Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


LESERFORUM

„Unterstellungen seitens der Grünen sind starker Tobak“

Zum Bericht „Diffamierende Aussagen widerrufen“ im Lokalteil:

Eine halbe Zeitungsseite zu einem Pipifax-Zwist zwischen Herrn Braun vom Librano und der Grünen-Vorsitzenden von Bad Aibling – ein Lehrbeispiel von moralisierender Schwarz-Weiß- Verdrehung.

Weil Herr Braun an der Eingangstüre von seiner Buchhandlung eine Erklärung der WHO über den Vergleich von Corona zu einer mittleren Grippewelle nutzte, um zum Nachdenken anzuregen, hat „seine“ Parteivorsitzende ihn verbal angegriffen und ihm bezeugt, dass man bei ihm nicht mehr einkaufen sollte. In der Hitze des Gespräches sind anscheinend einige unschöne Worte auf beiden Seiten gefallen.

Bei dem „Aufruf, bei ihm nicht mehr einkaufen zu sollen“, fühlte er sich an den historischen Aufruf aus der Nazi-Zeit erinnert: „Kauft nicht bei Juden“. Nun, mit seinem Vergleich hat er ja dargelegt, dass er diese Zeit als eine schlimme Zeit empfindet und sich so was nie wiederholen sollte! Dieser Vergleich war auch nicht Grund des Prozesses in Traunstein.

Die Anordnung des Gerichts hat überhaupt nichts mit dem Vergleich aus der Nazizeit zu tun, trotzdem wird er nun medienwirksam in die rechte Ecke gestellt. Herr Braun bestreitet auch, die ihm untersagten Aussagen je gemacht zu haben. Andererseits hat der Aufruf zum Boykott schon gefruchtet, denn es gab ja Nachahmer, siehe Leserbrief von Herr Embacher vom 19. Oktober 2020.

Herr Braun (einem Grünen!!) nun in die Nähe von Nazis und ihrem Gedankengut zu stellen sowie zu unterstellen, er verharmlose in unerträglicher Geschichtsvergessenheit den Holocaust, das ist dann aber schon starker Tobak. Es zeigt einmal mehr, wie die Grünen Andersdenkende zu diffamieren versuchen.

Herr Braun, es ist immer die gleiche Methode. Fragen Sie mal Herrn Palmer, den OB von Tübingen, oder Frau Holzeisen, die Rechtsanwältin aus Bozen, weil sie die Impfung hinterfragt, oder … Willkommen im Club!

Joachim Balik

Bad Aibling

*

Ich kenne Herrn Braun seit vielen Jahren. Er ist mir als ausgesprochener Fachmann, nicht nur auf dem Gebiet der Literatur bekannt. Zudem war ich Gast bei einigen kurzweiligen Veranstaltungen in seinem Buchladen. Ja, zugegeben, Herrn Braun kann man eine gewisse Emotionalität nicht absprechen.

Jedoch, bei Unterhaltungen mit der Grünen-Fraktion, da kann einem schnell der Kamm schwellen, da es ja nur eine rigoros vertretene Meinung gibt, nämlich „meine Meinung“, die starr und humorlos vorgetragen wird. Was zur Folge hat, dass jegliche Diskussionskultur stirbt.

Herrn Braun in die rechte Ecke stellen zu wollen, ist impertinent und grenzt an Niedertracht, da man kaum mehr aus dieser Schublade herauskommt. Er hat ganz sicher nichts aus der unseligen Vergangenheit verharmlosen wollen. Seine Meinung zu den Corona-Einschränkungen ist legitim und entspricht unserem demokratischen Verständnis.

Bei der Lektüre besagten Artikels lese ich, dass Frau Koppenleitner sich vorbehält, eine Geldentschädigung einzuklagen. Und hier bin ich empört, obwohl ich weiß, dass dies eine Paradedisziplin der Grünen ist und nur sie den Anspruch auf Empörung haben. Bitte, wo ist Frau Koppenleitner ein Schaden entstanden?

Leider wird die Entscheidung darüber am Landgericht Traunstein gesprochen, und da weiß niemand, wie entschieden wird. Hiermit finde ich die Überleitung zu einem Oberstaatsanwalt an selbigem Gericht, der auf einen bloßen Verdacht hin die Polizei um 6.15 Uhr los jagt, die Burg mit der Ramme stürmen lässt und eine Hausdurchsuchung veranlasst.

Da es mich in meinem Alter wohl nicht mehr berühren wird, möchte ich der nachfolgenden Generation den Rat geben, achtsam auf die Bürgerrechte und die Demokratie zu sein und selbst damit äußerst sorgsam umzugehen.

Götz von Dwingelo-Lütten

Bad Aibling

Kommentare