Von Geburt an im Johannisbad in Bad Aibling zuhause: Elisabeth Lindner feiert 80. Geburtstag

Elisabeth Lindner wird heute 80 Jahre.  Privat
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Elisabeth Lindner wird heute 80 Jahre. Privat

Herzlichen Glückwunsch, Hotel-Seniorchefin! Elisabeth Lindner erinnert sich an schöne und florierenden Kurzeiten in dem Hotel an der Rosenheimer Straße.

Bad Aibling– Ihr Leben ist untrennbar mit dem Johannisbad verbunden. In dem Hotel an der Rosenheimer Straße in Bad Aibling wurde sie geboren und dort feiert sie am Montag, 31. August, auch ihren 80. Geburtstag: Elisabeth Lindner. Ihr Großvater Gottfried Eutermoser hatte das Hotel im Jahr 1931 erworben. Seine Tochter Hermine heiratete den Kaufmann Hermann Seidl aus Rosenheim. 1940 kam Tochter Elisabeth zur Welt, zwei Jahre später Sohn Hubert.

Nach dem frühen Tod des Bruders wird sie Nachfolgerin

Nach dem Besuch des Gymnasiums und der Handelsschule Alpenland absolvierte sie an der Hotelfachschule Bad Reichenhall die Ausbildung mit erfolgreichem Abschluss. Als ihre Eltern 1957/58 die Gastronomie der Bergstation auf dem Wendelstein gepachtet hatten, war auch die Tochter fleißig mit von der Partie.

Nach dem frühen Tod ihres Bruders in den Bergen im Alter von 17 Jahren übernahm Elisabeth die Aufgabe der Nachfolge im Johannisbad. Im Jahr 1964 heiratete sie den Bad Aiblinger Hote-lierssohn Maximilian Johannes Ratholdus Lindner.

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Aus der Ehe gingen Sohn Maximilian und Tochter Brigitte hervor. Die Familie führte das Hotel weiter, das bereits eine wechselhafte Geschichte hatte: Während des Krieges war es einst zum Lazarett umfunktioniert und ab 1945 als Flüchtlingsunterkunft beschlagnahmt worden. Als diese Zeit vorbei war, wurde das Gebäude saniert und durch permanente Weiterentwicklung zu einem der renommiertesten Kurhotels Bad Aiblings gemacht.

Florierende Zeit ab 1967 – „es war wirklich schön“

Gerne erinnert sich Elisabeth Lindner vor allem an die florierende Zeit ab 1967, „als es wirklich schön war“. Viele Gäste, darunter zahlreiche Landwirte, die zur Kur kamen, hat sie in diesen Jahren betreut, es wurden viele Freundschaften geschlossen. „Damals gab es noch täglich das Kurkonzert, die Leute haben sich schön gekleidet und sind in den Kurpark gegangen“, erinnert sie sich. Auch die alte Glonnbrücke hinüber zum Kurpark vermisst sie ein wenig. Sie musste weichen, als die Glonn tiefer gelegt wurde. „Darauf hatte sich alles abgespielt und wir haben natürlich den besten Blick gehabt.“

1997 bricht Kurwesen durch Gesundheitsreform ein

Viel Flair sei seither verloren gegangen. 1997 dann der Einbruch des Kurwesens durch die Gesundheitsreform. „Da haben wir praktisch von vorn angefangen und auf den Restaurantbetrieb gesetzt.“ Heute beherbergt die Familie in den 30 Zimmern vor allem Geschäftsreisende und Gäste, die zur Mooranwendung im Kurmittelhaus kommen. 2008 haben Sohn Maximilian und Schwiegertochter Sabine die Nachfolge angetreten, von denen die Jubilarin liebevoll umsorgt wird. Ein schwerer Verlust für Elisabeth Lindner war im Jahr 2015 der Tod ihres geliebten Ehemannes Max.

Elisabeth Lindern möchte weiterhin infromiert werden

Ihre Geselligkeit hat die 80-Jährige indes nicht verloren. Gern sitzt sie am Abend draußen im Garten. „Und ich wünsche schon, dass ich verständigt werde, wenn im Restaurant jemand vorbeischaut, den ich kenne“, sagt die Jubilarin mit einem Lächeln. Das kommt nun nach den Beschränkungen auch wieder oft vor und sie ist froh, dass der Betrieb wieder läuft.

Im Hotel Joahnnisbad kamen die Jubilarin und auch ihr Bruder Hubert zur Welt.

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