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Einweihung mit kirchlichem Segen und Dorffest

„Mehr als ein Verwaltungsgebäude“: Neues Großkarolinenfelder Rathaus soll ein Haus für alle sein

Freude über das neue Gemeindezentrum: Großkarolinenfelds Bürgermeister Bernd Fessler hält eine Rede bei der Einweihung des Rathauses.Heinz
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Freude über das neue Gemeindezentrum: Großkarolinenfelds Bürgermeister Bernd Fessler hält eine Rede bei der Einweihung des Rathauses.Heinz
  • VonKatharina Heinz
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Ein belebtes Zentrum und ein Treffpunkt für Menschen – das haben sich die Großkarolinenfelder für ihr neues Rathaus gewünscht. Bei der Einweihung des Gebäudes und dem Außenbereich scheinen sich alle Anwesenden einig zu sein: die Mission ist erfüllt.

Großkarolinenfeld – „Das Rathaus ist nicht nur ein Haus für die Menschen, die darin arbeiten, sondern ein Haus für Alle“, betonte Bürgermeister Bernd Fessler. Das schönste Gebäude sei nichts wert, wenn es keine Ehrenamtlichen, keine Gemeinschaft oder keine Vereine gäbe. „Ich empfinde es als großes Glück, in einer Gemeinde leben und arbeiten zu dürfen, in der all das vorhanden ist.“

Fessler bedankte sich bei den Großkarolinenfeldern, die das neue Rathaus mit ihren Stimmen im Bürgerentscheid 2018 möglich gemacht haben.

Idee zum Umbau bereits im Jahr 2008

Das Vorhaben, ein neues Rathaus zu bauen, stammt aus dem Jahr 2008. Der Gemeinderat hatte sich für den Neubau ausgesprochen, da das alte Gebäude zu klein und ungeeignet für den weiteren Betrieb der Verwaltung war. Das damalige Gebäude stammt aus dem Jahr 1862 und war nie als Rathaus konzipiert worden.

Im Jahr 2013 entschied der Gemeinderat, den Neubau hinter dem bestehenden Rathaus in Angriff zu nehmen. 2016 wurde ein Realisierungswettbewerb durchgeführt, das Modell der Münchner Architekten Behnisch hat gewonnen. Das Gebäude und die Kostenentwicklung wurden in der Gemeinde teils hitzig diskutiert. Dem Bürgermeister zufolge kostet der Neubau 7,7 Millionen Euro. Inklusive der Umfeldgestaltung seien es 9,1 Millionen Euro. Nach Angaben von Fessler ist diese Summe durch günstige Darlehen und Zuschüsse tragbar. Themen wie Energieeffizienz oder Starkregenmanagement sei Rechnung getragen worden. Die Aufenthaltsqualität sei aufgewertet worden. Der Rathaus-Vorplatz mit seinem Brunnen und den Bänken, die Aufweitung des Erlbachs und die neu gestaltete Skate-Anlage nähmen die Bürger gut an.

Die Verwaltung ist bereits im Oktober 2020 umgezogen

Der Rathausneubau sei der Anfang einer umfassenden Zentrumsgestaltung, die Richtung Bäckerei und Apotheke sowie auf die Fläche zwischen den Kirchen ausgeweitet werden soll. Fertig ist das neue Gebäude bereits länger. Im Oktober 2020 ist die Verwaltung umgezogen – coronabedingt allerdings ganz still und leise. Umso mehr hätten sich die Mitarbeiter auf die Gelegenheit gefreut, das Rathaus einzuweihen.

Landrat Otto Lederer beglückwünschte die Großkarolinenfelder. In einem föderalen System, in dem sich Kommunen selbst verwalteten, brauche es einen neutralen Treffpunkt für die Menschen. Dieser Ort müsse allen Bürgern offen stehen. Diese Transparenz sei bei den vielen Glasflächen und dem großen, barrierefreien Sitzungssaal berücksichtigt worden. Das neue Rathaus strahle Moderne und Optimismus aus. Lederer zufolge ist es ein Beispiel für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Als Einweihungsgeschenk steuer der Landrat 500 Euro für die Erweiterung des Spielplatzes bei.

Laut Stephan Leissle, Behnisch Architekten, befinden sich das Bürgerbüro, der Sitzungs- und Trausaal im Erdgeschoss. Im Obergeschoss seien das Hauptamt, die Kämmerei und das Bauamt untergebracht. Eine Lärchenholzfassade wechselt sich dort mit Lärchenholz-Schiebeläden ab. Das Gebäude verfügt über eine Fußbodenheizung. Im Außenbereich sollte das Rathaus der Startpunkt für eine neue Ortsmitte sein. „Mit der Renaturierung des Erlbachs entstand eine große Qualität für den Ort“, sagte Leissle.

Lebenswerter Ort durch Nächstenliebe

Den kirchlichen Segen bekam das neue Rathaus vom katholischen Pfarrer Herbert Aneder und seinem evangelischen Kollegen Dr. Richard Graupner. „Es ist so viel mehr als ein Verwaltungsgebäude“, sagte Graupner. Es sei ein Zentrum, an dem sich Menschen begegnen können. Pfarrer Aneder rief die Bürger auf, sich in ihrer Gemeinde einzubringen: „Wenn wir hier Nächstenliebe ausstrahlen, wird der Ort lebenswerter.“

Segneten das neue Gebäude gemeinsam: (von links) Pfarrer Herbert Aneder und Pfarrer Dr. Richard Graupner.

Die Rathaus-Einweihung ging in das traditionelle Dorffest über, das erstmals am neuen Standort stattfand.

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