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„Dr. Boehm Green Valley“

Warum ein grünes Tal in Nepal jetzt den Namen eines Bad Aiblinger Unternehmers trägt

Ein Teil der insgesamt 350 Helfer, die bei der Aufforstungsaktion in Nepal mitgewirkt haben. Ermöglicht wurde dies durch den Bad Aiblinger Unternehmer Dr. Ernst Böhm, nach dem das „Grüne Tal“ jetzt benannt wurde.
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Ein Teil der insgesamt 350 Helfer, die bei der Aufforstungsaktion in Nepal mitgewirkt haben. Ermöglicht wurde dies durch den Bad Aiblinger Unternehmer Dr. Ernst Böhm, nach dem das „Grüne Tal“ jetzt benannt wurde.

Seine Leidenschaft für Bäume, Rosen und viel Grün spiegelt sich im B&O-Parkgelände deutlich wider. Aber jetzt trägt sogar ein Tal mit 800 Bäumen in Nepal den Namen des Bad Aiblinger Unternehmers Dr. Ernst Böhm. Wie es dazu kam, erklärt Dr. Marianne Weber-Keller vom Förderverein „Ukalo – Aufwärts“.

Bad Aibling – Den Bad Aiblingern ist Dr. Ernst Böhm vor allem durch die Entwicklung des B&O-Geländes (früheres US-Camp) und die damit verbundenen Aktivitäten bekannt. Jetzt wurde sogar in der Ortschaft Jethal in Nepal ein Tal nach ihm benannt. In dieser Region engagiert sich der im Mai 2015 in Bad Aibling gegründete Förderverein „Ukalo – Aufwärts“ seit vielen Jahren. Die Vorsitzende Dr. Marianne Weber-Keller hält engen Kontakt und ist selbst oft vor Ort.

Diese enge Verbindung von Bad Aibling und Jethal wurde, wie sie nun berichtet, vertieft durch die von Dr. Ernst Böhm im Namen der B&O-Gruppe gespendete Aufforstung in Nepal: Entlang der Straße von Kathmandu nach Sindhupalchowk (an der Jethal liegend) zieht sich jetzt das „Dr. Boehm Green Valley“.

Auch alle Schüler halfen mit

Zu Beginn des Monsuns wurden dort laut Dr. Weber-Keller 800 Bäume gepflanzt. „350 Menschen haben dabei aktiv mitgearbeitet, darunter alle Schüler der Region. Sangeeta Bhandari, die Witwe von Deepak Bhandari, hat dafür mit den Jugendlichen den ,Environment Club‘ gegründet und zusammen mit den Dorfbürgermeistern die Pflanzaktion geleitet.“

Die Vorsitzende betont, dass die meisten Ukalo-Projekte eine nachhaltige Investition und wertvolle Verbesserung der Lebensumstände für die Kommune verbinden – mit der Verdienstmöglichkeit für die Frauen und Männer der einzelnen Weiler und Dörfer: „Sie alle tragen Steine und Baumaterial, schaufeln, pflanzen, schützen die Setzlinge mit Stangen und selbstgeflochtenen Matten, sie errichten Gabionen und pflastern Wege.“

Noch klein, aber so wichtig: die Bäume, die – wie hier – von zwei Helfern an einer wichtigen Verbindungsstraße von Kathmandu nach Sindhupalchowk gepflanzt wurden.

Wie wichtig es ist, durch Aufforstung der Erosion und drohenden Erdrutschen zu begegnen, habe der diesjährige Monsun erneut gezeigt, durch den ein Abschnitt der im vergangenen Jahr neu geteerten Straße von der Hauptstadt nach Sindhupalchowk verschüttet wurde.

Um das Wasser dreht sich auch das „Jethal Water Project“. Entsprechend dem größten Wunsch der Kommune Jethal hat Ukalo ein Trinkwasserversorgungssystem gespendet.

Komitee für gerechte Zuteilung

Ein Team aus Ingenieuren, Dorfvertretern und der Ukalo-Partnerorganisation HimalayanAid plante die neuen Reservoire und Leitungen. „Ein gewähltes Wasser-Komitee entscheidet über die gerechte Zuteilung an alle angeschlossenen Dörfer“, so Dr. Weber-Keller, die sich darauf freut, im November die Wasserversorgung in Augenschein nehmen zu können.

Für Ukalo ist ihren Worten zufolge mit dem Jethal Water Project auch die Idee realisiert, das Müllaufkommen durch die unzähligen Plastikwasserflaschen effizient zu verringern.

Auch in den medizinischen Belangen tut sich einiges: Bis Ende des Jahres wurde, laut Dr. Weber-Keller der Vertrag verlängert, mit dem die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ die Klinikpartnerschaft von Ärzten und Laborspezialistinnen aus der Region mit der „Neo Health Clinic and Lab“ in Kathmandu finanziell fördert. Deshalb können die vier Experten aus Bad Aibling, Raubling und München im November noch einmal nach Nepal fliegen und dort das Fachtraining für die Laborspezialisten vom letzten Jahr fortsetzen.

Die Vorfreude der Aktiven ist allerdings getrübt durch die erneute Verweigerung der beantragten Visa für das Laborteam aus Nepal durch die Deutsche Botschaft Kathmandu. Damit konnte heuer der für Juni geplante Besuch nicht stattfinden.

Dr. Weber-Keller hatte die Reise für die Kolleginnen nach Bad Aibling seit März vorbereitet und mehrere detaillierte Einladungsschreiben nach Nepal gesandt. Wie schon im Jahr 2019 wurde den Frauen jedoch das Visum für den Besuch in Deutschland verweigert – erneut mit der Begründung, sie seien nicht ausreichend sozial und finanziell im Heimatland verwurzelt.

Laut der Ukalo-Vorsitzenden ist das die Standardantwort gegenüber unverheirateten Frauen ohne Kinder, denen unterstellt werde, sie würden nach Ende des Besuchs nicht in ihr Heimatland zurückkehren. Auf ihre Bitte um Klärung habe das Auswärtige Amt auf die Möglichkeit der Wiedervorlage beziehungsweise einer Klage verwiesen.

Noch sei nicht entschieden, ob die Visa im zweiten Versuch erteilt werden.

re

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