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Umnutzung beantragt – Gemeinderat will endgültiges Aus für Schönauer Wirt verhindern

Bilder aus besseren Zeiten: Der Landgasthof Schönau wurde geschlossen, weil sich kein Betreiber findet. Die Gemeinderäte wollen aber nicht auf den Wirt verzichten.  Stache
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Bilder aus besseren Zeiten: Der Landgasthof Schönau wurde geschlossen, weil sich kein Betreiber findet. Die Gemeinderäte wollen aber nicht auf den Wirt verzichten. Stache

Die Schönauer Dorfwirtschaft ist schon seit zwei Jahren geschlossen. Und sie bleibt es auch zu, denn es findet sich einfach kein neuer Betreiber. Nun soll sie in eine Wohnbebauung umfunktioniert werden. Dafür gab es vom Gemeinderat kein grünes Licht, denn „die Wirtschaft gehört zum Ort“.

Tuntenhausen – Unscheinbar erschien der Tagesordnungspunkt 4 der jüngsten Gemeinderatssitzung: „Antrag auf Änderung im Bereich der Fl. Nr. 2076 Gemarkung Hohenthann“ hieß es schlicht.

Was sich dahinter verbarg, schockierte die Gemeinderäte. Schließlich handelte es sich um den Schönauer Landgasthof. Der Grundeigentümer beantragte eine Änderung des Bebauungsplanes, denn er möchte aus dem Gasthof ein Wohnhaus machen.

Dilemma: Es findet sich kein Betreiber

Bürgermeister Georg Weigl holte angesichts der Brisanz des Vorhabens weit aus: Im Bebauungsplan aus 1997 seien für dieses Flurstück ein Gasthaus mit Ladengeschäft, ein Biergarten und ein Nebengebäude festgesetzt.

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Im Jahr 2000 wurde der Bebauungsplan geändert: Im Bereich des Nebengebäudes wurde eine Baugrenze für ein Wohnhaus festgesetzt. „Für die städtebauliche Entwicklung Schönaus ist eine Wirtschaft nötig“, betonte Weigl und stellte klar, dass die Gemeinde die Planungshoheit habe. Man könne sich vorstellen, in einem neuen Gebäude zumindest im Erdgeschoss eine Wirtschaft zu haben.

Schönauer Wirtschaft unbedingt erhalten

Johannes Weigl (PF Schönau) möchte, dass mit allen Mitteln versucht wird, den Wirt zu erhalten.

Maria Breuer (UW Ostermünchen) sah das Ganze pragmatischer und meinte, man müsse sich damit abfinden, wenn sich kein Betreiber für die Wirtschaft finden lasse.

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Fritz Boschner (PF Schönau) brachte sein Bedauern kurz und knapp auf den Punkt: „Kein Wirt, kein Metzger, kein Kramer!“

Nach seinen Worten sollte zumindest die Gebäudestruktur erhalten werden. Eine gewisse Erweiterung könne man zulassen, meinte Johann Stürzer (CSU/FWG). „Aber der Charakter des Hauses muss bleiben“, so Franz Reil (CSU/FWG).

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Nach einer intensiven Diskussion wurde die Änderung des Bebauungsplanes einstimmig abgelehnt, denn „für die geordnete städtebauliche Entwicklung hält die Gemeinde den Bestand einer Gastwirtschaft an dieser Stelle im Ortsteil Schönau auch weiterhin für erforderlich.“

Man könnte sich jedoch vorstellen, dass eine Mischnutzung von Wohnen und Gastronomie möglich wäre.

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