Abkochverfügung fürs Wasser

Tuntenhausen: „Die Verkeimung stammt nicht vom Odeln“

Sebastian Eder vor Hochbehälter Schönau, dort wird das Wasser gechlort, bevor es in die Haushalte kommt.
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Sebastian Eder vor Hochbehälter Schönau, dort wird das Wasser gechlort, bevor es in die Haushalte kommt.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Knapp 300 Haushalte mussten Wasser abkochen - das ist jetzt Geschichte. Mittlerweile wird das Wasser noch gechlort. Wie lange das noch nötig ist und woher die Verkeimung stammt, erklärt Sebastian Eder, der seit April 2017 Vorsitzender des Wasserbeschaffungsverbandes Schönau-Biberg ist.

Tuntenhausen – Tuntenhausen – In den Ortschaften Schönau, Biberg und Söhl mussten knapp 300 Haushalte das Wasser abkochen. Da bei einer Laboruntersuchung coliforme Keime im Trinkwasser nachgewiesen wurden. Die Abkochverfügung ist nun Geschichte (wir berichteten). Gechlort wird allerdings immer noch. Wie lange das noch vonstattengeht und woher die Verkeimung stammt, erklärt Sebastian Eder, der seit April 2017 Vorsitzender des Wasserbeschaffungsverbandes Schönau-Biberg ist.

Herr Eder, wie ist der Stand der Dinge?

Sebastian Eder: Das Wasser muss nicht mehr abgekocht werden. Jetzt wird lediglich noch gechlort.

Chlorung bis Silvester

Wie lange soll die Chlorung noch erfolgen?

Eder: Nach heutigem Stand bis voraussichtlich Silvester. Das bedeutet, dass 0,1 bis 0,3 Milligramm Chlor pro Liter Wasser eingesetzt werden. Derzeit wird das Wasser ständig kontrolliert.

Wie lange dauert es bis, der Chlorgeruch und -geschmack dann verschwunden sind?

Eder:: Ich denke, dass es in einigen Tagen vorbei ist. Aber die Bürger merken, dass die Konzentration immer weiter abnimmt.

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Woher stammt die Verkeimung?

Eder:: Zunächst muss ich sagen, dass die Verkeimung in einer sehr niedrigen Bereich war – es bestand keine Riesengefahr. Woher sie letztlich stammt, wissen wir nicht. Ausschließen können wir aber, dass die Verkeimung nicht von außen stammt. Heißt, beispielsweise von Bauern – das vermuten einigen Bürger. Und das können wir mit Gewissheit sagen: Es stammt nicht vom Odeln.

Mehrmals im Jahr werden Proben entnommen

Hat es viele Beschwerden seitens der Bürger gegeben?

Eder:: Einige haben gemeint, dass sie nicht informiert wurden. Wir haben aber über die Internetseite der Gemeinde und über die Presse auf die Abkochverfügung hingewiesen.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt?

Eder:: Es werden mehrmals im Jahr Proben an verschiedenen Orten entnommen, beispielsweise an den Brunnen und am Netz. Vom Labor aus werden die Ergebnisse direkt an das Gesundheitsamt geschickt. So kann gewährleistet werden, dass das Wasser in Ordnung ist oder eben nicht.

Wann steht denn die nächste Testung bei Ihnen an?

Eder:: Das kann man nicht sagen. fest steht, dass natürlich mehrmals beprobt wird, wenn Probleme auftauchen.

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