Und es geht doch: Neue Dult hat in Bad Feilnbach Premiere

Die Mitteroim Musi als kulturelle Bereicherung auf dem Markt für Handwerk und Kunst.  Strim
+
Die Mitteroim Musi als kulturelle Bereicherung auf dem Markt für Handwerk und Kunst. Strim

Bad Feilnbach ist mit seiner besonderen Dult unter dem Motto „Koa Glump und koa Graffe“ in Sachen Markttage um eine Attraktion reicher. Fazit am Ende eines erfolgreichen Premiere waren zufriedene Gesichter bei 25 Ausstellern und zahlreichen Besuchern, die bei strahlender Spätsommersonne über den Bad Feilnbacher Rathausplatz flanierten.

Von Peter Strim

Bad Feilnbach – Berechtigte Freude bei Ute Preibisch, Leiterin der Kur- und Gästeinformation Bad Feilnbach, und Agnes Pfeiffenthaler: Sie hatten zusammen mit einigen Gleichgesinnten erneut das richtige Gespür dafür, auch in schwierigen Zeiten wie der gegenwärtigen Corona-Pandemie eine attraktive und zugleich sichere Veranstaltung zu organisieren.

Handwerk und Kunst präsentieren sich

Wie Agnes Pfeiffenthaler betonte, sei angesichts der herrlichen Kulisse die Rechnung aufgegangen, nach dem Erfolgsschlager „Regionalmarkt“ mit ausschließlich regionalen Erzeugnisse aus Landwirtschaft und Garten, nun auch dem Handwerk und der Kunst eine Chance zu geben, sich und ihre Erzeugnisse zu präsentieren.

Das Ergebnis war ein rundum gelungenes Marktflair – allerdings unter disziplinierter Einhaltung aller schützenden Corona-Spielregeln. Entsprechend prägten Mund-Nasen-Masken, Abstände sowie Hygienemaßnahmen das Bild auf dem Marktgelände. Lediglich den Männern der „Mitteroim Musi“ war es während ihrer stimmungs-vollen Beiträge gestattet, die Masken abzunehmen.

Das könnte Sie auch interessieren:Geologie zum Anfassen – Fünfter Themenweg rund um den Wendelstein eingeweiht

Für viele Fieranten war es nach der Verhängung der coronabedingten Ausgangssperre und Veranstaltungsverbote die erste Gelegenheit zum Feilbieten ihrer handwerklich und künstlerisch gefertigten Produkte fürs häusliche Umfeld oder für die Gesundheit. Dazu gehörte Kathinka Jünger (55) aus Winhöring, die seit dem ersten Weibamarkt vor dem Gasthaus Pfeiffenthaler als Ausstellerin das Bad Feilnbacher Marktleben schätzt.

Ebenso glücklich, endlich wieder den heimischen Markt mit ihren Produkten aus Zirbelholz zu bereichern, war Diana Audi-Kalinka (48) aus Au. Endlich mal wieder rauszukommen und viele nette Besucher zu beraten oder einfach nur mit ihnen zu ratschen, war auch für Katharina Heinzeller aus Forstinning ein „unbeschreiblich herrliches Gefühl“.

Lesen Sie auch:20 Jahre Starbulls – die Stürmer: Altmeister, Emporkömmlinge und eine Legende

Und auch jene kreativen Vertreter, die Artikel aus Filz und Stoffen, pfle-gende Cremes oder duftende Seifen aus eigener Herstellung, Malereien oder Fotokünste anboten, waren überaus zufrieden.

Märkte sind fürs Miteinander wichtig

„Die Menschen brauchen den Markt als Ort der Begegnung.“ Diese Ansicht vertrat Daniela Denk (47) aus Neubeuern, die mit ihrer Tochter Emilia (8) den ersten Handwerks- und Künstlermarkt seit Corona in guter Erinnerung behalten wird.

Als „gemütlich, schön, vielseitig und boarisch“ bezeichneten Michael Schwellenbach (43) aus Bad Feilnbach und Micha Sixt (42) aus Götting die neue Bad Feilnbacher Dult. Beide könnten sich auch einen kleinen und bescheidenen Christkindlmarkt mit einigen wenigen Ständen vorstellen und hoffen natürlich, dass der Verlauf der Corona-Pandemie zu Weihnachten wieder Märkte erlaubt.

Der erste Markt nach Ausbruch der Corona-Pandemie war für Kathinka Jünger ein unbeschreibliches Gefühl.
Strahlenden Gesichter auch bei Emilia und Daniela Denk und Zirbenzauberin Diana Audi-Kalinka (von links).

Kommentare