Bauausschuss Feldkirchen-Westerham

„Überzogen und zu aufwendig“

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Kann auf einem 6500 Quadratmeter großen Grundstück ein Doppelhaus mit Garagen so ohne Weiteres gebaut werden? Grundsätzlich ja, wenn es nach dem Feldkirchen-Westerhamer Bauausschuss geht. Probleme sieht die Bauverwaltung. Ihr zufolge kann diese große Fläche nur dann bebaut werden, wenn vorher ein Bebauungsplan aufgestellt wird.

Feldkirchen-Westerham – „Auf Nachfrage im Landratsamt Rosenheim sagten die Sachbearbeiter, dass daran kein Weg vorbeiführe“, so Bauamtsleiter Hermann Weber. Dieses besagte Grundstück liegt westlich des Bebauungsplanes „Am Gries“ in Feldolling und ist im Flächennutzungsplan als Fläche für die Landwirtschaftausgewiesen. Den Antrag auf Vorbescheid reichten zwei Brüder aus Feldolling ein.

Im Bauausschuss wurde von mehreren Gremiumsmitgliedern nach einem gangbaren Weg gesucht. Bürgermeister Bernhard Schweiger glaubt, dass die schwierige Situation nachhaltig nur mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes gelöst werden könne. Dieser Ansicht waren auch Christiane Noisternig (CSU) und Elisabeth Spielmann (Grüne). Eine weiterreichende und künftig dann auch belastbare Vorgehensweise wurde von Klaus Samstl (Pro Bürger) und Georg Schnitzenbaumer (FW Gesamtgemeinde) als „überzogen und zu aufwendig“ abgelehnt. Samstl begründete seinen Vorschlag, einer Ausnahme zustimmen, mit mehreren Argumenten. „Das Grundstück gehört der Familie der Antragsteller, das heißt, dass keine weiteren Bauwünsche zu erwarten sind. Mit einem Bebauungsplan würde das Gegenteil erreicht.“

Diesem Vorschlag wollte sich nur Schnitzenbaumer anschließen. Eine Mehrheit votierte für den von Noisternig empfohlenen weiteren Weg: Ein gemeinsames Gespräch der Bauverwaltung und der Antragsteller mit dem Rosenheimer Landratsamt. me

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