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Kooperation der Vereine trägt Früchte

Wie eine kleine SOS-Dose auch in Tuntenhausen Leben retten kann

Einfach, aber im Notfall lebensrettend: So sieht die SOS-Dose aus, die unter anderem Vdk und BRK bereitstellen. In ihr können alle wichtigen Informationen hinterlegt werden.
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Einfach, aber im Notfall lebensrettend: So sieht die SOS-Dose aus, die unter anderem Vdk und BRK bereitstellen. In ihr können alle wichtigen Informationen hinterlegt werden.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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  • Werner Stache
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Manchmal kann schon eine kleine Dose Leben retten. Das wissen vor allem die Menschen, die täglich im Einsatz sind. Einer davon ist Uli Murnauer, Chef der Ostermünchener First Responder und zudem Rettungssanitäter und Schichtleiter der Integrierten Rettungsleitstelle in Rosenheim.

Tuntenhausen – „Wenn wir zu einem Einsatz gerufen werden, und der Patient liegt bewusstlos am Boden, kann er uns keine Auskunft mehr geben“, beschreibt er. „Ist aber eine SOS-Dose im Kühlschrank vorhanden, finden wir sofort alle entscheidenden Informationen über Medikation, chronische Erkrankungen und wichtige Kontaktpersonen.“

Alle Informationen auf einen Blick

Im Notfall zählt jede Sekunde. Das wissen auch die Nachbarschaftshilfe, die Seniorenbeauftragten und der VdK-Ortsverband von Tuntenhausen. Und so organisierten die ehrenamtlichen Helfer um Juliane Korn, Joana Voraczek und Theresia Englhart kurzerhand einige der unscheinbaren, aber lebensrettenden Helfer. Diese werden unter anderem vom BRK und dem Sozialverband VdK bereitgestellt.

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„Wir haben erst einmal 100 Notfalldosen geordert. Diese können sich Interessenten in der Gemeindeverwaltung abholen oder auch von uns bringen lassen. Ein Anruf genügt“, so Seniorenbeauftragte Juliane Korn. Noch ist die Nachfrage recht gering – erst 20 Notfalldosen wurden abgeholt. Doch noch ist die Initiative der Tuntenhausener Vereine auch nicht allen bekannt.

Die SOS-Dose ist schnell startklar gemacht: Sie enthält Vordrucke, die einfach auszufüllen sind. Notiert werden persönliche Gesundheitsdaten, Medikamentenpläne, Vorerkrankungen sowie alle Kontaktdaten von Hausarzt, Pflegedienst und Angehörigen. Wer eine Patientenverfügung hat, kann auch bei diesem Punkt ein Kreuzchen machen.

„Alles, was einem selbst in einer Notsituationen als wichtig erscheint, sollte hier hinterlegt werden“ erklärt Korn. Die Vorteile der Notfalldose: Die Daten bleiben in den eigenen vier Wänden. Man muss sich nirgendwo registrieren, um die SOS-Dose nutzen zu können. Und damit die Einsatzkräfte die Dose auch finden, gibt es Aufkleber, die innen an der Wohnungstür und am Kühlschrank angebracht werden. Dass die Dose im Kühlschrank aufbewahrt werden sollte, hat einen einfachen Grund: „Einen Kühlschrank gibt es in jeder Wohnung. Er ist sofort zu finden“, erklärt die Seniorenbeauftragte.

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Doch warum sollte man lebenswichtige Informationen in einer Notfalldose verewigen, wenn sie die meisten Menschen doch in ihren wichtigen Unterlagen im Schrank oder auf einer Notfallkarte im Portmonee aufbewahren?

Privatsphäre bleibt trotzdem gewahrt

Uli Murnauer erklärt den Grund: „Wenn die Retter eintreffen, müssen sie sich um den Patienten kümmern. Es ist ihnen nicht erlaubt, im Portmonee oder in den Schränken der Betroffenen nach wichtigen Unterlagen zu suchen. Da ist ein schneller Griff zur Notfalldose im Kühlschrank eine wirklich gute Idee.“

Wer eine Notfall-Dose haben möchte, kann sich unter der 0 80 67/14 87 oder per E-Mail unter jo.ju.korn@t-online.de an Juliane Korn wenden. Seniorenbeauftragte Erika Zimmert ist unter der 0 80 67/88 15 39 oder per E-Mail erika.zimmert@t-online.de erreichbar. Die Dose wird kostenlos zur Verfügung gestellt.

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