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Werkzeuge für einen guten Zweck

Schulranzen werden in Südafrika benötigt - Schüler spendeten nun ihre dorthin.
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Schulranzen werden in Südafrika benötigt - Schüler spendeten nun ihre dorthin.

Eine Eisenwarenhandlung in Bruckmühl schloss ihre Tore und wollte gleichzeitig Gutes tun. Der Weltladen Bruckmühl vermittelte dabei den Verein "Fanga". Die Institution kann das Werkzeug gut gebrauchen, auch Schulranzen werden dringend benötigt.

Bruckmühl - Gründerin des Vereins ist Irina Eberle aus Feldkirchen-Westerham. Sie unterstützt damit Jugendliche in Burkina Faso (Westafrika) und ermöglicht ihnen eine Ausbildung, die deren Familien nicht bezahlen könnten. Denn Ausbildung dort kostet Schul- beziehungsweise Lehrgeld. "Fanga" kommt aus der afrikanischen Sprache "Dioula" und bedeutet "Kraft" - Kraft, die Eberle den Jugendlichen schenken möchte.

In Banfora - im Süden des Landes - sollen Einrichtungen erbaut werden, in denen die Jugendlichen kostenfrei von ansässigen Meistern in landestypischen Berufen (Schreiner, Schneider, Kfz-Mechaniker) ausgebildet werden und gleichzeitig eine nachträgliche Schulausbildung erhalten. Dazu ist vor allem eins wichtig: Werkzeuge aller Art.

Da der Staat Burkina Faso keinerlei Industrie in Sachen Werkzeugherstellung hat, müsste jeder Hammer importiert werden. Rasch stellte Elisabeth Eder vom Weltladen den Kontakt zwischen Werkzeugspender und Irina Eberle her. Schon zwei Tage später rückten Helfer mit großen Kartons und Paletten zum Verladen an.

Von Schrauben und Nägeln bis über Sägeblätter, Schraubenschlüssel und Schleifpapier wurde alles in die mitgebrachten Kartons verpackt. Bis jetzt kann das bereits gesammelte Material beim THW Heufeld im ersten. Stock gelagert werden. Irina Eberle sucht aber händeringend einen trockenen, ebenerdigen Lagerplatz im näheren Umkreis von Bruckmühl und Feldkirchen, der Platz bietet für die Hilfsgüter bis zu deren Abtransport.

Schirmherrin des Projektes ist Bundesministerin Ilse Aigner: "Die Unterstützung der Berufsbildung von Jugendlichen in Burkina Faso ist eine wichtige Investition in die Zukunft des Landes. Nur mit einer guten Ausbildung können Jugendliche eine wirtschaftliche Grundlage und somit Zukunftsperspektiven für ihr eigenes Leben entwickeln und gleichzeitig zum Aufbau ihres Landes beitragen", so Ilse Aigner.

Gerade in Subsahara-Afrika stelle die Verbesserung der Berufsbildung von Jugendlichen eine unabdingbare Voraussetzung dar, um die Millenniums-Entwicklungsziele zu erreichen.

Nach wie vor können brauchbare Werkzeuge bei Hubert Stiglmeir, Telefon 08063/203835, abgegeben werden, da den Jugendlichen nach durchlaufener Ausbildung auch Werkzeug mitgegeben werden soll, damit sie sich ihren Lebensunterhalt erwirtschaften können.

Aber nicht nur Arbeitsausbildung erhalten die jungen Menschen, es wird auch in die fehlende Schulbildung investiert. Darüber hinaus hat sich Irina Eberle für Schulpatenschaften in Burkina Faso stark gemacht. "Mit 50 Euro pro Jahr kann dort ein Kind zur Schule gehen, aber viele Familien können sich das nicht leisten und schon gar nicht für mehrere Kinder der Familie", so Eberle.

Für die Schulkinder sammelt sie auch gebrauchte Schulranzen. In der Göttinger Grundschule übernimmt das Edith Aumer, der Weltladen Bruckmühl stellt sich als Anlaufstelle für alle anderen Schulen zur Verfügung, dort können Schulranzen abgegeben werden.

Im Moment wird nur noch auf die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch den Staat Burkina Faso gewartet, sonst müssten für die ganzen Hilfsgüter Zoll bezahlt werden. Eins der schwierigsten aber auch wichtigsten Themen ist das Geld für den Transport zusammenzubekommen.

Die Kinder der Klasse 4g der Grundschule Götting haben dafür bereits 130 Euro gesammelt. Da der Verein durch das Amtsgericht Traunstein als gemeinnützig anerkannt ist, können Spendenquittungen ausgestellt werden.

Wer sich für Schulpatenschaften interessiert oder gerne eine Spende für den Transport nach Burkina Faso geben möchte, wendet sich an Irina Eberle, Telefon 08063/7421, E-Mail Irina.Eberle@web.de.

Aber auch Werkzeuge, Nähmaschinen, brauchbare Computer usw. sind nach wie vor gewünscht. ee

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