Andacht unter freiem Himmel

Unter einem guten Stern: Nähe trotz Distanz im Caritas Kinderdorf Irschenberg

Mit viel Abstand wurde im Caritas Kinderdorf Irschenberg eine Adventsandacht gefeiert, damit die Kinder und Jugendlichen in den Kinderdorffamilien auch in dieser schwierigen Zeit Gemeinschaft spüren.
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Mit viel Abstand wurde im Caritas Kinderdorf Irschenberg eine Adventsandacht gefeiert, damit die Kinder und Jugendlichen in den Kinderdorffamilien auch in dieser schwierigen Zeit Gemeinschaft spüren.

Gesegnete Sterne mit guten Wünschen für die anderen übergaben sich die Caritas Kinderdorfgruppen in Irschenberg bei einer adventlichen Andacht mit Abstand und unter freiem Himmel.

Irschenberg – Um den Kindern und Jugendlichen eine Adventszeit zu ermöglichen, die zumindest etwas Normalität bietet, gibt es an jedem Sonntag einen kleinen Impuls vom Kinderdorfteam in Irschenberg. Da die sonst üblichen gemeinschaftlichen Adventstreffen am Maibaumplatz nicht möglich sind, steht dann eine Adventstüte mit Leckereien, einem Gedicht oder einer Geschichte vor der Haustüre einer jeden Kinderdorffamilie.

Besondere Ideen in Zeiten ohne Kontakte

Jedes Doppelhaus zählt seit der Corona-Pandemie als ein Hausstand, und die Kinderdorfhäuser dürfen sich untereinander nicht treffen. Da die Mädchen und Buben auch an Heiligabend nicht die Kindermette besuchen können, organisierte eine Gruppe aus dem Kinderdorf mit Andreas Maier, dem neuen Diakon im Pfarrverband Irschenberg, einen Gottesdienst auf dem Freigelände rund um den Sportplatz. Dafür wurde mit der Dorfleitung ein Abstands- und Hygienekonzept erarbeitet, das auch die neuen Regelungen der bayerischen Staatsregierung berücksichtigte.

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So wurde beispielsweise sichergestellt, dass zwischen den Hausständen während der Andacht jeweils mindesten zehn Meter Abstand eingehalten wird, und dass es auf dem Hin- und Rückweg zu keinen Begegnungen zwischen den Hausständen kommt. Als Vorbereitung auf die Feier, die unter dem Motto „Unter einem guten Stern“ stand, hatten die Kinderdorffamilien in Liedblatt bekommen und die Anleitung, einen Stern von Betlehem zu basteln. Neben dem Einüben der Lieder wurde jedes Kinderdorfhaus gebeten, einen Kometen aus Papier vorzubereiten und zur Andacht mitzubringen.

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Auf dem großen Stern sollten alle Bewohner der Wohngruppen gute Wünschen für die Advents- und Weihnachtszeit schreiben und diese möglichst bunt und vielfältig gestalten. Während des Gottesdienstes musste dann auf das Singen verzichtet werden, dafür sorgten Mitarbeitende für den musikalischen Rahmen. Die Sterne wurden eingesammelt und gesegnet und jedes Haus erhielt am Ende einen anderen Stern voller Zuversicht. So wurden auch in Zeiten mit eingeschränktem Kontakt gute Wünsche direkt von Mensch zu Mensch getragen.

Gemeinschaft gehört zur Pädagogik

Die Dorfgemeinschaft ist ein wesentlicher Teil der Kinderdorfpädagogik. In Zeiten sozialer Distanz können die Kinderdorffamilien diese kaum erleben. Daher war es den Verantwortlichen wichtig, mit Kreativität die Gemeinschaft spürbar zu machen. Mit der Adventsandacht gelang es ihnen, ein Zeichen der Verbundenheit im Kinderdorf zu setzen. Nun können die Bewohner gestärkt in die nächsten Wochen des Lockdowns gehen.

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