Aus dem Marktgemeinderat

Vom Sorgenkind zum Wohnquartier: Was wird aus Bruckmühls einstiger Wolldeckenfabrik?

Die Sonnenseite eines Sorgenkindes  – die Südseite des „Entwicklungsbausteins Am Triftbach“. Hier sollen 46 unterschiedliche Wohnungen ab 60 Quadratmetern entstehen.
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Die Sonnenseite eines Sorgenkindes – die Südseite des „Entwicklungsbausteins Am Triftbach“. Hier sollen 46 unterschiedliche Wohnungen ab 60 Quadratmetern entstehen.
  • vonThorsten Neuwirth
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„Wohnen am Triftbach“ gehört zu den Visionen für die einstige Wolldeckenfabrik. Heute allerdings ist der künftige „Entwicklungsbaustein Am Triftbach“ noch das Sorgenkind im Gewerbepark BWB. Wie es sich entfalten soll, hat der Investor jetzt erklärt.

Bruckmühl – „Viel Flickschusterei und kaum Nutzung“, stellte Florian Eisner fest, der Geschäftsführer des Investors Werndl & Partner. Er präsentierte dem Bruckmühler Marktgemeinderat die aktuellen Konzepte für die Nachfolgenutzung der einstigen Wolldeckenfabrik: Eine davon ist das Wohnen am Triftbach.

Komplex fürs Wohnen ideal geeignet

Zwar stellen die Lage des Gebäudekomplexes unmittelbar an der Straße zum westlich angrenzenden Gewerbeareal, fehlende Parkplätze, großer Leerstand und hoher Sanierungsbedarf derzeit noch Probleme dar. Doch die können gelöst werden, denn „der Gebäudekomplex hat eine idyllische Kehrseite am Triftbach und eignet sich sehr gut für Wohnungs- oder Hauszuschnitte“, erläuterte Eisner.

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Dies spiegelt sich in den aktuellen Planungen wider, die eine Kombination aus Reihenhäusern, Wohnungen in „Town Houses“, Ateliers, Appartements, Lofts und Wintergärten vorsehen. Insgesamt könnten so 46 attraktive Wohnungen ab einer Wohnfläche von etwa 60 Quadratmetern entstehen. Zehn Prozent davon sind für den geförderten Wohnungsbau vorgesehen.

Durch eine Achsenverbindung von Nord nach Süd sollen Bahnhaltepunkt Heufeldmühle, Sudetenstraße und Mangfall miteinander verbunden werden. „Wir wollen durch einen respektvollen Umgang mit der Geschichte und den historischen Gebäuden einen vielfältigen Nutzungsmix in einem lebendigen Quartier erreichen“, schloss Eisner seinen Sachvortrag.

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OLB-Rat Georg Pritzl fragte nach, ob eine Zufahrt durch den BWB-Gewerbepark zum westlich angrenzenden Rösnergelände angedacht sei. Das verneinte Bauamts-Chef Konrad Kremser: „Das Rösnergelände wird auch künftig lediglich über die Rösnerstraße angefahren.“

Grünes Licht für Konzeptionen

Auch ein möglicher Ringschluss von der Marienburgerstraße über das BWB-Areal zur Heufeldmühle sei nicht vorgesehen: „Der Gemeinderat hat sich gegen einen Schleichweg von der Sudentenstraße in Richtung Heufeldmühle ausgesprochen“, erinnerte Kremser.

Das Plenum brachte die Planungen für den Bebauungsplanes Nummer 80 „Ehemalige Wolldeckenfabrik“ mit einem 22:1-Entscheid auf den weiteren Verfahrensweg. Dazu gehören neben dem „Wohnen am Triftbach“ auch der „Entwicklungsbaustein Alte Wolldeckenfabrik“ (Zentralbereich um den Lidl-Markt) und die Straßenerschließung über einen neuen Kreisverkehr.

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