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Gemeinderat will Feuerwehren in Planung einbinden

Warnsystem in Feldkirchen-Westerham soll ausgebaut werden

Nur eine der zwölf Sirenen im Gemeindegebiet von Feldkirchen-Westerham kann nachgerüstet werden, um künftig über das Digitalfunk-Netz BOS angesteuert zu werden.
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Nur eine der zwölf Sirenen im Gemeindegebiet von Feldkirchen-Westerham kann nachgerüstet werden, um künftig über das Digitalfunk-Netz BOS angesteuert zu werden.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Wie die Bürger im Katastrophenfall optimal gewarnt werden können, wird in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham derzeit geprüft. Die Initiative ging von der Grünen-Fraktion im Gemeinderat aus. Die hatte angeregt, sich aufgrund der Erfahrungen im Ahrtal nicht nur auf Warn-Apps zu verlassen, sondern auch die Funktionsfähigkeit der Sirenen und eventuelle Fördermöglichkeiten für zusätzliche Warnsysteme zu prüfen.

Feldkirchen-Westerham – Kämmerin Jennifer Ziegelmann hatte sich einen Überblick verschafft. „Gegenwärtig stehen der Gemeinde zwölf funktionstüchtige Sirenen zur Verfügung, welche durch die Leitstelle in Rosenheim angesteuert werden und den Warnton zum Brandschutz abspielen können“, bilanzierte sie. Allerdings sei nur bei einer der zwölf Sirenen eine Aufrüstung auf weitere Warntöne möglich.

Verwaltung plädiert für ein Planungsbüro

Ziegelmann hatte auch die Fördermittellandschaft erkundet und informierte über eine seit dem 12. Oktober geltende neue Förderrichtlinie zur Warnung der Bevölkerung: „Es gibt Zuwendungen des Bundes zur Verbesserung der Warninfrastruktur. Dabei handelt es sich um eine Festbetragsförderung“, so die Kämmerin.

Demnach wird die Installation der Sirenen auf dem Dach eines Gebäudes mit 10.850 Euro gefördert. Für eine Sirene auf einem Mast gibt es Zuschüsse von 17 .350 Euro, für die Nachrüstung einer Sirene 1000 Euro. Gefördert werden elektronische Sirenen mit Akkupuffer und Sirenensteuergeräte für das Digitalfunk-Netz.

In Gesprächen mit Feuerwehren und Bauverwaltung wurde festgestellt, dass es sich bei elf Sirenen im Gemeindegebiet um alte E57-Sirenen handelt, die nicht mehr nachgerüstet werden können, sondern ersetzt werden müssten.

Um alle Ortsteile abzudecken, würden zudem zwei zusätzliche Sirenen gebraucht. Die Verwaltung schlug vor, eine externe Firma mit der Konzeption für ein Warnnetz im gesamten Gemeindegebiet zu beauftragen. Technische Rahmenbedingungen, Standortwünsche, unterschiedliche Reichweiten der einzelnen Sirenen, rechtliche Grundlagen wie Lärmschutzverordnungen und die spezielle gemeindliche Situation müssten in Planung und Kostenschätzung einfließen. Auf Basis dieser Kostenschätzung könnten Zuschüsse beantragt werden.

Da der Fördermitteltopf beschränkt ist, erhofft sich die Verwaltung durch eine zügige Vorgehensweise eine Bewilligung der Fördergelder.

Auch wenn die Verwaltung schon Angebote von Planungsbüros eingeholt hatte, plädierte der Gemeinderat dafür, die Thematik mit den Kommandanten der gemeindlichen Feuerwehren zu besprechen. „Wir brauchen kein Planungsbüro. Unsere Kommandanten sind ortskundig und wissen, wie weit die Sirenen hörbar sind“, betonten Franz Bergmüller (Pro Bürger) und Georg Meixner (OLV).

Kommandanten werden gefragt

Heinrich Gall (Grüne) sprach sich für eine Kombination aus der Warn-App „Nina“, die auch vom Landkreis Rosenheim als der zuständigen Katastrophenschutzbehörde verwendet wird, und den Sirenen aus.

Der Vorschlag der Kämmerin, das Thema im Rahmen der Bedarfsbesprechungen der Feuerwehren zu diskutieren, fand einhellige Zustimmung des Gemeinderates von Feldkirchen-Westerham. Die Ergebnisse sollen dem Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt werden. Die erforderlichen Mittel für die Ertüchtigung oder Neubeschaffung der Sirenen müssten dann in den Haushaltsplan der Gemeinde eingestellt werden. Der 2022er-Haushalt wurde im Gremium noch nicht öffentlich diskutiert.

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