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Meilenstein für Schutz vor Sturzfluten

Symbolischer Härtetest für den neuen Damm des Mühlbergbaches in Bruckmühl

Mit einer „Wasserschüttung“ aus Eimern wurde der Damm am Mühlbergbach symbolisch getestet von (von links) Bauleiter Alexander Hörfarter, Planer Herbert Prax, Zweitem Bürgermeister Klaus Christoph, Erstem Bürgermeister Richard Richter, Dritter Bürgermeisterin Anna Wallner, Claudia Schweinöster vom Landratsamt, Andreas Holderer vom Wasserwirtschaftsamt und Ruth Url vom Bauamt Bruckmühl.
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Mit einer „Wasserschüttung“ aus Eimern wurde der Damm am Mühlbergbach symbolisch getestet von (von links) Bauleiter Alexander Hörfarter, Planer Herbert Prax, Zweitem Bürgermeister Klaus Christoph, Erstem Bürgermeister Richard Richter, Dritter Bürgermeisterin Anna Wallner, Claudia Schweinöster vom Landratsamt, Andreas Holderer vom Wasserwirtschaftsamt und Ruth Url vom Bauamt Bruckmühl.
  • VonJohann Baumann
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Die Marktgemeinde Bruckmühl hat ihr erstes eigenes Hochwasserschutzprojekt mit einem Volumen von circa zwei Millionen Euro realisiert. Für die Hochwasserrückhaltebecken an Haschberg- und Mühlbergbach gab es eine ganz besondere Einweihung.

Bruckmühl – Im April 2021 fand der Spatenstich für den Hochwasserschutz an den beiden Ästen des Berghamer Bachs statt. Am Haschbergbach entstand ein Hochwasserrückhaltebecken mit 17 800 Kubikmetern Fassungsvermögen. Das am Mühlbergbach kann 7300 Kubikmeter fassen.

Konzertierte Aktion vieler Behörden

Das Dammschüttvolumen betrug am Haschbergbach circa 8000 und am Mühlbergbach etwa 3200 Kubikmeter. In der Blumenstraße entstand zudem eine Hochwasserschutzmauer.

Inzwischen sind die Arbeiten abgeschlossen. Jetzt lud die Marktgemeinde zur offiziellen Einweihungsfeier ein. Am Mühlbergbach-Bauwerk nahe der Berghamer Straße hieß Bürgermeister Richard Richter die Vertreter der Behörden, der planenden und ausführenden Unternehmen, Anlieger, seine Stellvertreter, zahlreiche Mitglieder des Marktgemeinderates und die Verwaltungsmitarbeiter – darunter Geschäftsleiter Rainer Weidner, Bauamtsleiter Konrad Kremser und Kämmerer Michael Lindner – „zum finalen Schlussakkord“ willkommen.

„Bei der Baumaßnahme handelt es sich um die bisher größte, von der Marktgemeinde Bruckmühl selbst gestemmte Hochwasserschutz-Anlage“, stellte er fest. „Das Bauvorhaben wurde anfangs für überdimensioniert gehalten, aber spätestens seit der Sturzflut im Juli 2021 hat es den Beweis für seine Angemessenheit geliefert“, betonte der Rathaus-Chef. Sein Dank galt zunächst den Anliegern für ihr Verständnis während der für sie oft belastenden Bauzeit. Ebenso bedankte er sich für das Wohlwollen und Verständnis der Grundstückseigentümer Otto Greither, Bartholomäus Heidenthaler, Wolfgang Irsigler, Peter Kolb, Thomas Kolb, Bernhard Philipp, Helmut Rakusch und Vigil Ranner. „Ohne sie hätte das Bauwerk gar nicht entstehen können“, betonte er.

Außerdem dankte Bürgermeister Richter auch Andreas Holderer und Martina Heider vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und Claudia Schweinöster vom Landratsamt Rosenheim für die behördliche Zusammenarbeit und Begleitung.

Investition von zwei Millionen Euro

In gleichem Maße würdigte er die Leitungen des verantwortlichen Planers Herbert Prax (dip), des Generalunternehmens Porr, der Tiefbau-Subunternehmen Gebrüder Haider und Vigil Neureither sowie des Landschaftsplanungsbüros Grünplan. „Sie alle waren fleißig und unermüdlich“, attestierte Richter. Den Abschluss der Feierstunde bildete ein geselliges Beisammensein im Cafetería-Bereich des „Blumenwinkls“.

Die Hochwasserschutzmaßnahmen an den Berghamer Bächen haben ein Gesamtvolumen von knapp zwei Millionen Euro. Damit blieb das Projekt innerhalb des vorgegebenen Rahmens, wie Ruth Url vom gemeindlichen Bauamt betonte.

Siedlungsgebiet ist jetzt vor Sturzflut geschützt

• Der Berghamer Bach befindet sich westlich der Blumenstraße in Bruckmühl. Sein Einzugsgebiet wird durch zwei Bachläufe entwässert: den nördlichen Ast des Haschbergbaches und den südlichen Ast des Mühlbergbaches. Im Bereich der Blumenstraße münden beide Äste des Berghamer Baches in eine Bachverrohrung, die in den Triftbach führt.

• Die beiden Bachläufe wiesen am westlichen Ortsrand von Bruckmühl eine sehr geringe Abflusskapazität auf, wodurch es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Überflutungen im verbauten Gebiet von Bruckmühl kam.

• Im Überflutungsgebiet befinden sich Wohn- und Geschäftsgebäude, jetzt auch das Alten- und Pflegewohnheim „Blumenwinkl“, eine Schule, ein Fachmarktzentrum und ein ortsansässiges Unternehmen für Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel. Zu ihrem Schutz wurden nun umfassende Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt.

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