Überwältigende Solidarität in Bad Feilnbach

Bürgermeister Anton Wallner führt sein Amt gerade aus dem Homeoffice und sagt: „In unserer Gemeinde lebt das bürgerliche Miteinander.“ RE

Bad Feilnbach – „Ich spüre eine wahrhaft solidarische Gemeinschaft in Bad Feilnbach“, sagt Anton Wallner.

Der Bürgermeister ist seit neun Tagen im Homeoffice. Von hier aus steht er in ständigem Kontakt mit der Verwaltung und allen Akteuren und weiß: „In diesen Tagen tut sich unendlich viel in unserer Gemeinde.“ Der Hilfs- und Einkaufsdienst für Senioren und alle, die zu einer Risikogruppe gehören und Hilfe im Alltag benö tigen, ist gut angelaufen. Etwa 30 Senioren nutzen diesen bereits. „Ich bin dankbar dafür, dass die Menschen jetzt die Brisanz der Situation erkannt haben und sich nicht in Gefahr begeben“, so Wallner. Um allen zu helfen, haben sich zahlreiche Freiwillige gemeldet: „Ein tolles Zeichen des bürgerlichen Miteinanders.“ Wer Hilfe benötigt, kann sich an Veronika Gasteiger unter Telefon 0 80 66/8 87 25 wenden. Zudem bieten einige Lokale einen Liefer- und Abhol service für Essen an.

Statt Gesponnenesjetzt Atemmasken

Eine Übersicht dazu findet sich auf der Homepage www.bad-feilnbach.de oder kann telefonisch unter der Nummer 0 80 66/8 87 11 erfragt werden. „Gerade in dieser Zeit bitte ich darum, täglich auf die Homepage unserer Gemeinde zu schauen. Hier finden unsere Bürger alle aktuellen Informa tionen.“

Wallner ist überwältigt von der Solidarität in der Gemeinde. „Die Schafwoll-Spinnerei Höfer hat ihre Produktion umgestellt und fertigt jetzt Atemschutzmasken an“, berichtet er. Die Versorgung von etwa 100 Senioren über die Nachbarschaftshilfe und die ambulanten Pflegedienste sei gewährleistet. Und auch wenn das Rathaus geschlossen ist und auf „Notbetrieb“ fährt: Die Mitarbeiter sind weiter unter ihren Telefonnummern erreichbar. Vorbereitende Maßnahmen für die Arbeit im Homeoffice wurden getroffen. „Alle Rechnungen werden bezahlt“, betont Wallner. Die Trinkwasserversorgung sei sichergestellt, ebenso die Arbeit des Klärwerkes. Mit dem Verpacken und Versenden von 6600 Briefwahl-Unterlagen wurden die Weichen für die Briefwahl gestellt. Zudem wurde der Wertstoffhof mit verlängerten Öffnungszeiten neu organisiert. Er hat montags bis freitags von 7.30 bis 16 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

„Abgefertigt werden immer nur fünf Fahrzeuge unter Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen. Das hat sich bewährt“, so Wallner.

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