Ferienprogramm Bad Feilnbach: Mammuttour für Bergsteiger-Nachwuchs

über Steige und Gipfel zum See

Die Feilnbacher Ferienkinder bei einer kleinen Rast. Im Hintergrund der gerade überstiegene Gipfel des Mitterhorns (2491 Höhenmeter). Foto menhofer

Bad Feilnbach - Nichts für Gehfaule war die von Peter Menhofer angebotene Bergtour im Bad Feilnbacher Ferienprogramm. Schon in der Nacht begann die Fahrt mit dem Auto nach Maria Alm im Pinzgau und der anschließende Aufstieg von fast 1000 Höhenmetern zum Riemannhaus im Steinernen Meer, wo man in den ersten Sonnenstrahlen sitzend sich das zweite Frühstück gönnte.

Schon wartete der nächste Höhepunkt mit dem schweißtreibenden Erklimmen des an diesem Tage höchsten Punktes, dem 2540 Meter hohen Breithorn, auf die fünf Teilnehmer. Ab jetzt hieß es für die kommenden drei Stunden höchste Konzentration, denn der Weiterweg über die Gipfel von Mitterhorn und Achselhorn zur Weißbachscharte war "ausgesetzt" und verlangte immer wieder tiefe Ab- und Anstiege im Klettergelände.

Doch alle Kraxler meisterten den technisch schwierigsten Teil der zweitägigen Runde mit Bravour und hatten sich eine Rast an der Weißbachscharte wohlverdient. Der Rest des Weges bis zum Nachtquartier, dem Ingolstädter Haus, zog sich dann an diesem Bergtag noch wie Kaugummi und die Erleichterung war jedem deutlich anzumerken, als man nach knapp elf Stunden und 2045 Höhenmetern das Etappenziel erreichte.

Am nächsten Tag ging es noch kurz auf den "Kleinen Hundstod" bevor die Kinder den Weg in Richtung Kärlinger Haus einschlugen. Bei den Trinkpausen konnte immer wieder die Landschaft und die Fauna und Flora des Steineren Meeres genossen werden. Der Abstieg zum Funtensee, der als kältester Ort Deutschlands im Winter berühmt geworden ist, verging trotz fast drei Stunden wie im Flug. Auf ein Bad an dieser geschichträchtigen Stelle wurde zugunsten von Kuchen, Knödelsuppe und kühlen Getränken verzichtet auch wenn die Temperaturen schon wieder weit über 20 Grad betrugen.

Der letzte Abschnitt der konditionsraubenen Tour führte durch die Saugasse steil hinab zum Königssee. Dieser wurde aber wegen dem unausgesprochenem Duell mit einer österreichischen Jugendgruppe im Rekordetempo absolviert. Endlich am See angelangt, erfrischten sich einige Jugendliche im kühlen Nass. Den Abschluss der Tour bildete eine Fahrt über den Königssee und ein Eis. pm

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