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Reisen in die Region

Vom platten Land nach Bad Feilnbach: Ehepaar macht seit 45 Jahren Urlaub in der Gemeinde

Glücklich mit dem Ort verbunden: Seit 45 Jahren kommen Antonia und Heinz Lipinski regelmäßig nach Bad Feilnbach, um dort ihren Urlaub zu verbringen.
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Glücklich mit dem Ort verbunden: Seit 45 Jahren kommen Antonia und Heinz Lipinski regelmäßig nach Bad Feilnbach, um dort ihren Urlaub zu verbringen.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Egal ob zum Wandern, Baden oder sogar zur silbernen Hochzeit. Das Ehepaar Lipinski aus Hannover kommt seit 45 Jahren ohne Unterbrechung für seinen Urlaub nach Bad Feilnbach. Bei ihrem aktuellen Besuch erwartet die ganze Familie dafür eine besondere Überraschung.

Bad Feilnbach – Es war die Schwester von Antonia Lipinski, die ihr 1976 die Region Bad Feilnbach als Ferienregion empfahl und damals noch nicht ahnte, was sie mit ihrem Urlaubstipp auslösen würde. Denn die naturbegeisterte Hannoveranerin nahm die Empfehlung dankend an und packte vor rund 45 Jahren zusammen mit Ehemann Heinz ihre Koffer, um mit dem Zug in den Kurort zu fahren.

Seitdem kommt das Ehepaar jedes Jahr in die Gemeinde und kennt sich mittlerweile besser aus als mancher Einheimischer. Für die jahrelange Treue wurden die beiden Urlauber nun von Tourismuschefin Cornelia Weber und Bad Feilnbachs zweiten Bürgermeister Josef Rauscher zum Essen eingeladen.

Trafen sich im Gasthaus Pfeiffenthaler zu Ehren der Jubilare (von links): Enkelin Annelie, Heinz und Antonia Lipinski, Gastgeberin Anna Grasl, Enkel Luis, Tochter Tanja mit Ehemann Klaus Riechert, Tourismusleiterin Cornelia Weber und der zweite Bürgermeister Josef Rauscher.

Gemeinde im stetigen Wandel

„Bad Feilnbach sah früher noch vollkommen anders aus“, erinnert sich Antonia Lipinski. Auf seiner ersten Urlaubsreise wohnte das Paar auf dem alten Bauernhof der mittlerweile verstorbenen Gastgeber Maria und Sepp Maier und begann von dort aus, die Gemeinde zu erkunden. Durch bis dahin unbekannte Erlebnisse wie dem ehemaligen Naturschwimmbad, das in den 80er-Jahren noch mit dem Wasser des Osterbaches aufgefüllt wurde, bis hin zu diversen Heimatabenden und Kulturangeboten entstand bei den Lipinskis eine besondere „Bad Feilnbacher Verbindung“.

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„Zu der Zeit hatten wir das Flair eines Kurorts inklusive Moorheilbad und vielen Abendveranstaltungen. Da war immer was los“, erzählt Cornelia Weber, die Leiterin der Kur- und Gästeinformation. Mit den Jahren sei es jedoch etwas ruhiger geworden, was dem Ehepaar aus Hannover jedoch nie etwas ausmachte. Denn zu entdecken gebe es sowieso mehr als genug. „Wir kommen jedes Jahr gerne hierher und erkunden alles, von Feilnbach über Rosenheim bis an den Chiemsee“, berichtet Heinz Lipinski.

Heuberg, Hocheck, Hohe Asten und mehr

In den vergangen 45 Jahren haben sich dadurch einige persönliche Lieblingsplätze herauskristallisiert. „Wir gehen traditionell immer als erstes auf das Hocheck“, erzählt die 74-Jährige. Aber auch der Sulzberg, der Heuberg oder die Hohe Asten standen schon oft auf dem Programm des wanderfreudigen Paares. Auch wenn die Wege nun etwas kürzer und die Pausen dafür länger werden, habe man immer noch Spaß, sich in der längst bekannten Umgebung zu bewegen.

Die Begeisterung für die Region teilen die Hannoveraner mittlerweile mit der gesamten Familie. Spätestens seit der in Bad Feilnbach gefeierten Silberhochzeit kamen auch die Kinder und Enkelkinder mit der Gemeinde in Berührung. „Unsere Tochter Tanja ist auch schon seit gut 40 Jahren mit dabei“, meint Antonia Lipinksi. Sie sieht daher gute Chancen, dass sie die Urlaubstradition irgendwann an ihrer Stelle weiterführen wird.

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Den zweiten Bürgermeister von Bad Feilnbach, Josef Rauscher, freut die selten gewordene Einstellung. „Es ist immer ein Highlight, wenn wir Urlauber über so eine lange Zeit bei uns begrüßen dürfen“, schwärmt er. Für die besondere Treue lud die Gemeinde das Ehepaar inklusive Tochter und Enkel zu einem Abendessen im Gasthaus Pfeiffenthaler ein. Außerdem werden sieben Tage lang die Kosten für die Unterkunft bei Gastgeberin Anna Grasl vom Bichlweberhof übernommen. Einen Blumenstrauß und eine Ausgabe der Bad Feilnbacher Chronik gab es obendrauf. „Eine Ehrung über 45 Jahre hatten wir schon lange nicht mehr und ist bisher mit die längste Zeit, die wir hier erlebt haben“, bilanziert Weber.

Weitere Reisen sind nicht ausgeschlossen

Wenn es nach den Norddeutschen geht, soll der aktuelle Sommerurlaub allerdings noch nicht der letzte in der Region gewesen sein. „50 Jahre werden zwar sportlich“, meint der 80-Jährige. Solange man sich aber noch gut bewegen kann, werde man immer wieder gerne zum Urlaub nach Bad Feilnbach reisen.

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