Von Paradeabteilung zu eigenem Verein – Ostermünchner Pferdesportler stellen sich auf eigene Füße

Die neue Vorstandschaft des Pferdesportvereins Ostermünchen:  Magdalena Englhart, Claudia Bauer, Rosemarie Maierbacher, Eva Wagenstetter, Monika Niedermaier, Sophie Thum und Elisabeth Dettendorfer (von links).  Stache
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Die neue Vorstandschaft des Pferdesportvereins Ostermünchen: Magdalena Englhart, Claudia Bauer, Rosemarie Maierbacher, Eva Wagenstetter, Monika Niedermaier, Sophie Thum und Elisabeth Dettendorfer (von links). Stache

Seit 2007 gibt es Pferdesport beim SV Ostermünchen (SVO) und darauf ist die Vereinsführung stolz. Aufgrund größerer Investitionen war es nun allerdings sinnvoll, die Abteilung auszugliedern. Und so gibt es seit Kurzem den „Pferdesportverein Ostermünchen“.

Von Werner Stache

Ostermünchen – Sie waren seit Gründung eigentlich die Paradeabteilung des Sportvereins – die Pferdesportler, besser bekannt als Voltigierer. Die Augen der Beobachter, ob neutral oder Oma und Opa oder Vater und Mutter, leuchteten stets, wenn man die jungen Sportler auf dem Rücken der großen Pferde turnen sah. Eine Wonne für die Zuschauer. Und ein Lieblingssport für die Reiterinnen. Aber nicht nur das, die Abteilung war auch im Hauptverein von Beginn an äußerst beliebt.

Beste Organisation und Hilfsbereitschaft

Als reine „Frauenabteilung“ glänzte sie mit Organisationstalent, Kommunikationsfreudigkeit und außerordentlich hoher Hilfsbereitschaft. Bei jeder wichtigen Feierlichkeit, ob Jubiläum oder Weihnachtsfeier, halfen die Pferdesportler aktiv mit und unterstützten so den Vereinsausschuss. Rechtliche Gegebenheiten aufgrund größerer Anschaffungen von Pferden und Gerätschaften machten nun allerdings eine Vereinsausgliederung nötig beziehungsweise für beide Parteien sinnvoll. Immerhin unterhielt man bisher schon circa fünf „gemietete“ Voltigierpferde, die auch als Reitpferde genutzt wurden.

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Hier gab es in der Vergangenheit immer wieder zahlreiche Pferdewechsel, sodass die Anschaffung eigener Pferde opportun scheint, um den Sportbetrieb nicht zu gefährden. Aber: „Ein Voltigierpferd kostet bis zu 15 000 Euro“, so die Abteilungsleitung. Und so wurde nun auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in „Wallners Gasthof zur Post“ in Ostermünchen der Austritt aus dem SVO beschlossen und in der Folge der Pferdesportverein Ostermünchen gegründet.

Der neue Vorstand

Alle 16 stimmberechtigten Mitglieder stimmten der Gründung und der neuen Satzung zu. Zur Vorsitzenden wurde Eva-Maria Wagenstetter aus Emmering gewählt. Die weiteren Positionen: Stellvertreterin – Sophie Thum, Schechen; Kassier – Rosemarie Maierbacher, Schechen; zweiter Kassier – Claudia Bauer, Schechen; Schriftführerin – Monika Niedermaier, Bruckmühl.

Der Mitgliedsbeitrag des neuen Vereins wurde auf jährlich 30 Euro für Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre) festgelegt. Erwachsene zahlen 50 Euro und fördernde Mitglieder 25 Euro. Die nächsten Schritte sind jetzt der Eintrag ins Vereinsregister und die Erlangung der Gemeinnützigkeit. SVO-Vorsitzender Uwe Kraft bedankte sich für die gute Zusammenarbeit in den über 13 Jahren.

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„Die Abteilung Pferdesport war nach dem Generationswechsel wahrlich mustergültig geführt“, betonte er. Dass diese Aktion jetzt aber kein Abschied für immer sei, betonte er noch einmal explizit: „Es besteht Einigkeit, dass auch künftig gute Verbindungen zwischen beiden Vereinen existieren und gepflegt werden sollen.“ So können die Pferdesportler die Halle am Sportgelände in Berg weiter benutzen. Eva Wagenstetter betonte, sich jederzeit im SVO gut aufgehoben gefühlt zu haben.

Erfolgreich mit kunstvoller Akrobatik auf dem Pferd sind die Ostermünchner Mädchen.

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