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Neue Möglichkeiten

Umzug in der RoMed-Klinik Bad Aibling in neue OP-Säle: Das ändert sich für die Patienten

Der leitende Oberarzt, Dr. Klaus Peter Gebert sitzt am neuen Arbeitsplatz während einer Schilddrüsen-OP.
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Der leitende Oberarzt, Dr. Klaus Peter Gebert sitzt am neuen Arbeitsplatz während einer Schilddrüsen-OP.

„Umzug mit oder ohne Beatmungsgerät“ - In der Bad Aiblinger Klinik wechseln zahlreiche Mitarbeiter nun ihren Arbeitsplatz. Was der „hochmoderne neue OP-Trakt“ bei RoMed kann und was die Patienten erwartet.

Bad Aibling – Wie funktioniert das eigentlich, wenn 100 Mitarbeiter auf einmal den Arbeitsplatz wechseln und welche Auswirkungen hat das auf die Patienten? Eine Frage, auf die man sich in der RoMed-Klinik Bad Aibling seit Langem vorbereitet hat. Nun war es kürzlich soweit, die neue Intensivstation und die neuen Operationssäle sind fertig und konnten bezogen werden.

„Hochmoderner neuer OP-Trakt“

Laut, konzentriert, aber nicht hektisch. In etwa so lässt sich die Situation auf dem Flur im neuen OP-Bereich beschreiben. Von irgendwo her piepst es, eine Krankenschwester huscht vorbei, ein Patientenbett rollt über den Gang, vorbei an hochmodernen Geräten und zahlreichen Pflegekräften. Eine Schiebetür geht auf und Dr. Klaus Peter Gebert, ausgestattet mit Kopfhaube, Mundschutz und grünem Kasack, tritt heraus. „Ich komme gerade von einer größeren Schilddrüsen-Op“, sagt der leitende Oberarzt der Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin in Bad Aibling. Er ist froh, dass man an hiesigem Standort nun einen „hochmodernen OP-Trakt“ zu bieten habe. Insgesamt entstanden in den vergangenen Baujahren drei neue Operationssäle und eine neue Intensivstation für insgesamt 35 Millionen Euro, von denen ein Großteil staatlich gefördert wurde.

Die kaufmännische Leiterin Dr. Martina Bielawski steht mit Haqif Gashi, Bereichsleiter Anästhesie und Intensivstation, in der neuen Intensivstation.

„Es ist im Prinzip alles neu“, sagt Gebert. Neue Monitore, neue Beatmungsgeräte, neue Räume, mehr Platz. Und das Wichtigste: „Es funktioniert“, sagt der Oberarzt erleichtert. Gerade nach den kräftezehrenden Corona-Jahren sei ein Neuanfang mit schönen neuen Räumlichkeiten durchaus motivierend. „Ich will dem ganzen Team danken, alle haben wirklich super mitgemacht“, sagt Gebert. Rund 20 geplante Operationen, etwa im Bereich Unfallchirurgie, „HNO“ Hals, Nasen, Ohren) oder Adipositas, werden hier am Tag durchgeführt. Dabei ist die Fläche des Neubaus, im Vergleich zu den alten Räumlichkeiten, um rund ein Drittel gewachsen.

Wo finde ich sterile Handschuhe?

Dass ein solcher Umzug eine organisatorische Herausforderung darstellt, weiß deshalb auch Haqif Gashi, Bereichsleiter Anästhesie und Intensivstation in der Romed-Klinik Bad Aibling. „Es muss natürlich laufen, alles muss abgestimmt sein“, sagt Gashi. Natürlich müssten sich die Mitarbeiter zunächst an die neuen Räume gewöhnen. Wo sind die Kanülen, wo finde ich sterile Handschuhe, wo liegen die Magensonden? Um die Umstellung zu erleichtern, sind alle Schränke und Fächer akribisch genau beschriftet, erklärt Gashi.

Für die Patienten ändere sich per se nichts. „Wir ziehen mit einem nach dem anderen Patienten in Ruhe um, egal ob dieser beatmet ist oder nicht“, so Gashi. Das Personal sei vorbereitet, Patienten könnten ebenfalls von den neuen Räumen profitieren. So habe man auf der Intensivstation beispielsweise eigenhändig ausgewählte Bergbilder an den Wänden angebracht.

Seit den 90ern baulich nichts passiert

Im Vergleich zu den vorherigen, veralteten OPs, in denen baulich seit den 90er Jahren nichts mehr passiert sei, weisen die neuen Räume modernste Infrastruktur auf. „Eine Besonderheit dabei ist etwa die neue Medientechnik, die es erlaubt den Eingriff auf verschiedenen Monitoren und in verschiedenen Dimensionen zu sehen“, sagt Dr. Martina Bielawski, kaufmännische Leiterin der Bad Aiblinger Klinik. Dies ermöglicht beispielsweise eine stark vergrößerte Ansicht des Bauchraums bei laparoskopischen Eingriffen.

Kurz vor dem Umzug stehen die neuen Zimmer der Intensivstation für die Patienten der RoMed-Klinik Bad AIbling bereit.

Insgesamt umfassen die beiden Bauabschnitte, also neuer OP und neue Intensivstation, 5213 Quadratmeter. Der Trakt befindet sich, wie alle Funktionsabteilungen in der RoMed-KLinik Bad Aibling, im Erdgeschoss, direkt an der Harthauser Straße. „Ebenfalls neu ist die Steri-Abteilung“, sagt Bielawski. Denn in dieser Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte soll künftig nicht nur das eigene benutzte Material, etwa OP-Besteck, gereinigt, desinfiziert und steril aufbereitet werden. „Wir werden hier künftig auch das Material aus Wasserburg und Prien mitübernehmen“, so Bielawski.

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