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Ehrenamtlicher Einsatz der besonderen Art

Wasserwacht-Jugend: Nachwuchs versenkt Laichhilfen an Höglinger Weihern

Mitten im Höglinger Weiher werfen Lukas Schubert (vorne) und Lorenz Huber ihre gebastelte Laichhilfe ins Wasser. Baumann
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Mitten im Höglinger Weiher werfen Lukas Schubert (vorne) und Lorenz Huber ihre gebastelte Laichhilfe ins Wasser. Baumann
  • VonJohann Baumann
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Am Wasserwacht-Haus an den Höglinger Weihern ist das ehrenamtliche Personal üblicherweise im Rettungsdienst für Badegäste tätig. Jetzt gab es dort einen Rettungseinsatz der besonderen Art, denn diesmal ging es darum Fischen zu helfen.

Bad Aibling/Högling – Mit einem Naturschutzprojekt möchte die Wasserwacht-Jugend unter der Leitung von Anna Schomburg mit Laichhilfen Fischen einen rettenden Lebensraum bereiten. Das nötige „Know-how“ dazu lieferte der Kreisfischereiverein Bad Aibling.

Gewässerwart Max Huber erläuterte den „Wasserwachtlern“ Thomas Ettstaller, Sven Tschiedel, Erik Tschiedel, Anna Schomburg (Jugendleiterin), Lorenz Huber, Lukas Schubert und Moritz Seidl (von links) den Bau der Laichhilfen.

Dessen Gewässerwart Max Huber erläuterte den zwischen acht und 14 Jahren alten Jugendlichen zunächst das Laichverhalten der in den Höglinger Gewässern angesiedelten Fischen. So legt beispielsweise der Zander pro Kilogramm eigenes Körpergewicht zwischen 150.000 und 200.000 Eier, der Hecht nur 40.000.

Eier des Zanders bis zu fünf Millimeter groß

Nicht nach Körpergewicht wird hingegen die Eierzahl des Barsches beziffert – sie beträgt rund 200.000. „Die Eier des Zanders sind zwei bis fünf Millimeter groß, haben eine klebrige Hülle und mit ihr haften sie an den Laichhilfen an“, schilderte der Fisch-Experte vom Kreisfischereiverein Bad Aibling. Diese Laichhilfe bastelten die eifrigen Wasserwacht-Buben aus knapp zwei Meter langen Ästen und Zweigen von Laub- und Nadelbäumen.

Thomas Ettstaller steuert das Rettungsboot „Christian“ mit Lukas Schubert und Lorenz Huber (von links) und ihrer Laichhilfe.

Zwei oder drei davon werden mit einer Schnur zu schmalen Bündeln zusammengebunden. Damit sie sicher im Wasser versenkt werden können, erhielten sie einen Betonstein als „Daueranker“. Die Astbündel bieten dem Laich guten Schutz vor ihren räuberischen Artgenossen wie den Hechten. Sie schützen aber auch vor Gefahren „von oben“ in Gestalt von Kormoranen und Gänsesägern.

Nach der Fertigstellung der Laichhilfen wurden diese in Wasserwacht-Boote verladen. Auf „hoher See“ warfen die Jugendlichen dann die Laichhilfen ins Wasser. „Das war eine gelungene Aktion: Für die Kinder war es ein Riesenspaß und für die Fische ist sie wichtig fürs Laichen“, stellte der Vorsitzende des Kreisfischereivereins, Helmut Maurer, am Ende zufrieden fest.

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