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Notruf sorgte anfangs für „Unklarheiten“

„Vollbrand“ in Tuntenhausen: Was mit Gasflaschen und dem angrenzenden Wohnhaus passiert ist

Am Mittwochmorgen stand ein landwirtschaftlicher Stadel in Tuntenhausen in Flammen.
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Am Mittwochmorgen stand ein landwirtschaftlicher Stadel mit mehreren Fahrzeugen in Tuntenhausen in Flammen.
  • Nicolas Bettinger
    VonNicolas Bettinger
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Ein großes Aufgebot an Rettungskräften eilte am frühen Mittwochmorgen (25. Januar) in den Tuntenhausener Ortsteil Dettendorf. Doch was ist von dem Vollbrand einer Maschinenhalle inzwischen bekannt? Ob das naheliegende Wohnhaus betroffen war und warum der Hilferuf für Verwirrung sorgte.

Tuntenhausen – Die Meldung verbreitete sich rasch. Am frühen Mittwochmorgen (25. Januar) brach in einer Maschinenhalle eines landwirtschaftlichen Anwesens im Tuntenhausener Ortsteil Dettendorf ein Feuer aus. Wie bereits berichtet, befanden sich darin mehrere Fahrzeuge, die, wie die Halle selbst, den Flammen zum Opfer fielen. Entstandener Sachschaden: mehrere Hunderttausend Euro. Am Mittag sprach das Polizeipräsidium Oberbayern Süd von einer „noch unbekannten Ursache“. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergaben sich für die Ermittler bis dahin nicht. Am frühen Mittwochabend tauchten nun neue Einzelheiten auf.

Wie Richard Schrank, Kreisbrandrat des Landkreises Rosenheim auf OVB-Nachfrage mitteilte, ging um 6.08 Uhr der Alarm ein, wonach angeblich ein Gebäude „ausgedehnt in Brand“ stehe. Doch der Notruf selbst sorgte zu Beginn für „eine kurze Unklarheit“, so Schrank. Grund dafür sei die Tatsache gewesen, dass der Hilferuf über die Leitstelle Erding einging. „Deshalb war anfangs nicht ganz gesichert, ob es ein Echtbrand ist“, erklärt der Kreisbrandrat.

Einsatzkräfte holen Gasflaschen aus dem Feuer

Der Anruf über eine fremde Leitstelle sei jedoch durch die geografischen Grenzbereiche zu erklären, was immer wieder vorkomme. Zahlreiche Feuerwehreinsatzkräfte fuhren die Einsatzstelle unmittelbar an und fanden die Halle in Vollbrand vor. Laut Schrank stand die Gerätehalle „in einer Ausdehnung von sieben mal 15 Metern“ in Flammen. Vier darin stehende Fahrzeuge des Typs „Unimog“ und die Halle hätten „komplett gebrannt“ und seien nicht zu retten gewesen, so Schrank.

„Das angrenzende Wohnhaus, etwa drei bis vier Meter entfernt, konnte geschützt werden“, so Schrank weiter. Während des Einsatzes konnten die Feuerwehren außerdem Gasflaschen aus der brennenden Halle entfernen, um einen noch größeren Schaden zu vermeiden.

Der Haupteinsatz sei gegen 7.30 Uhr beendet gewesen, danach folgten noch vereinzelte „Nachlöscharbeiten“ bis etwa zehn Uhr, so Schrank. Neben den Polizeibeamten und zehn Rettungskräften waren insgesamt etwa 80 Feuerwehrler am Einsatzort. Sie gehörten zu den Freiwilligen Feuerwehren Lampferding, Emmering und Ostermünchen. Auch die Feuerwehrler aus Rott am Inn sowie Kreisbrandrat Schrank selbst waren im Einsatz. Letzterer stellte klar, dass es sich trotz des erheblichen Sachschadens um „keinen außergewöhnlichen Einsatz“ gehandelt habe, da glücklicherweise keine Personen verletzt wurden.

Brandursache weiterhin unbekannt

Von einer „ordentlichen Größe“ des Feuers sprach Einsatzleiter Christoph Huber, Kommandant der Lampferdinger Feuerwehr. Diese war als erstes am Einsatzort. „Schon bei der Anfahrt haben wir große Rauchwolken gesehen“, berichtet Huber. Nachdem seine Einsatzkräfte die Lage erkundet hatten, wurde als erstes die sogenannte „Riegelstellung“ angewandt, mit der das angrenzende Wohnhaus geschützt wurde. Anschließend seien weitere Einsatzkräfte der anderen Feuerwehren hinzugekommen.

Zur Brandursache konnte der Einsatzleiter zu diesem Zeitpunkt keine Angaben machen. Beamte der Polizeiinspektion Bad Aibling sowie des Kriminaldauerdienstes der Kripo Rosenheim hatten die ersten polizeilichen Untersuchungen vor Ort übernommen. Die weiteren Ermittlungen werden derzeit vom zuständigen Fachkommissariat 1 der Kripo Rosenheim geführt. Die genaue Brandursache sei noch Gegenstand der kriminalpolizeilichen Untersuchungen, weshalb hierzu noch keine Aussagen getroffen werden können. Auch auf erneute OVB-Nachfrage am Mittwochabend konnte die Polizei noch keine neuen Erkenntnisse zur Brandursache bekanntgeben. Die Ermittlungen dauern noch an.

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