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Spielen auf der Wiese, im Wald und am Wasser

Neuer naturnaher Kindergarten in Bad Feilnbach: So lernen die Waldfrischlinge ihre Umwelt kennen

Startschuss für den Naturkindergarten: (von links) Leiterin Kirsten Marienfeld sowie die Teammitglieder Cornelia Heinrich und Ruth Kolodziejczak mit Bürgermeister Anton Wallner.
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Startschuss für den Naturkindergarten: (von links) Leiterin Kirsten Marienfeld sowie die Teammitglieder Cornelia Heinrich und Ruth Kolodziejczak mit Bürgermeister Anton Wallner.
  • Silvia Mischi
    VonSilvia Mischi
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Neue Wege beschreitet die Gemeinde Bad Feilnbach mit dem naturnahen Kindergarten in Au. „Das ist etwas Neues für uns und lässt sich sehr gut an“, sagt Bürgermeister Anton Wallner im Gespräch mit dem Mangfall-Boten. Aktuell sind nicht alle Plätze in der Kita belegt.

Bad Feilnbach – Zum Start ins Kindergartenjahr war er vor Ort und verschaffte sich einen Einblick in die Philosophie und den Alltag der Einrichtung mit Spielen auf der Wiese, im Wald und am Wasser.

18 Buben und Mädchen sind eingezogen

18 Buben und Mädchen sind seit September dort angemeldet. Platz wäre für 25. Der eingruppige Kindergarten hat als Sammelort das freie Feld im Achthal oder bei extrem schlechten Wetter an der Schule Au. Jetzt hat die neue Einrichtung ihren Betrieb aufgenommen. Leiterin Kirsten Marienfeld sowie Cornelia Heinrich und Ruth Kolodziejczak kümmern sich seit dem 1. September um ihre Schützlinge, und zwar ganz behutsam.

Kirsten Marienfeld: „Wir arbeiten zuerst nur mit Dreiergruppen, die wir dann langsam aneinander gewöhnen und integrieren. So holen wir nach und nach immer mehr der angemeldeten Kinder zu uns.“ Bis Ende Oktober soll das abgeschlossen sein, und so können dann alle 18 angemeldeten Kinder gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Betreuerinnen die Natur rund um das Achthal erkunden.

Landratsamt genehmigte Standort

Nach Absprache mit dem Landratsamt Rosenheim ist der Standort im Achthal genehmigt. Der Pachtvertrag mit dem Eigentümer war schnell unter Dach und Fach. „Er hat sogar mit den Nachbarn alles vorab besprochen“, so Wallner und dankt ausdrücklich allen für die Aufnahme der Institution und seinem Stellvertreter Josef Rauscher für die Umsetzung. Die Gemeinde hat dazu eine 25 Quadratmeter große Blockhütte als Lagerplatz und Unterschlupf erstellt. Kostenpunkt: 4.000 Euro. Eine Kompost-Toilette gehört ebenfalls zum Kindergarten. Binnen drei Minuten sind sie im Wald. „Jäger und Fischer haben schon gesagt, dass sie gern die Kleinen mal über ihre Arbeit und die Natur informieren wollen“, sagt Wallner.

Zeitgeist vieler Eltern getroffen

Ihm zufolge trifft diese Art des Kindergartens gerade den Zeitgeist vieler Eltern. Diese müssten sich aber mehr einbringen als in gemeindlichen oder kirchlichen Einrichtungen. Soll heißen: Die Kinder müssen zu Fuß die letzten 300 Meter zum Sammeltreffpunkt oder aber Wasser gebracht werden. Denn: „Am Naturkindergarten wird kein fließendes Wasser vorhanden sein, die Eltern sind hier gefordert, Wasser in Kanistern anzuliefern“, so Wallner. Und: Auf Höhe der Einfahrt des dortigen Baustoffhandels sind Haltemöglichkeiten für die Eltern. „Ein direktes Hinbringen bis zum Naturkindergarten ist aus Rücksicht auf die Nachbarschaft und die beengten Verhältnisse nicht vorgesehen“, schildert der Bürgermeister.

Sicherungsraum ist in der Schule Au

Im Naturkindergarten werden Buben und Mädchen im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt betreut. Am Standort Achthal gehen die Kinder täglich im naturnahen Wald- und Wiesen-Spielraum auf Erkundungs- und Entdeckungsreise. „Wir haben pädagogische Fachkräfte, die unseren neuen Naturkindergarten mit aufbauen möchten. Die tägliche Arbeit in der Natur findet unter den wechselnden Wetterbedingungen statt.

So lernen die Kinder Natur und Wetter in besonderer Weise kennen und schätzen“, so Wallner. Das Achthal sei ein traumhaftes Gebiet, das sich sehr gut für einen Naturkindergarten eignet. Drei Fraktionen hatten die Einrichtung beantragt. Auch ein sogenannter Sicherungsraum bei Unwetter, welchen es laut Kommunalem Unfallversicherungsverband geben muss, ist vorhanden. Dieser ist in der Schule Au.

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