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Nach jahrelanger Planung

„Vorhang auf“ für neues Lichtspielhaus: Das ist beim Großprojekt im Herzen von Bad Aibling geplant

Den Baumfällungen am frühen Dienstagmorgen folgten das Verfüllen und Verdichten der Pflanzlöcher mit Mineralbeton durch Ludwig Baldemaier (rechts) und Dennis Moser von „Landschaftsbau Pekol-Schnellbach“. Hadersbeck (2)
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Den Baumfällungen am frühen Dienstagmorgen folgten das Verfüllen und Verdichten der Pflanzlöcher mit Mineralbeton durch Ludwig Baldemaier (rechts) und Dennis Moser von „Landschaftsbau Pekol-Schnellbach“. Hadersbeck (2)
  • Eva Lagler
    VonEva Lagler
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Die letzten Tage des Gebäudekomplexes „Früheres Kinderland/Sebastianibräu“ sind endgültig gezählt. Jetzt kommt das neue „Lichtspielhaus“. Der Startschuss im Herzen von Bad Aibling ist gefallen. Florian Eisner, Geschäftsführer von „Werndl & Partner, verrät, wie es nun weitergeht.

Bad Aibling – Am frühen Dienstagmorgen (26. Juli) fielen als erstes die Bäume an Marienplatz und Kirchzeile. Im Laufe des Tages folgte die Baustelleneinrichtung für die Entkernungsarbeiten, die in den kommenden Wochen anstehen, bevor dann der – in der Stadt lange erwartete – eigentliche Abbruch beginnt. Danach wird dieses alte Ensemble im Herzen der Stadt buchstäblich Geschichte sei und durch den neuen Lichtspielhaus-Komplex ersetzt, in dem Wohnungen, Gewerberäume und Gastronomie geplant sind. Der Name kommt von dem früher dort beheimateten Kino im Obergeschoss des Gebäudes.

Schadstoffe müssen untersucht werden

Wie lange die Vorbereitungsarbeiten zum Abbruch dauern werden, ist laut Florian Eisner noch nicht genau absehbar: „Wir wissen nicht genau, welche Schadstoffe in welcher Menge dort verbaut sind. Das Gebäude ist so alt und es wurde so oft etwa daran gemacht, dass so ziemlich alle ,Schadstoff-Generationen‘ darin verbaut sein dürften.“

Somit müsse man das Material vor der Entsorgung gründlichst untersuchen. „Wir gehen davon aus, dass das circa vier Wochen dauern wird.“ Der Gesamtabbruch werde dann wahrscheinlich Ende August beginnen. Und zwar nicht nur am neuen „Lichtspielhaus“ – so der Name des Projektes – sondern auch auf dem rückwärtigen Areal „Wohnen am Mühlbach“.

„Tiefgarage so lange wie möglich nutzen“

So lange wie möglich soll laut Eisner die Tiefgarage an der Kirchzeile nutzbar bleiben, bevor dann auch hier die Zufahrt abgebrochen wird.

„Flötzinger am Platz“ soll die neue Gaststätte heißen, die am Marienplatz entsteht. Hier ein Blick in eine Szenerie in der Außengastronomie. VISUALISIERUNG MOKA STUDIO

Etliche Punkte auf der Zeitschiene sind dabei noch mit einem Fragezeichen versehen. So sei die Baugenehmigung für das Lichtspielhaus seitens des Landratsamtes Rosenheim noch nicht eingegangen. „Doch wir rechnen eigentlich täglich damit“, so Eisner. Eine Aussage seitens der Behörde war gestern Nachmittag nicht mehr zu bekommen. In Sachen Baugenehmigung für das Projekt „Wohnen am Mühlbach“ stehe die Genehmigung zwar auch noch aus, es fehle aber nur noch eine Rückmeldung seitens des Wasserwirtschaftsamtes.

Warten heißt es auch noch, was den großen Bauzaun angeht, der so standfest wie nur möglich sein soll. „Hier ist die Frage, wann dieser lieferbar sein wird.“ Eventuell werde man zwischenzeitlich bereits mit dem Abbruch des Schuppens und eines Wohngebäudes am Mühlbach beginnen.

Währenddessen wurden im Verlauf des Dienstags auch noch die Baucontainer und eine Absperrzaun aufgestellt sowie das Bushäuschen an der Kirchzeile abmontiert.

Gastronomie kommt wieder

Einst waren an dieser Adresse das „Kinderland“ der Familie Ziegler sowie das Sebastiani-Bräu zu finden. Während das Geschäft für Kinderspielwaren und Modellbau im Frühjahr 2017 seine Schließung verkündet hatte und seither leer stand, herrschte im Sebastiani bis vor Kurzem noch Betrieb. Dort soll aber auch künftig Gastronomie betrieben werden – dann im „Flötzinger am Platz“.

Der Baubeginn soll im Übrigen im November dieses Jahres sein.

Acht neue Rot-Ahorne für sieben Gefällte

Die sieben Rot-Ahorne, die am Dienstag am Marienplatz und an der Kirchzeile gefällt wurden, hätten laut Florian Eisner, Geschäftsführer von „Werndl & Partner“ den Rück- und Aufbau des neuen Gebäudekomplexes nicht überleben können. Die Fällmaßnahme war laut Stadt Bad Aibling mit dem Ordnungsamt abgestimmt. Außerdem sei auch die Naturschutzbehörde informiert gewesen. Es seien dabei auch die notwendigen Vorkehrungen zum Artenschutz abgestimmt und entsprechend veranlasst worden. Nach Angaben der Bauherren sollen die Bäume gemäß der neuen Außenanlagenplanung nicht nur ersetzt werden, sondern es sei noch ein achter Rot-Ahorn vorgesehen. Die Standorte der neuen Bäume seien nahezu identisch wie im bisherigen Bestand vorgesehen.

Leere im und vor dem „Sebastiani“ am Bad Aiblinger Marienplatz. Doch das soll sich nach Fertigstellung des Neubaus wieder ändern.

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