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Persönliche Aktion am „World Cleanup Day“

Warum ein Bruckmühler Rentner freiwillig den öffentlichen Parkplatz kehrt

Dieter Placht säuberte freiwillig und mühsam den über 200 Quadratmeter großen Fahrrad-Abstellplatz am Bruckmühler Bahnhof. Die „Ausbeute“ waren mehrere Müllsäcke.
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Dieter Placht säuberte freiwillig und mühsam den über 200 Quadratmeter großen Fahrrad-Abstellplatz am Bruckmühler Bahnhof. Die „Ausbeute“ waren mehrere Müllsäcke.
  • VonJohann Baumann
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Am dritten Samstag im September findet jedes Jahr der „World Cleanup Day“ statt, die größte Bottom-Up-Bürgerbewegung der Welt zur Beseitigung von Umweltverschmutzung und Plastikmüll. Heuer zeigte das „Rama dama“ am 17. September auch in Bruckmühl Wirkung – mit der ganz individuellen Müllaktion eines Rentners.

Bruckmühl – Dieter Placht säuberte aus freien Stücken den über 200 Quadratmeter großen, überdachten Fahrrad-Abstellplatz am Bruckmühler Bahnhof. Jährlich säubern am dritten Samstag im September Millionen von Menschen Straßen, Parks, Strände, Wälder, Flüsse, Ufer und die Meere von achtlos beseitigtem Abfall und Plastikmüll.

2021 beteiligten sich 14 Millionen Menschen weltweit in 191 Ländern am „World Cleanup Day“ und haben 53.000 Tonnen Müll aus der Natur entfernt. Sie setzten durch ihre Müllsammelaktionen (Cleanups) ein starkes Zeichen für eine saubere, gesunde und plastikmüllfreie Umwelt.

Der gebürtige Bruckmühler kehrte dabei den „Bodenmüll“ zusammen, der unter anderem aus vielen hundert Zigarettenkippen, Glasscherben und weggeworfenen Verpackung aller Art bestand. Besonders die Müllentfernung unter jedem einzelnen Fahrradständer mit Handbesen und Kehrschaufel war dabei sehr mühsam und zeitaufwendig.

Ein Blick in den „Kehrmüll-Sack“. Hinzu kamen ein kaputter Fahrradkorb und ein Schutzblech.

Was die vielen Kippen anbelangt bemängelte er, dass am Fahrrad-Abstellplatz zwar Abfallkörbe, aber keine großen Aschenbecher oder Behälter für Zigarettenstummel vorhanden sind. „Die Raucher werfen ihre oft noch brennenden Kippen vernünftigerweise nicht in den mit Plastiksäcken bestückten Abfallkörbe, sondern mangels anderer Entsorgungsmöglichkeiten auf den Boden“, kritisierte er.

Zum „Fundmüll“ zählten auch ein kaputter Fahrradkorb, ein Schutzblech und andere abgebrochene Fahrradteile. Rund sechs Stunden war der Müllsammler bei seinem „Rama dama“-Einsatz am Werk. Inspiriert dazu hatte ihn eine Frau aus Miesbach, die vor einiger Zeit im Rahmen einer anderen Umweltaktion am Bahnhof Bruckmühl Kronkorken und Zigarettenkippen aufgesammelt hatte.

Der 65-jährige Rentner war aber schon immer umweltbewusst: „Früher hat man mehr auf die Müllvermeidung geachtet, das ist heute nicht mehr so präsent“, stellte er fest: „Daher sehe ich diesen jährlichen Cleanup-Feiertag auch zwiespältig, denn Politik und Industrie könnten in punkto Müllvermeidung viel mehr tun.

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