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Multi-Millionen-Projekt

Corona sorgt für massive Verzögerungen: Das ist der aktuelle Stand beim neuen Feuerwehr-Haus in Kolbermoor

Die Einsatzzentrale – von hier aus haben die Feuerwehrler alles im Blick.
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Die Einsatzzentrale – von hier aus haben die Feuerwehrler alles im Blick.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Eigentlich sollte die Bau-Maßnahme im Herbst vergangenen Jahres abgeschlossen sein, doch das war durch Corona nicht möglich. Aber es geht voran. Was noch gemacht werden muss und wann mit der Fertigstellung zu rechnen ist.

Kolbermoor – Von außen wirkt die Kolbermoorer Feuerwehr nahezu fertig. Aber drinnen wird noch ordentlich gewerkelt: Beispielsweise in Bereichen der Fahrzeughalle. Der Boden muss noch gemacht werden, ein neuer Anstrich fehlt. Und auch die Stiefelwaschanlage ist noch nicht fertig. Seit August 2019 wird das Gebäude saniert – in zwei Abschnitten. Ein Rundgang mit Kommandant Franz Wudy.

Einsatzkräfte habenvon Zentrale aus alles im Blick

Betritt man den Eingangsbereich fällt sofort auf, wie hell und freundlich dieser Bereich jetzt ist. Die weißen hohen Wände leuchten und passend dazu setzen sich die dunkelgrauen schweren Türen ab. Von dort gehen Gänge ab, unzählige Türen. Gleich links ist die Einsatzzentrale – alles neu.

„Von hier haben die Einsatzkräfte alles im Blick“, erklärt Wudy. Vom Eingangsbereich gelangt man auch in die neuen Umkleiden. Helle, große Räume, der für die Männer ist viel größer als für die Frauen. Klar, das gibt vielmehr männliche Feuerwehrler.

Derzeit gibt es in Kolbermoor 95 aktive Feuerwehrler inklusive Jugend. „Das ist unser höchster Mitgliederstand“, so Wudy. Die Feuerwehr habe viel Öffentlichkeitsarbeit geleistet – und die hohe Mitgliederzahl ist das positive Ergebnis. Wer viele Aktive hat, braucht große Räume und die hat die Wehr jetzt auch im ersten Stock: Schulungsräume und Besprechungsräume sind fertig. Nichts erinnert mehr an die in die Jahre gekommenen dunklen Räumlichkeiten. Die Außenwände blieben stehen. Innen galt: Altes raus, Neues rein. So zumindest empfindet es der Laie. Auch die Küche ist neu samt großem Bereich, in dem alle gemeinsam essen können. Und von dort aus gehen die Feuerwehrler auf die große Dachterrasse, die in etwa über der Einsatzzentrale liegt.

Hier haben Kommandant Franz Wudy (rechts) und sein Stellvertreter Armin Hörl ihr Büro.

Weiter im ersten Stock haben heute Kommandant Franz Wudy und sein Stellvertreter Armin Hörl ihr Büro. Das war früher die Wohnung des Gerätewarts. Die liegt heute genau darüber im zweiten Stock. In dem großen, hellen, neu gemachten Speicher steht noch alles mögliche herum. „Das müssen wir alles noch aufbauen“, sagt Wudy. Entstehen soll hier der Übungsbereich für die Atemschutzgeräteträger.

Vom zweiten Stock aus kann man jetzt ganz gemütlich im nigelnagelneuen Fahrstuhl in den Keller fahren. Dort unten befindet sich die Schlauchwaschanlage: Alle benutzten Schläuche werden hier gewaschen und geprüft. Aber auch getrocknet. In einem kleinen Kasten, der von außen einer Spülmaschine ähnelt.

Wegen dieses neuen Gerätes wurde auch der Schlauchturm abgebaut. Die Wehr kümmert sich aber nicht nur um die Reinigung der Kolbermoorer Schläuche, sondern übernimmt auch die Reinigung der Schläuche aus Pullach und Großkarolinenfeld. Dort wo einst der Schlauchturm war, gibt es jetzt das neue Treppenhaus. Nimmt man die Treppen nach oben, gelangt man durch die Fahrzeughalle auch zur Atemschutzwerkstatt.

Dazu zählen mehrere Räume: Im ersten werden sie abgelegt, im zweiten gewaschen und gereingt, im nächsten Raum werden die Geräte wieder befüllt. Im nächsten Raum wird jedes einzelne geprüft. Bei einem Einsatz muss alles passen, alles kann über Leben und Tod entscheiden. Das Besondere während des langen Umbaus war, dass der Betrieb im bestehenden Gebäude weiterlief. Es sei nicht immer ganz einfach gewesen, aber die Mannschaft hat es geschafft, so der Kommandant. Und wenn Wudy durch die neuen Räume geht, ist er sich sicher: „Es ist ein Meilenstein.“ Das sieht Bauamtsleiter Andreas Meixner genauso. „Nicht nur das Gebäude ist auf den neusten Stand gebracht worden, sondern es wurde auch an die betrieblichen Anforderungen angepasst.“ Was die Fertigstellung angeht, ist Meixner, der für den Bau seitens der Stadt verantwortlich zeichnet, der Überzeugung, dass es im Mai soweit sein wird.

Corona sorgt für massive Verzögerungen

Eigentlich sollte die Maßnahme im Herbst vergangenen Jahres abgeschlossen sein – dieses Ziel bezeichnet Meixner rückblickend allerdings als „sehr sportlich“. Corona habe massive Verzögerungen ausgelöst, sagt er. Zum einen seien die Handwerker überbelastet, zum anderen habe man mit Lieferschwierigkeiten zu tun gehabt. Beispielsweise habe man lange auf Elektrobauteile, aber auch auf Dämmmaterialen warten müssen.

Die Kolbermoorer Feuerwehr sieht von außen schon fast fertig aus.

Was die Kosten angeht, sei man im Rahmen geblieben, so der Bauamtschef: 8,3 Millionen Euro kostet die Maßnahme – samt Umbau der Turnhalle, die fertig ist und von „guter Qualität“.

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