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Weibliche Kunst-Dominanz

Ausschließlich weibliche Protagonisten prägten die Vernissage (von links): "Kulturbürgermeisterin" Hermine Obermeyer, die Künstlerinnen Elisabeth Mehrl, Katharina Fischborn und Octavia Hanel, Ute Bößwetter bei ihrer Eröffnungsrede und Galerieleiterin Cornelia Ahrens.  Foto  Baumann
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Ausschließlich weibliche Protagonisten prägten die Vernissage (von links): "Kulturbürgermeisterin" Hermine Obermeyer, die Künstlerinnen Elisabeth Mehrl, Katharina Fischborn und Octavia Hanel, Ute Bößwetter bei ihrer Eröffnungsrede und Galerieleiterin Cornelia Ahrens. Foto Baumann

Bruckmühl - Dass der Begriff "Kunst" nicht nur in der Grammatik weiblich definiert ist, stellte die jüngste Vernissage in der von Cornelia Ahrens geleiteten Galerie Markt Bruckmühl eindrucksvoll unter Beweis. Die Künstlerinnen Octavia Hanel (Skulpturen), Katharina Fischborn (Installationen) und Elisabeth Merl (Malerei) zeigen ihre Werke.

Den Kreis der diesmal ausschließlich weiblichen Protagonisten vervollständigte Ute Bößwetter mit ihrer Einführungsansprache. "Wir sehen heute eine Ausstellung mit drei Gestaltungsarten, die unterschiedlicher nicht sein könnten", konstatierte Galerieleiterin Cornelia Ahrens. Sie stellte eingangs Katharina Fischborn vor, die ihr Kunststudium an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz absolvierte und dort 2006 den Stadtdruckerpreis erhielt.

In ihren Installationen stehen "bewegte Linien" im Mittelpunkt. Auf der Basis von Flächendrucken und Holzschnitten bedruckt sie zunächst große Papierbahnen, die sie im nächsten Werkgang mit dem Skalpell bearbeitet. Dadurch entstehen durchbrochene Flächen mit einem fensterähnlichen Effekt.

Wesentlicher Bestandteil der neuen Werkreihe der Bruckmühler Künstlerin Octavia Hanel sind abstrahierte vogelähnliche Gebilde, denen sie Titel wie "Seelenreise" oder "Vokalisen" gibt. Sie verwendet dabei das helle Lindenholz und verleiht den Vogelfiguren durch wiederholtes Einschleifen eine glatte und makellose Oberfläche. Sie belässt das Holz in seinem natürlichen Zustand, indem sie auf Farbe oder sonstige Überzüge verzichtet. "So spricht die Handschrift der Natur in ihren Werken immer mit", betonte Ute Bößwetter. Die Form der Vogelkörper - auf der einen Seite nach innen und auf der Gegenseite nach außen gewölbt - assoziiert das Atemholen und Ausatmen beim Gesang.

Die Rosenheimer Malerin Elisabeth Merl thematisiert Schmuckstücke - in Acryl auf Leinwand oder mit Farbstift auf Papier. Sie malt oder zeichnet dabei Ketten, Armreife und Ringe - "Dinge, die man haben möchte". Dieses Verlangen wird durch Titel unterstützt wie "Das Leben der Wünsche" oder "Von den Sehnsüchten". Oftmals rücken die Schmuckstücke aus dem Bildmittelpunkt heraus und scheinen sich fortzubewegen. Auch die Vergänglichkeit wird in den Arbeiten thematisiert, Überlegungen zu Auflösung und Endlichkeit stellen sich ein.

Abschließend stellte Ahrens das Verbindende der Arbeiten der Künstlerinnen heraus: "Als äußere Merkmale arbeiten alle drei in Serien und Reihungen und mit vielen Werkgängen. Die innere Verbindung scheint zu sein, dass es sich bei allen um den Menschen zugewandte Kunst handelt."

Eröffnet hatte die Vernissage mit vielen Gästen Bruckmühls "Kulturbürgermeisterin" Hermine Obermeyer, die die individuellen Schaffensmerkmale der drei Künstlerinnen schilderte. Sie hob ferner hervor, dass Katharina Fischborn den weiten Weg von Langenlonsheim in der Pfalz nach Bruckmühl auf sich genommen habe, um hier erstmals auszustellen. Abschließend wies die Dritte Bürgermeisterin auf das 20. Galeriejubiläum hin, das am 23. März mit einem Festakt gefeiert wird. Die Ausstellung mit 46 Exponaten ist in der Galerie Markt Bruckmühl bis zum 9. März zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: mittwochs von 14 bis 18 Uhr sowie am Wochenende jeweils von 11 bis 18 Uhr. bjn

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