Wir verlieren einen super Menschen und wünschen ihm alles Gute in seinem neuen Leben“, so Bergmüller.

In seinem Nachruf erinnerte der Vorsitzende der Feuerwehr Großhöhenrain, Korbinian Huber, an die Stationen des Ehrenkommandanten Klaus Samstl, der 1972 bei der Feuerwehr eintrat und 1986 zum zweiten Kommandanten wurde, vier Jahre später wurde er zum ersten Kommandanten gewählt. In dieser Funktion war er 18 Jahre lang tätig. 2006 wurde er zum Ehrenkommandanten ernannt, von 2007 bis 2016 zum Vorstand der Feuerwehr.

Dabei verantwortete er auch das 140-jährige Gründungsfest der Feuerwehr Höhenrain. „Du warst uns mit Deinem Wirken immer ein Vorbild für die Feuerwehr. Wir sehen es als unsere Aufgabe, dass wir das in Deinem Sinne weiterführen und Danken Dir für alles, was Du für uns geleistet hast“, schloss Huber.

Das Lied vom „Guten Kameraden“

Auch der Vorstand der Jagdgenossenschaft Höhenrain-Laus, Franz Abinger, dankte dem Verstorbenen für seine Arbeit. Klaus Samstl wurde im April 2007 Kassier bei der Jagdgenossenschaft. „Für Deine langjährige Arbeit sagen wir Dir ein herzliches vergelt’s Gott“, so Abinger. Die Fahnenabordnungen der anwesenden Vereine erwiesen dem Verstorbenen am Grab die letzte Ehre und senkten ihre Fahnen zum letzten Gruß. Eine Abordnung der Musikkapelle Großhöhenrain spielte das Lied vom „Guten Kameraden“ und drei Schuss Salut hallten durch das Dorf.

Klaus Samstl beim 140-jährigen Gründungsfest der Feuerwehr Höhenrain.

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