Wegfall der Maskenpflicht wirkt sich auf Aiblinger Kulturprogramm im Moment kaum aus

Thomas Jahn
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Thomas Jahn

Weil die Aib-Kur-Veranstaltungen bis Ende September ohnehin alle nur im Freien stattfinden, wirkt sich der am Dienstag für Bayern verkündete Wegfall der Maskenpflicht bei Kulturveranstaltungen kaum aus. Was Kurdirektor Thomas Jahn sonst noch dazu sagt?

Bad Aibling– Die Maskenpflicht für Besucher von Kulturveranstaltungen in geschlossenen Räumen wird aufgehoben, das hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gestern Mittag verkündet. Eine für die Aib-Kur zumindest im Moment wenig relevante Regelung, wie Kurdirektor Thomas Jahn im Gespräch mit unserer Zeitung sagt.

Herr Jahn, was bedeutet der Wegfall der Maskenpflicht für die zahlreichen Veranstaltungen der Aib-Kur?

Thomas Jahn: An der zugelassenen Anzahl von maximal 100 Gästen in geschlossenen Räumen ändert sich ja nichts. Ich hatte eigentlich gehofft, dass sich da auch etwas tut. Neben der Söder-Pressekonferenz habe ich im Ticker verfolgt, was andere Bundesländer machen. In Hamburg beispielsweise sind bei Veranstaltungen im Freien mit festen Sitzplätzen bis zu 1000 Personen und in geschlossenen Räumen bis zu 650 erlaubt. Bei uns als Veranstalter spielt der Wegfall der Maskenpflicht aber im Moment ohnehin keine große Rolle, da unser Programm bis Ende September ausnahmslos im Freien stattfindet und bei zu schlechtem Wetter entfällt.

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Das heißt, im Kurhaus selbst sind im Moment gar keine kulturellen Veranstaltungen geplant?

Jahn: Nein. Die dort zulässige Gästezahl schränkt uns zwar ein, wäre aber machbar. Was uns als Veranstalter alle wahnsinnig macht, ist dass wir nicht ordentlich planen können, weil wir nicht abschätzen können, wie wir bestuhlen sollen. Kaufen zum Beispiel zwei befreundete Paare gemeinsam Eintrittskarten, kann ich die Stühle näher zusammenstellen, als wenn jeder die Karten einzeln kauft.

Bei Konzerten im Freien gilt die Obergrenze von 200 Personen. Fallen darunter auch die Kultur-im Park-, Frühschoppen- und Volksmusikveranstaltungen der Aib-Kur?

Jahn: Nein, das zählt nicht als Konzertveranstaltung als solche, da ja auch nicht bestuhlt wird oder Reihen gebildet werden. Da stellen wir in entsprechendem Abstand Biertische und -bänke auf und es gelten die Bestimmungen wie in Biergärten. Also müssen zum Beispiel Masken nur auf dem Weg zum Tisch und vom Tisch weg getragen werden.

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Wie sieht es denn ab Herbst aus? Zum Beispiel mit dem Gitarrenfestival Saitensprünge?

Jahn: Dafür ist der Wegfall der Maskenpflicht im Moment zumindest eine positive Prognose. Wir sind gerade dabei, ein kleines Gitarrenfestival mit fünf statt mit zehn Veranstaltungen zu planen. Wir hoffen, dass sich bis dahin noch einiges mehr lockert. Der Vorverkauf soll jetzt im Juli starten.

Dann können Sie uns ja auch schon verraten, wie das Programm ausschaut?

Jahn:Am 7. November ist das erste Konzert mit „Johnny & the Yooahoos“. Das Kinderkonzert sowie der Auftritt von Guitar Formation finden am 15. November statt. Am 26. November kommt der Hamburger Flamenco-Gitarrist Jan Hengmith und den Abschluss bildet der Auftritt von Sigi Schwab, der seinen 80. Geburtstag bei uns feiert. Interview Eva Lagler

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