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Projekt bietet Hilfe für Flüchtlinge

Ukrainische Jugendliche gehen in Willkommensklasse der Bruckmühler Realschule

„Asylhilfe_Realschule_1“: Die ukrainischen Schüler lernen mehrere Stunden pro Tag deutsch und gehen anschließend in die altersgerechten Klassen. An der Tafel: Lehrerin Isabella Gall.
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„Asylhilfe_Realschule_1“: Die ukrainischen Schüler lernen mehrere Stunden pro Tag deutsch und gehen anschließend in die altersgerechten Klassen. An der Tafel: Lehrerin Isabella Gall.

Das Projekt Willkommensklasse der staatlichen Realschule Bruckmühl gibt den Flüchtlingen aus der Ukraine Deutschunterricht.

Bruckmühl – Drei Monate nach der Flucht ist die Sehnsucht nach der Heimat groß. Das ist bei den Kindern in der Willkommensklasse an der Realschule in Bruckmühl deutlich zu spüren.

Das „Projekt“ entstand unter der Leitung von Schulleiterin Andrea Ranner auf Anordnung des Schulamts eine Woche vor Ostern, da immer mehr geflüchtete Familien in Bruckmühl leben. Drei Lehrkräfte sind wesentlich am schulischen Alltag der circa zwölf Kinder zwischen elf und 16 Jahren beteiligt: die Jugend- und Sozialarbeiterin Carina Appel, die Lehrerinnen Isabella Gall und Angela Cyrulik. Sie übernehmen den Deutschunterricht am Vormittag, bevor die Kinder in die einzelnen Klassen gehen.

Eine eigene Wohnung und Arbeit

In ihrem „alten“ Leben in Nikolaev/Mykolajiw ging die 13-jährige Lusia in die siebte Klasse und in ihrer Freizeit schwimmen. Die russischen Angriffe setzten dem ein Ende. Mit ihrer Mutter lebt sie nun in Bruckmühl. Hier möchten sie auch gerne bleiben. Ihre Sachen und ihre Katzen möchten sie nachholen.

Der 16-jährige Yaroslav besuchte die zehnte Klasse in Charkiw. Die zweitgrößte Stadt der Ukraine erlangte traurige Berühmtheit durch die Kämpfe im aktuellen Krieg. Für Yaroslav und seine Familie blieb nur die Flucht. Im Gepäck waren neben Katzen und Hund auch der E-Scooter von Yaroslav – das ist sein Hobby. In Bruckmühl bewohnen sie zu dritt zwei Räume plus Küche. Ihre größten Wünsche sind eine eigene Wohnung und ein Job für Yaroslavs Mutter. Für ihn ist die Schule ein Anker, um hier anzukommen.

Hoffnung auf Zukunft in Ukraine

Die 15-jährige Katja und die zwölfjährige Mascha kommen ebenfalls aus Charkiw. Dort waren sie bereits beste Freundinnen. Der Krieg führte beide Familien nach Bruckmühl. Sie leben zusammen in einer Wohnung. Auch wenn ihnen der Schulunterricht gut gefällt, versuchen sie, eine Zukunft in der Ukraine nicht aus dem Blick zu verlieren. Aus diesem Grund besuchen beide parallel noch einen Online-Unterricht von daheim. In der Freizeit gehen sie den gewohnten Hobbies. Mascha malt gern. Katja liebt Musik und Gesang.

Weitere Artikel und Nachrichten aus Bad Aibling, Bad Feilnbach, Bruckmühl, Feldkirchen-Westerham und Tuntenhausen finden Sie hier.

Das Projekt Willkommensklasse endet am Freitag, 29. Juli. Danach beginnt der Schulalltag für die Jugendlichen, denn auch für sie besteht in Deutschland die reguläre Schulpflicht. Wichtiger ist die menschliche Integration – das bedeutet, die Freundschaften, die entstanden sind und die den Kindern Hoffnung auf eine neue Heimat geben.

re/MG

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