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Kirchenverwaltung organisiert Ausstellung

Werke des verstorbenen Künstlers Hans Zeitler aus Bad Feilnbach laden zum Innenhalten ein

Die Bad Feilnbacher nutzten die Gelegenheit, sich von den gemalten Schätzen ihres Heimatkünstlers inspirieren zu lassen.
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Die Bad Feilnbacher nutzten die Gelegenheit, sich von den gemalten Schätzen ihres Heimatkünstlers inspirieren zu lassen.
  • VonPeter Strim
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Die Kirchenverwaltung, unterstützt von Pfarrer Ernst Kögler, hatte sich im Rahmen der Pfarrgemeinderatswahl zu einer Kunstausstellung passend zur Fastenzeit entschieden. Diese beinhaltet Bilder von Hans Zeitler aus Feilnbach und weiteren Künstlern.

Bad Feilnbach – Zu bewundern waren überwiegend Ölgemälde, unter anderem mit hingebungsvollen Szenen wie „Jesus am Ölberg“, „Herz Jesu“, „Mariä Himmelfahrt“ und die „Verkündigung Marien durch den Erzengel“. Zeitler wurde am 17. März 1894 in Jenbach geboren. In einer Beschreibung von Willy Ossenbrink, der Verfasser der Bad Feilnbacher Chronik „Heimat vor dem Wendelstein“, war der einheimische Künstler nie ein Freund der Öffentlichkeit. Doch er glaubte, für die Malerei berufen zu sein. Am liebsten stellte er im Münchner Kunstverein in der Galeriestraße aus. Als Maler war er nie der Mensch, der jegliche Kunstrichtung ausprobiert hätte, um zeitgemäß zu erscheinen. Er wollte lediglich Landschaft und Menschen malen, vorwiegend am Fuße des Wendelsteins. Entstanden sind Werke bezogen auf die sakralen Gemälde, die zum Innehalten anregen.

Ebenso mit künstlerischem Talent ausgestattet war Zeitlers Schwester Mary Reinhardt, die zusammen mit drei weiteren Geschwistern während der NS-Zeit in die USA auswanderte. 1950 reiste auch Zeitler nach Amerika, in der Absicht für längere Zeit zu bleiben. Die Sehnsucht nach der Heimat war jedoch stärker und bewegte ihn, von Krankheit gezeichnet, 1951 zur Rückkehr. In Bad Feilnbach starb er am 13. April 1951.

Weitere Artikel und Nachrichten aus Bad Aibling, Bad Feilnbach, Bruckmühl, Feldkirchen-Westerham und Tuntenhausen finden Sie hier.

Gemälde des Künstlers befinden sich nicht nur im Kirchen- und Privatbesitz seiner engeren Heimat, sondern auch in München, Berlin, Bremen und in der Schweiz. Seine Bilder hingen unter anderem im Münchner Glaspalast, der am 6. Juni 1931 vollkommen ausbrannte. Wie es der Zufall oder Gottes Fügung wollte, holte Zeitler seine Bilder am Vortag der Brandkatastrophe aus dem Gebäude. VN

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