LESERFORUM

Umsetzung sehr schwer

Leserbrief zu „Mathe in der Mensa“ im Lokalteil:

Carolina Trautner, bayerische Familienministerin, sagt: „Es ist uns natürlich bewusst, dass das im Kindergarten eine ganz besondere Situation ist: Weil die Kinder keinen Abstand halten können, weil die Erzieher sich nicht schützen können mit einer Mund-Nasen-Bedeckung. Und deshalb haben wir ja auch unterstützend Hygienekonzepte entwickelt, die wir den Kitas an die Hand geben.“

Also ab 1. Juli alle Kinder wieder regulär zu den vollen Buchungszeiten und alle auf einmal in die Kindertagesstätten? Zurück zum regulären Betrieb? Wir haben jetzt schon mit „nur“ 70 Prozent Belegung nicht die Möglichkeiten, die Hygienekonzepte komplett umzusetzen. Weder Räumlichkeiten noch Personal!

Bei uns arbeiten auch alle über 60-jährigen Erzieherinnen am Kind. Und ja – wir tun unser Bestes und sind kreativ im Versuch die Infektionsgesetze einzuhalten. Die Kinder brauchen Körperkontakt und bleiben nicht auf Abstand. Wir tragen nur in der Bring- und Abholsituation Masken. Im Regelbetrieb sind Infektionsketten definitiv nicht mehr nachvollziehbar.

Wir wünschen uns von der Politik für unsere Familien der Kindergartenkinder und deren Großeltern, den anderen Beschäftigten eines Kindergartens, wie Hausmeister, Putzfrauen, Köchinnen und so weiter – und dem pädagogischen Personal, dass die Elementarpädagogik (vorschulischer Bereich) genauso ernstgenommen wird wie der schulische Bereich.

Andrea Steiner

Pfarrkindergarten Vagen

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