Tuntenhausen verkauft weniger Wasser

Herzstück der kommunalen Wasserversorgung ist der Hochbehälter bei Schönau.
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Herzstück der kommunalen Wasserversorgung ist der Hochbehälter bei Schönau.

Der steuerliche Jahresrechnung der gemeindlichen Wasserversorgung stimmte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung einstimmig zu. Im Vergleich zu 2018 ergaben sich 2019 nur wenige Veränderungen. Allerdings gab es 2019 ein Defizit in Höhe von 15888 Euro.

von Werner Stache

Tuntenhausen – Bürgermeister Georg Weigl (CSU/FWG/PF Schönau) wies darauf hin, dass dieser Abschluss lediglich zur Einreichung der Steuererklärung beim Finanzamt erstellt worden und nicht die Grundlage der Gebührenberechnung sei. Ferner handle es sich dabei um den Wasserbezug über die Gemeinde – ohne den der Wasserverbände Ostermünchen und Umgebung, Schönau-Biberg und Antersberg-Voglried.

825 Kubikmeter Wasser pro Tag

Die Zentrale der gemeindlichen Wasserversorgung ist der Wasserhochbehälter zwischen Schönau und Hohenthann, der über ein Fassungsvermögen von 2700 Kubikmetern verfügt. Täglich werden im Bereich der gemeindlichen Wasserversorgung etwa 825 Kubikmeter Trinkwasser am Tag verbraucht. Pro Jahr sind es etwa 300 000 Kubikmeter.

Rücklagen decken Verlust

Kämmerer Andreas Marx stellte die Zahlen im Detail vor. „Da wir Wasser verkaufen, werden wir wie ein Unternehmen behandelt“, erklärte er und konzentrierte sich in seiner Vorstellung auf den Vergleich der Jahre 2019 und 2018. Mit 310 524 Kubikmetern verkaufte die Gemeinde 2019 rund 13 000 Kubikmeter weniger Wasser als im Vorjahr. 2018 waren es 323 977 Kubikmeter. „Das spiegelt sich natürlich im Endergebnis wider“, so Marx. Demnach wurde 2019 ein Jahresverlust von 15 800 Euro verbucht, während 2018 ein Gewinn von 20 350 Euro verzeichnet wurde.

Dieser Verlust verändert auch das Bilanzbild der Wasserversorgung. Der Verlustvortrag stieg von 496 126 Euro auf 511 939 Euro. Bei einer Bilanzsumme von 3 009 807 Euro ist aber durch Stammkapital und Rücklagen genug Vermögensüberhang vorhanden. „Damit können wir leben“, so Marx. Zum Vortrag gab es keine Fragen. Der Rat stellte einstimmig den steuerlichen Jahresabschluss 2019 fest.

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