Vielseitige Verwendung von Hausmitteln

Zum Erfahrungsaustausch trafen sich Bad Feilnbacher Senioren:Diakon Friedrich Wiesinger (Bildmitte) moderiert das Gespräch über Hausmittel. Schlierbach

Bad Feilnbach – Mehrmals im Jahr lädt Diakon Friedrich Wiesinger Senioren der evangelischen Gemeinde, die Geburtstag hatten, zu einem gemeinsamen Geburtstagsfrühstück ein.

Diesmal fand es statt, als noch nicht bekannt war, dass Corona bald das öffentliche Leben lahmlegen würde. Und so folgten zahlreiche Senioren der Einladung und beschäftigten sich nach einem herzhaften Frühstück mit dem Thema dieses Zusammenkommens – mit Hausmitteln. Ein reger Erfahrungsaustausch rief diverse gesundheitliche Hilfsmittel ins Bewusstsein, etwa das Auflegen von Zwiebelscheiben oder Breitwegerichblättern bei Insektenstichen, Honigmilch und Wadenwickel bei fiebrigen Erkältungen, die Einnahme von gekochten Dinkelkörnern oder trockenem Brot bei Sodbrennen oder von geriebenem Muskatnuss bei Durchfall. Als Hilfsmittel im Haushalt wurden unter anderem Spiritus als Fensterputzhilfe, Essigessenz als Weichspüler in der Waschmaschine, Zahnpasta als Metallreiniger, Kartoffelschalen als Kalklöser genannt. Als Verzicht auf die chemische Keule wurde auch im Garten der Einsatz von Hausmitteln empfohlen. So ließen sich Brennnessel- oder Schachtelhalm-Absud gegen Blattläuse, Kaffeepulver gegen Ameisen, Knoblauch gegen Maulwurfsgrillen und Bierfallen gegen Schnecken einsetzen. Trotz eines großen Angebots an chemischen Mitteln aller Art sei auch eine zunehmende Rückbesinnung auf alte und bewährte Hausmittel zu beobachten. Allerdings weckte der Einsatz von Lebertran bei dem einen oder anderen unangenehme Erinnerungen an Kindheitstage. Die Besucher erlebten eine unterhaltsame Veranstaltung und erhielten hilfreiche Anregungen. sl

Kommentare