Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Gemeinderat

Viel Holz, viel Glas: So sieht das neue Rathaus von Bad Feilnbach aus

Letzter Baustein in der „Neuen Ortsmitte“ von Bad Feilnbach: So soll sich das neue Rathaus (links das bestehende) vom großen Platz aus präsentieren. Die Photovoltaik-Anlage haben die Planer in das Holzdach integiert. VISUALISIERUNG BOGEVISCHS BÜRO
+
Letzter Baustein in der „Neuen Ortsmitte“ von Bad Feilnbach: So soll sich das neue Rathaus (links das bestehende) vom großen Platz aus präsentieren. Die Photovoltaik-Anlage haben die Planer in das Holzdach integiert. VISUALISIERUNG BOGEVISCHS BÜRO
  • VonPeter Strim
    schließen

Mit Spannung waren die überarbeiteten Pläne für das neue Rathaus von Bad Feilnbach erwartet worden. Den Schleier lüfteten die Planer jetzt bei der Sondersitzung des Gemeinderates in der Schulturnhalle. Hier sind nun die Details.

Bad Feilnbach – Die weiteren Weichen für den Bau des neuen Rathauses stellte der Bad Feilnbacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung: Einstimmig befürwortete er die überarbeitete Planung des (laut vertiefter Kostenschätzung) 8,5 Millionen Euro schweren Projekts.

Die dreistündige Sitzung war aufgrund des erwarteten Interesses in die Turnhalle ausgelagert worden und hatte einzig den Rathausneubau zum Thema. Besonderheit: Auch die Rathaus-Mannschaft und Bürger konnten Fragen an Architekten, Planer und das Bauherrenteam der Gemeinde richten.

Aktuelles Gebäude weder zeitgemäß noch zumutbar

Vom notwendigen, aber auch herausfordernden Großprojekt der Gemeinde mit Lückenschluss am Rathausplatz von Bad Feilnbach würden in erster Linie die Mitarbeiter, aber auch die Bürger profitieren, erläuterte Bürgermeister Anton Wallner. Im aktuellen Verwaltungsgebäude seien die Arbeitsbedingungen weder zeitgemäß noch arbeitssicherheitstechnisch zumutbar. Aber auch für Bürger, vor allem jene die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, habe es so seine Tücken.

Ändern soll sich die Situation mit einem Neubau, über dessen aktuellen Planungsstand Professor Ritz Ritzer, Architekt und Stadtplaner von „Bogevischs Büro“, ausführlich berichtete. Im Mittelpunkt des Interesses, vor allem bei den Mitarbeitern, standen die künftigen Arbeitsplätze, die Gestaltung von öffentlichkeitswirksamen Räumen wie Foyer, Trauungszimmer oder Sitzungssaal, aber auch die Außenkonstruktion mit reichlich Holz sowie integrierter und farblich angepasster Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Holz, so Ritzer, spiele auch im Gebäudeinneren eine wichtige Rolle.

Über Details zu den Arbeitspaketen „Heizung, Klimatisierung, Lüftung und Sanitär“ sowie über das Gewerk Elektro referierten Peter Gerlach von der Planungsgesellschaft „Bauer – Schlosser – Wiesner“ und Hubert Kraus vom Büro Michael Huber GmbH.

Spannend wurde es, als Ritzer die „qualifizierte Kostenschätzung“ vorstellte. Mit Planungsstand erstes Quartal 2022 liege diese bei circa 8,5 Millionen Euro. Die Summe, so Ritzer, orientiere sich sehr nahe an der Realität. Über die Kostenentwicklung sei allerdings zum gegenwärtigen Zeitpunkt und angesichts der internationalen Entwicklung keine Aussage möglich.

Photovoltaik-Anlage in Dach integriert

Positiv aufgenommen wurde die Planung vor allem aus den Reihen der Mitarbeiter, deren Wunsch nach arbeiterfreundlichen Umgebung mit hellen Räumen in Erfüllung gehen soll. Als interessant würdigte Standesbeamtin Ramona Kirner den künftigen modernen Trauungsraum mit Vorplatz im Außenbereich. Als ebenso erfreulich wurde die barrierefreie Gestaltung gewürdigt. Allerdings gebe es auch Verbesserungsbedarf hinsichtlich von Lager- und Stellflächen. Die Gemeinderäte diskutierten über das Vordach, den Sichtschutz nach innen, die Gestaltung und Größe der integrierten PV-Anlage auf dem Dach sowie die Langlebigkeit und Instandhaltung des Holzdaches.

Der Anblick des Rathaus-Ensembles von der Kufsteiner Straße aus. VISUALISIERUNGEN BOGEVISCHS BÜRO

Zur Aussprache über die „vertiefte Kosteschätzung“. hatte Konrad Schwaiger (SPD) mit Fraktionskollegin Inge Gasteiger und der Fraktion der Grünen im Vorfeld einen Antrag bezüglich einer möglichen Deckelung an die Gemeinde gestellt. Dabei bekräftigte er die Notwendigkeit eines Neubaus, er wolle ebenso wie seine Mitantragsteller keineswegs das Projekt verhindern. Es gehe lediglich um die Kostenentwicklung und erfordere Disziplin im Haushaltsplan, um etwa die Erfüllung von Pflichtaufgaben nicht zu gefährden.

In Form eines Kompromisses wurde sein Beschlussvorschlag „Der Gemeinderat wird sich vor einer Ausschreibung (Leistungsphase 6) mit den Fragen der Finanzierung des Projekts sowie einer möglichen Deckelung der Kosten beschäftigen“ mit 17:0 Stimmen.

Entwurf soll jetzt umgesetzt werden

Ebenso einstimmig befürwortete der Rat den aktuellen Planungsstand, die Umsetzung des Vorentwurfs, die Fortsetzung und Beauftragung der Planungen an das Büro Bogevisch stufenweise in den Leistungsphasen 3-6. Außerdem die Beauftragung des Projektsteuerers Albert Dembinski zur Unterstützung der Verwaltung in den Bauherrenaufgaben sowie der Fachplaner in den Leistungsphasen 3-6. Einigkeit bestand darin, die Haushaltsmittel in den folgenden Jahren einzuplanen. Mit 15:2 Stimmen befürwortete der Rat, dass im weiteren Planungsprozess die Verwaltung beauftragt wird, 3D-Wiedergaben zur Visualisierung des Projekts in Auftrag zu geben.

Mehr zum Thema

Kommentare