Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Mehr regenerativer Strom als Ziel

Sonnenkraft statt Landwirtschaft: Im Weitmoos in Bad Aibling soll Fotovoltaik-Anlage entstehen

Stadtwerke-Chef Stefan Barber kann sich vorstellen, dass man auf der Bad Aiblinger Fläche zwischen den Fotovoltaikanlagen auch Schafe grasen lässt.
+
Stadtwerke-Chef Stefan Barber kann sich vorstellen, dass man auf der Bad Aiblinger Fläche zwischen den Fotovoltaikanlagen auch Schafe grasen lässt.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
    schließen

Die Anteile des regenerativen Eigenstroms erhöhen: Das ist das Ziel der Stadtwerke Bad Aibling und der Gas- und Wärme GmbH Bad Aibling.

Bad Aibling – Stadtwerke-Chef Stefan Barber präsentierte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses die Möglichkeit, eine Fotovoltaik-Anlage im Weitmoos zu realisieren – eine Planung auf einer Freifläche in Willing wurde wegen des Eingriffs in den Boden der Wasserschutzzone II zurückgestellt, so Barber.

Nicht an Örtlichkeit „festbeißen“

Die Fläche im Weitmoos ist rund 34.000 Quadratmeter groß. Das Gebiet ist im Besitz der Stadt und derzeit an einen Landwirt verpachtet. Barber erklärte, dass man „Naturschutz, Landwirtschaft und wirtschaftliche Effizienz“ zusammenbringen wolle. So könne er sich auch vorstellen, Schafe zwischen den Modulen grasen zu lassen.

Darüber hinaus stellte er auch die unterschiedlichen Belegungsmöglichkeiten einer Fläche vor. Rathauschef Stephan Schlier (CSU) erklärte, dass man sich jetzt nicht an einem bestimmten Ort „festbeißen wolle“. Wichtig war ihm zu verdeutlichen, dass „man so ein Projekt verwirklichen wolle“. Florian Weber (Bayernpartei) sagte eingangs, dass er „offen fürs Gelände ist und das Vorhaben nur unterstützen könne“. Auch die Idee mit den Schafen gefiel ihm gut.

Johann Schweiger (CSU) erklärte indes, dass „Ökostrom schön und recht wäre“, er aber als Landwirt mit der Fläche „nicht ganz einverstanden ist“. Durch den vorgestellten möglichen Grund im Weitmoos baue man weitere „Flächenkonkurrenz“ auf, sagte er. „Es stört mich, wenn wir landwirtschaftlich genutzte Fläche verbauen“, erklärte er dem Gremium.

Solardächer in Innenstadt

Vielmehr schlug er vor, Dachflächen für Solar in der Innenstadt zu nutzen. Dort werde der Strom benötigt, deshalb „bin ich ein Fan davon, ihn direkt in der Stadt zu erzeugen“, so Schweiger. Obendrein schlug er auch vor, die Fläche in Willing im Wasserschutzgebiet nochmal in Erwägung zu ziehen.

Dem stimmte auch Martina Thalmayr (Grüne) zu. Sie begrüßte die „progressive Vorgehensweise“ der Stadtwerke, denn „wir müssen unsere Energie zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen nutzen“, sagte sie. Kurz: „Wir haben keine Zeit mehr und müssen volles Rohr regenerative Energie auf den Weg bringen.“

Die verschiedenen Belegungsmöglichkeiten in Zahlen – Module, Leistung, Kosten

Stefan Barber stellte auch die verschiedenen Möglichkeiten vor, das Potenzial der Fläche maximal, mittel und minimal auszuschöpfen.

  • Bei „Maximaler Belegung“ gebe es 9138 Module, die eine Netzeinspeisung von etwa 4,8 Millionen Kilowattstunden pro Jahr bringen würden. Die CO2-Einsparung belaufe sich bei diesem Modell auf knapp 2,3 Millionen Kilogramm pro Jahr. Die Investitionskosten lägen bei dieser Variante bei rund 2,2 Millionen Euro. Die Netzanschlusskosten belaufen sich auf 67 500 Euro.
  • Die „Mittlerer Belegung“ gebe es rund 6500 Module, eine Netzeinspeisung von rund 3,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr sowie eine CO2-Einsparung von rund 1,6 Millionen Kilo. Rund 1,6 Millionen Euro wären hier die Investitionskosten. Netzanschlusskosten beliefen sich auf 52.500 Euro
  • Bei„Minimaler Belegung“ der Fläche hätte man 1665 Module, eine Netzeinspeisung von knapp 950 000 Kilowattstunden pro Jahr sowie eine CO2-Ersparnis von rund 440.000 Kilogramm. Die Investitionskosten beliefen sich auf rund 500 000 Euro, die Netzanschlusskosten auf 12.800 Euro.

Mehr zum Thema

Kommentare