Turnhalle im Kolbermoorer Feuerwehrhaus: Bagger statt Bodenturnen

Schweres Gerät anstelle von Sportgeräten: Der Blick von Norden in die Turnhalle.
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Schweres Gerät anstelle von Sportgeräten: Der Blick von Norden in die Turnhalle.

Die Turnhalle im Kolbermoorer Feuerwehrhaus wird derzeit komplett saniert. Sogar der Lockdown, verursacht durch die Corona-Pandemie, trägt zum Baufortschritt bei. Die Gesamtkosten liegen bei 2,3 Millionen Euro.

Kolbermoor – Eigentlich sporteln hier Schüler und Vereinsmitglieder. Derzeit läuft hier niemand seine Runden, keine Bälle fliegen durch die Luft und es ist auch kein Sportgerät zu sehen. Denn derzeit wird die Turnhalle komplett entkernt: Die Holzvertäfelung ist schon abgetragen, Teile der Dämmung auch und auch der Boden wird sukzessive entfernt.

Die Arbeiten greifen ineinander

Die Sanierung der Turnhalle im Gebäudekomplex der Kolbermoorer Feuerwehrsollte eigentlich erst im August starten. Schließlich sollten die Schüler und Vereine noch bis zu den Sommerferien dort sporteln können.

Dann kam Corona. Den Lockdown konnte die Stadt hinsichtlich eines früheren Sanierungsstarts nutzen und nun wird seit Mai gewerkelt. „Nach hinten raus haben wir so Zeit gewonnen“, sagt Bürgermeister Peter Kloo.

Bauamtsleiter Andreas Meixner hat den frühzeitigen Start auf den Weg gebracht: Die zuständige Firma war eh schon vor Ort und durch den Lockdown, bot es sich an, die Zeit zu nutzen.

Es konnte ja eh kein Sportunterricht stattfinden. Und etwaige sportliche Termine, die beispielsweise der SV-DJK in der Halle vereinbart hatte, konnten verlegt werden – in den Mareissaal zum Beispiel.

Fertigstellung im Frühjahr

Nach der Entkernung, starten nahtlos die folgenden Arbeiten – auch das nicht selbstverständlich, denn die Firmen sind ja meist terminlich gebunden: „Es greift ineinander“, erklärt Bauamtsleiter Andreas Meixner. Das heißt: Zimmerer, Spengler und Dachdecker rücken gleich im Anschluss an.

Viele Kältebrücken

Was wird gemacht? „Fast alles“, sagt Meixner. Der Wärmeschutz war beispielsweise ein Problem, es gab viele Kältebrücken und undichte Stellen. Und das kann man anhand von Fotos erkennen: Feuchtigkeit ist an vielen Stellen zu sehen. „Schon früh zeigten sich Baumängel“, so Bauamtsleiter Meixner. „Es war nicht optimal.“ Das soll es jetzt werden.

Erneuert werden sollen: Wärmeschutz, Energietechnik, Schwingböden, Prallwände, Haustechnik, wie Duschen, Leitungsnetze und Co. Und wenn man jetzt im Geräteraum der Turnhalle steht, zeigt Polier Andreas Klein Richtung Dach – das wird auch abgetragen.

Kosten bei 2,3 Millionen Euro

Hier soll ein Flachdach entstehen. Nur eine Maßnahme von vielen.

Wenn alles nach Plan läuft, sollen ab Frühjahr in der frischsanierten Halle wieder Bälle geworfen, Rollen vorwärts gemacht und Geräte erklimmt werden.

Der Kostenpunkt für das Gesamtprojekt liegt bei rund 2,3 Millionen Euro.

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