Weg für weitere Hochzeiten geebnet

Eine Übergangslösung: das Zimmer in der "Alten Post". Fotos merk
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Eine Übergangslösung: das Zimmer in der "Alten Post". Fotos merk

Die Tage des alten Rathauses in Feldkirchen-Westerham sind gezählt: Heute in einer Woche beginnt die Verwaltung mit ihrem Umzug. Jetzt beschloss der Gemeinderat, ein Übergangs-Trauzimmer in der "Alten Post" zu widmen. Schließlich sollen Paare, die sich trauen wollen, in der Zeit des Umbaus nicht vor verschlossenen Türen stehen.

Feldkirchen-Westerham - Wenn zwei Menschen ihrer Liebe Ausdruck verleihen wollen, sollte dem nichts im Weg stehen. Vor allem kein Rathaus-Umbau.

Da aber durch den Umzug und Umbau das derzeitige Trauungszimmer nicht mehr nutzbar ist, wollte die Gemeinde jetzt vorsorgen: Ein neuer Raum sollte zum Trauungszimmer gewidmet werden. Bisher trafen sich Paare zur standesamtlichen Hochzeit im Rathaus an der Ollinger Straße.

Als Übergangs-Trauzimmer wurde die Gemeinde in den Amtsräumen der "Alten Post", Münchener Straße 8, fündig. Künftig soll es dort in einem Raum im Erdgeschoss heißen: "Ja, ich will!".

In Nachtaktionen und Wochenendarbeit weißelten und sanierten Handwerker das Zimmer. Schließlich soll es einen feierlichen Rahmen für die Hochzeiten bilden.

"Der Raum wurde schön hergerichtet. In der "Alten Post" kann man sich jetzt problemlos trauen", sagte Zweite Bürgermeisterin Ursula Borkenhagen, welche die Sitzung leitete, dem Gremium.

Der Gemeinderat stimmte der Widmung des Raumes jetzt bei 22:0 Stimmen zu.

Ebenfalls einstimmig genehmigte das Gremium die Verteilung der in der Spendenliste 2012 aufgeführten Zuwendungen. Voraussetzung dafür ist nach Angaben der Kämmerei: Für einen objektiven, unvoreingenommenen Beobachter darf nicht der Eindruck entstehen, dass sich die Gemeinde durch die Zuwendungen bei der Aufgabenwahrnehmung beeinflussen lässt. Die Verwaltung sah die Verteilung nach Durchsicht der Spendenliste als bedenkenlos an.

So staffeln sich die insgesamt rund 25400 Euro an Spenden (von Fimen und Privatpersonen) wie folgt: Die größten Spendenbeträge mit jeweils 10000 Euro gingen bei der Kommune für das frisch gegründete soziale Netzwerk sowie für die Neuausstattung des Kultur- und Sportzentrums ein.

An den Kindergarten Bucklberg gingen 685,60 Euro, unter anderem für Verbandsmaterial. Weitere 500 Euro erhielten die gemeindlichen Kindergärten. Die Bücherei wiederum freute sich über 600 Euro. Die Veranstaltungsreihe "Kulturherbst" wurde mit 1500 Euro bezuschusst.

Zweckgebunden für eine Ruhebank in der Nähe des Seniorenzentrums spendete eine Privatperson 269 Euro. Für Anschaffungen in einer Babygruppe wurden des Weiteren 1370 Euro gestiftet. 500 Euro gingen zudem für weitere soziale Zwecke ein. Auch die Ganztagsklasse an der Grundschule ging nicht leer aus: Für Spielmaterial gab es hier 350 Euro.

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