Wahre 60er in Bad Feilnbach: Frühere Kickergrößen erinnern sich

Gute Freunde seit 52 Jahren: das 60er-Team Hans Rebele, Bernhard Winkler, Hans-Dieter Seelmann, Jimmy Schmitt und Peter Zacher sowie der ehemalige FC-Bayern-Spieler Peter Kupferschmidt bei ihrem Treffen in Bad Feilnbach.  Strim
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Gute Freunde seit 52 Jahren: das 60er-Team Hans Rebele, Bernhard Winkler, Hans-Dieter Seelmann, Jimmy Schmitt und Peter Zacher sowie der ehemalige FC-Bayern-Spieler Peter Kupferschmidt bei ihrem Treffen in Bad Feilnbach. Strim
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Sie waren starke Kicker auf dem Rasen – und ihre Verbundenheit währt bis heute. Bei einem Treffen mit dem örtlichen Friseur in Bad Feilnbach ließen fünf „Sechzger“ und ein „Roter“ Erinnerungen wieder aufleben – und hatten dabei auch gleich noch einen Grund zum Feiern.

Bad Feilnbach – Ein 60er bleibt ein 60er und die Treue kann ein Leben lang halten. Dies beweisen die Fußballgrößen des TSV 1860 München – Peter Zacher (72), Hans-Dieter (Datschi) Seelmann (68), Hans Rebele (77) und Jimmy Schmitt (75) sowie der 54-jährige Bernhard Winkler als Jüngster in der Runde –, die zu einem Treffen beim Kistlerwirt in Bad Feilnbach kamen. Gemäß einem früheren Schlager von FC-Bayern-Ikone Franz Beckenbauer „Gute Freunde kann niemand trennen“ komplettiert Peter Kupferschmidt als einstiger Spieler beim FC Bayern München den eng verbundenen und langjährigen Freundschaftskreis.

Gute Gründe, gemeinsam zu feiern

Zustande kam die gesellige Runde durch die Freundschaft von Peter Westner, in Bad Feilnbach besser als Friseur „Jack“ bekannt, und Peter Zacher, der seit einigen Jahren auch in der Gemeinde wohnt. Die Gemeinschaft nutzte jetzt auch die Gelegenheit, zusammengezählt 147 Jahre Geburtstag von „Datschi“ Seelmann und dessen Ehefrau Gerti, ebenfalls 60erin mit Herz und Seele, zu feiern.

Als das Geld noch nicht die Hauptrolle spielte

Für einen waschechten „60er“ begann die Karriere im legendären Stadion an der Grünwalder Straße, wie die ehemaligen fußballerischen Größen bekundeten. Die Hauptrollen spielten neben dem runden Leder der enge Zusammenhalt und die Kameradschaft, aber nicht das Geld, so Peter Zacher.

Für Zacher selbst waren es glückliche Zeiten, beim TSV 1860 in einer der besten Mannschaften spielen zu dürfen. Seine fußballerische Karriereleiter führte ihn zum Karlsruher SC sowie zu den Freiburger Kickern, wo er mit dem jetzigen Bundestrainer Jogi Löw spannende Begegnungen erlebte. Gegenwärtig trainiert er übergangsweise die erste Mannschaft des SV Bad Feilnbach.

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Hans Rebele erinnert sich gerne an die Zeit als Nationalspieler unter Bundestrainer Helmut Schön, an Entscheidungen im DFB-Pokal oder als mitfeiernder Sieger am Ende der Bundesligasaison 1966. Unvergessen bleibt das Finale um den Europapokal gegen den West Ham United im Londoner Wembley-Stadion, welches die Kicker aus der Isarstadt mit 0:2 verloren. Im Tor stand der legendäre Torhüter „Radi“ Peter Radenkovic, Trainer war Max Merkel.

„147 Jahre Geburtstag“ feierte das „Löwen“-Ehepaar Gerti und Hans-Dieter (Datschi) Seelmann.

Der Traum von einem „Löwen“ als Mann wurde für Gerti Seelmann wahr, als sie 1990 bei einem Wintersportvergnügen in Scheffau ihren „Datschi“ kennen und lieben lernte. Seit 1992 sind die beiden glücklich verheiratet. Gerti stammt aus Giesing, Hans-Dieter aus Ramersdorf, beide sind waschechte „Löwen“ – sowohl den Fußballverein als auch das Sternzeichen betreffend.

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Für Hans-Dieter Seelmann begann die fußballerische Laufbahn mit 15 Jahren. Sein Talent im Umgang mit dem Ball führte ihn in der Saison 1970/71 in die A-Junioren-Auswahl des DFB und feierte sein Debüt beim Länderspiel der DFB-Jugend in Lübeck gegen Schweden an der Seite von Torhüter Rudi Kargus, Manfred Kaltz und Ronald Worm.

In den folgenden Jahren zeichneten Mannschaften Wormatia Worms und die Spielvereinigung Fürth (heute Kreuther Fürth) seinen Lebensweg auf dem grünen Rasen als Vorstopper und Libero. In bester Erinnerung blieb seine Mitgliedschaft im Team der Olympiaauswahl 1972 mit Uli Hoeneß, Manni Kaltz und Ottmar Hitzfeld.

Auch Jimmy Schmitt war mit dabei

Eine markante Erscheinung vor allem in Sachen „Gute Laune, witzig und humorvoll“ war erneut Jimmy (Hans) Schmitt, als er nach einem Verkehrsstau auf der Autobahn etwas später mit Mund- und Nasenschutz zu der Runde stieß. 1967 kam Schmitt als 21-jähriger von Schwarz-Weiß München zum TSV 1860 München, wo er eine Saison lang als rechter Verteidiger bei Bundesligaeinsätzen sich einsetzte. Jimmy´s weitere Stationen waren von 1968 bis 1969 der ESV Ingolstadt und darauf hin bis 1977 der Jahn Regensburg.

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