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NEUES ANGEBOT FÜR ÄLTERE

Tuntenhausener Seniorenbeauftragte bieten jetzt Sprechstunden an

Seniorenbeauftragte Juliane Korn möchte nah an den Problemen der älteren Menschen sein.
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Seniorenbeauftragte Juliane Korn möchte nah an den Problemen der älteren Menschen sein.

Wie den Impftermin online festmachen, wie ins Impfzentrum gelangen? Die Corona-Krise hat die Situation älterer Menschen auch in der Gemeinde Tuntenhausen verschlechtert. Jetzt fand hier die erste Seniorensprechstunde statt.

Tuntenhausen – Im Interview erklärt Seniorenbeauftragte Juliane Korn, welche Probleme die Senioren in der Gemeinde Tuntenhausen bewegen, und warum sie sich so sehr nach persönlichen Treffen und kleinen Aktivitäten sehnen.

Frau Korn, welches waren Ihre ersten Aufgaben als Seniorenbeauftragte der Gemeinde?

Juliane Korn: In unseren ersten Treffen ging es darum, wer von uns vier Beauftragten für Senioren und behinderte Menschen in der Gemeinde welche Aufgabengebiete übernimmt. Seitdem kümmern sich Erika Zimmert und ich um die Senioren. Claudia Bauer und Petra Kraft sind die Behindertenbeauftragten.

Erinnerungen an bessere Zeiten: Im September 2019 sind Senioren mit der Tuntenhausener Nachbarschaftshilfe noch nach Rosenheim auf die Wies‘n gefahren. Seit einem Jahr ist Geselligkeit nicht mehr möglich.

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Hat die Corona Krise Sie vor besondere Aufgaben gestellt?

Juliane Korn:Da es keine Treffen, keine Gespräche, keine Aktivitäten mit den Senioren gibt, konnten wir uns nicht persönlich vorstellen. Uns blieben einzig Small-Talks während des Einkaufens und ein Weihnachtsbrief zum Fest.

Was sehen Sie als verbesserungswürdig in der Gemeinde an?

Juliane Korn: Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden. Momentan fehlen allen – nicht nur den älteren Menschen – persönliche Gespräche, Treffen mit Bekannten und Aktivitäten. Keinem geht es gut mit dieser Situation. Aber die Senioren trifft es natürlich besonders hart.

Wie wird Senioren, die sich für einen Termin im Corona-Impfzentrum anmelden wollen oder Unterstützung bei der Online-Registrierung brauchen, geholfen?

Juliane Korn:Senioren, die bei Fragen rund um die Impfung Hilfe benötigen, stehen in unserer Gemeinde ehrenamtliche Helfer zur Seite, die ihnen bei der Anmeldung helfen oder auch Fahrten nach Rosenheim übernehmen. Wer Unterstützung braucht, kann sich bei mir unter der 0 80 67/14 87, bei Erika Zimmert unter 0 80 67/88 15 39 oder bei Juana Voracek, der Einsatzleiterin der Nachbarschaftshilfe Tuntenhausen, unter der 0 80 67/9 09 88 44 melden. Bitte auch auf den Anrufbeantworter sprechen. Wir rufen zurück.

Mobilität, barrierefreies Wohnen: Es gibt Themen, die Menschen mit Behinderung ebenso betreffen wie Senioren. Gibt es dafür Ansätze?

Juliane Korn: Gemeindliche Institutionen sind bei uns schon barrierefrei oder zumindest barrierefreundlich. Auch mit der Absenkung der Gehwege hat sich der Gemeinderat bereits beschäftigt und einiges umgesetzt. Wenn wir Hinweise bekommen, wo es etwas zu verändern gibt, kümmern wir uns darum.

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Ein wichtiges Projekt für barrierefreies Wohnen verfolgt der Gemeinderat, dem ich als Vertreterin der Frauenliste angehöre, mit der Ostermünchener Ortsmitte. Hier wollen wir ein Modell für Seniorenwohnen anbieten. Welches genau, steht allerdings noch nicht fest.

Wie war die Resonanz auf die erste Seniorensprechstunde?

Juliane Korn: Ich bin ganz zufrieden, aber das muss sich jetzt auch erst einmal einpendeln. In Zeiten einer Pandemie haben viele ältere Menschen natürlich auch Angst, ins Rathaus zu gehen.

Eine Seniorin hat die erste Sprechstunde wahrgenommen. Ihr ging es zum Beispiel um die Patientenverfügung, ein äußerst wichtiges Thema für ältere Menschen. Juana Voracek von der Nachbarschaftshilfe hat mich bei der Beratung mit ihrem Fachwissen unterstützt. Wir werden die Sprechstunde jetzt kontinuierlich abhalten und zwar an jedem ersten Donnerstag im Monat von 10 bis 11 Uhr.

Sind die Seniorenbeauftragen nur während der Sprechstunde erreichbar?

Juliane Korn:Nein, wir sind unter den Telefonnummern jederzeit erreichbar. Wenn jemand Sorgen hat, soll er bitte einfach zum Telefon greifen und anrufen. Das kommuniziere ich auch in allen Gesprächen, die ich mit Senioren in der Gemeinde führe. Wir knüpfen das erforderliche Netzwerk, um möglichst bei allen Fragen helfen zu können.

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