Vagen: Nach preiswerten Angeboten wird Neuburgstraße in Sommerferien saniert

Für die Sanierung der Neuburgstraße wendet die Gemeinde Feldkirchen-Westerham rund 300000 Euro auf.
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Für die Sanierung der Neuburgstraße wendet die Gemeinde Feldkirchen-Westerham rund 300000 Euro auf.

Eigentlich hatte die Gemeinde Feldkirchen-Westerham mit Kosten von 591000 Euro für die Sanierung der Neuburgstraße in Vagen gerechnet. Wieso alle acht Bieter die Schätzung der Planer unterboten, und wer schließlich den Zuschlag erhielt, lesen Sie hier.

Von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham – Mit der Vergabe der Sanierungsarbeiten an der Neuburgstraße in Vagen brauchte sich der Bauausschuss der Gemeinde Feldkirchen-Westerham nicht lange aufzuhalten. Das Ergebnis der beschränkten Ausschreibung war so überraschend positiv und eindeutig, dass es gar keine andere Entscheidung geben konnte: Die mit Kosten in Höhe von 591 000 Euro veranschlagte Instandsetzung konnte um fast 200 000 Euro günstiger vergeben werden.

Acht Bewerber aus Bayern und Österreich

Der Reihe nach: Die erste Überraschung für die Bauverwaltung und den Bauausschuss war, dass sich von zwölf angeschriebenen Firmen acht um diesen Auftrag beworben haben. „Selbst Firmen aus Österreich waren dabei“, informierte Natascha Mencke von der Bauverwaltung. Alle acht Angebote wurden fristgerecht eingereicht, die genannten Summen verglichen und auch rechnerisch geprüft. Preisgünstigster Bieter mit war die Firma Swietelsky aus Traunstein mit 291 595 Euro, der den Zuschlag für den Auftrag erhielt.

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Der teuerste Bewerber hätte 454 974 Euro für den Auftrag in Rechnung gestellt. Alle acht Bewerber unterboten die für die Sanierung einschließlich der Planung und aller Nebenkosten vom Ingenieurbüro Weisser aus Bad Aibling mit 591 000 Euro veranschlagten Kosten.

Dennis Weisser bezeichnete die große Abweichung zwischen Kostenschätzung und Auftragsvergabe auf telefonische Anfrage hin als eine für die Gemeinde positive Ausnahme. Weisser betonte, dass zum niedrigsten Angebot von 291 595 Euro zwar noch etwa 30 000 Euro an Neben- und Planungskosten dazukommen würden, dieses Angebot aber ungewöhnlich und äußerst günstig sei.

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„Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass der Wettbewerb im Baugewerbe stärker wird und deshalb die Preise fallen könnten“, vermutet der Planer. „Ich habe aber in jüngster Zeit mit steigenden Preisen eigentlich genau die gegenteilige Erfahrung gemacht“, berichtet er. Die Sanierung soll laut Weisser in den Sommerferien durchgezogen werden. Mit einer achtwöchigen Vollsperrung der Neuburgstraße muss gerechnet werden.

Straßenverlauf wird nicht verändert

Saniert wird der Bereich zwischen dem südlichen Ortsausgang bis zur Gemeindegrenze Irschenberg. Erforderlich wird die Maßnahme aufgrund der nicht mehr gegebenen Griffigkeit des Belags. Speziell der Schwerlastverkehr hat deshalb große Schwierigkeiten beim Anfahren am Berg, der stellenweise eine 13-prozentige Steigung hat.

Von Vorteil ist, dass wegen der Deckensanierung der Straßenverlauf nicht geändert werden muss und damit keine zusätzliche Grundstücksfläche erforderlich ist. Das Oberflächenwasser wird in das bestehende System eingeleitet. Dieses ist in einem einwandfreien Zustand.

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