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FELDKIRCHEN-WESTERHAM

„Waldgruppe“ des Kindergartens Höhenrain startet im September

Hier wird bald ein gemütlicher Bauwagen stehen: Er soll das Quartier der „Waldgruppe“ des Höhenrainer Kindergartens werden. Schon im September startet das Projekt, das vor allem für die beiden großen Gruppen gedacht ist.
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Hier wird bald ein gemütlicher Bauwagen stehen: Er soll das Quartier der „Waldgruppe“ des Höhenrainer Kindergartens werden. Schon im September startet das Projekt, das vor allem für die beiden großen Gruppen gedacht ist.
  • VonManfred Merk
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Ab September hat der Kindergarten Höhenrain auch eine „Waldgruppe“ und 25 Plätze mehr. Gegenwärtig wird ein spezieller Bauwagen gemütlich ausgestattet. Auch mit einer hölzernen Terrasse soll er versehen werden. Künftig dürfen ihn vor allem die beiden großen Gruppen der Einrichtung benutzen.

Feldkirchen-Westerham – Die Entscheidung ist gefallen: Der gemeindliche Kindergarten in Höhenrain wird um eine Waldgruppe erweitert. Diesen Beschluss fasste der Gemeinderat von Feldkirchen-Westerham ohne Gegenstimme. Die umfangreichen Vorbereitungen laufen. Anfang September soll es losgehen. Dann bietet die Einrichtung bis zu 91 Kindern Platz – 66 im Gebäude und 25 in der Waldgruppe.

Großhöhenrainer stellt Grundstück

Eine der ersten Aufgaben war es, ein geeignetes Grundstück auf Pachtbasis zu finden. Erfreulicherweise ist die Kommune schnell fündig geworden. Karl Fischhaber aus Großhöhenrain hat der Gemeinde ein rund 1000 Quadratmeter großes, waldnahes Grundstück angeboten. Angela Dietl-Ackermann, Leiterin des Höhenrainer Kindergartens, ist von der Lage hellauf begeistert und Bürgermeister Hans Schaberl vom günstigen Pachtpreis. Dieses Entgegenkommen hob er bei der Vertragsunterzeichnung besonders hervor.

Der Vertrag ist unterzeichnet: Karl Fischhaber (links) stellt ein waldnahes Grundstück für die Gemeinde, vertreten durch Bürgermeister Hans Schaberl (Mitte), und den Kindergarten, vertreten durch Leiterin Angela Dietl-Ackermann, zur Verfügung.

Unterkunft in speziellem Bauwagen

Als erste Anschaffung wurde ein „Bauwagen“ in Auftrag gegeben, der so komfortabel ausgestattet wird, dass die Kinder darin gut aufgehoben sind und sich wohlfühlen können. Für das Fahrgestell – also den Unterbau – müssen rund 15 000 Euro ausgegeben werden. Wesentlich teurer wird der von einer spezialisierten Firma kindgerecht ausgestattete Aufbau. So werden beispielsweise die Möbel fest verbaut, und auch an Spielzeug soll es natürlich nicht fehlen.

Auch die Schreiner und Zimmerer der Gemeinde helfen mit. So ist unter anderem daran gedacht, eine Holzterrasse zu errichten. Alles zusammen wird rund 100 000 Euro kosten.

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Das Landratsamt als zuständige Genehmigungsbehörde ist in den künftigen Waldkindergarten rechtzeitig eingebunden worden, nicht nur in Sachen Bauantrag, sondern auch für Brandschutz und anderen Auflagen.

Mit der „Waldgruppe“ entsteht für Familien nun wieder ein neues Angebot. „Unser Kindergarten in Höhenrain ist keiner im üblichen Sinne. Hier werden Kinder zwischen zwei und zehn Jahren betreut – darunter auch Kinder mit speziellem Förderbedarf“, erklärt Leiterin Ackermann-Dietl. Alle werden sogenannten Dialoggruppen zugeteilt, die sich täglich etwa 20 Minuten lang treffen. Ansonsten dürfen sie sich frei bewegen, sich ihre Erzieher, ihre Tätigkeit und ihre Spielkameraden frei wählen.

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„Für uns sind eine gute Betreuung, der familiäre Charakter unseres Hauses und auch ein guter Kontakt zu den Familien besonders wichtig“, so die Leiterin.“ Dazu gehöre es auch, immer nach neuen Ideen und Angeboten zu suchen. Schon vor einigen Jahren setzte sich das Team mit dem Thema „Waldgruppe“ auseinander. Damals war die Zeit für die Umsetzung eines tauglichen Konzeptes noch nicht reif. Ganz anders sieht es heute aus: „Die Anmeldezahlen entwickelten sich so, dass es für die Kinder zwischen zwei und drei Jahren eng wurde“, blickt Ackermann-Dietl zurück.

Platzangebot für weitere 25 Kinder

Und so nahm die Waldgruppe konkrete Gestalt an. Die nötigen Planungen und Genehmigungen für einen Start im September laufen auf Hochtouren und sind nun auf der Zielgeraden. „Die neue Waldgruppe passt gut zu unserer Einrichtung, denn sie ermöglicht eine Erweiterung unseres pädagogischen Konzepts“, freut sich die Kita-Leiterin. Auf den Weg in den Wald werden sich in wöchentlich wechselnden Gruppen vor allem die Großen machen – also die Kinder aus dem letzten und vorletzten Kindergartenjahr.

Ab September startet Entdeckungsreise

Ihre Vorfreude fasst Angela Dietl-Ackermann in freudiger Erwartung zusammen: „Der Wald und die Natur bieten den Kindern einen wunderbaren Ort für ganzheitliche Bildungsprozesse. Das freie, experimentelle Spiel mit Naturmaterialien und dem geringen Maß an Infrastruktur weckt Kreativität, Explorationsfreude und viele Möglichkeiten zur Entfaltung. Durch das entdeckende Lernen mit allen Sinnen erhalten sich die Kinder die Neugierde auf das Leben.“

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