ALLE DÜRFEN MITMACHEN

Online-Befragung: Tuntenhausener Bürger sollen ihre Zukunft aktiv gestalten

Wie soll sich die Gemeinde Tuntenhausen in den nächsten 20 Jahren entwickeln? Zu diesem Thema können sich alle Tuntenhausener Bürger noch bis zum 31. Januar in einer Online-Befragung äußern.
+
Wie soll sich die Gemeinde Tuntenhausen in den nächsten 20 Jahren entwickeln? Zu diesem Thema können sich alle Tuntenhausener Bürger noch bis zum 31. Januar in einer Online-Befragung äußern.

Der Countdown läuft. Noch bis zum 31. Januar, 24 Uhr, können die Bürger der Gemeinde Tuntenhausen an einer Online-Befragung teilnehmen und ihre Vorschläge für die Entwicklung der Gemeinde abgeben.

Tuntenhausen – Wie die Anregungen der Bürger der Gemeinde Tuntenhausen in den künftigen Flächennutzungsplan der Gemeinde einfließen, erklärt Andreas Marx vom Projektteam des Planungsverbandes Äußerer Wirtschaftsraum München.

Der Flächennutzungsplan gilt als städtebaulich strategische Ausrichtung einer Gemeinde. Was wird darin festgelegt?

Andreas Marx: Der Flächennutzungsplan regelt die Nutzung der Flächen. In ihm legt die Gemeinde fest, welche Flächen künftig wie entwickelt werden sollen, wo beispielsweise reine Wohnbebauung, wo Mischgebiete oder Gewerbegebiete geplant werden sollen.

Die Gemeinde setzt sich darin konkrete Ziele für die nächsten 15 bis 20 Jahre. Dazu gehört unter anderem auch, welche Orte wachsen oder welche Naturräume erhalten werden sollen. Die Gemeinde Tuntenhausen stellt ihren Flächennutzungsplan neu auf. Das heißt, dass man sich jede Fläche noch einmal genau anschaut und entscheidet, wie sie sich entwickeln soll. Dieser Prozess dauert etwa drei bis fünf Jahre. Die aktuelle Online-Befragung ist der Auftakt, denn die Gemeinde Tuntenhausen möchte die Menschen in diesem Prozess von Anfang an mitnehmen.

Andreas Marx

Wer darf mitmachen?

Andreas Marx: Jeder Bürger der Gemeinde Tuntenhausen vom Kind bis zum Senior. Es ist sehr wichtig, dass sich vor allem Jugendliche daran beteiligen, denn gerade sie gestalten in den nächsten Jahren ihre Zukunft neu.

Ziel der Umfrage ist es, eine möglichst große Resonanz aus der Bevölkerung zu erhalten, um zu erfahren, was die Menschen in den 60 Ortsteilen in ihrem Alltag in der Gemeinde bewegt. Wo sie einkaufen gehen oder wo ihnen Einkaufsmöglichkeiten fehlen. Wo sie sich Rad- oder Wanderwege wünschen würden. Welche Straße oder Kreuzung sie als gefährlich betrachten.

Lesen Sie auch: NEWS-TICKER ZUR CORONA-PANDEMIE „Wir müssen es nun noch ernster nehmen“

Wo sie eine Belästigung durch Lärm wahrnehmen. Welches ihre Lieblingsplätze sind. Ob sie sich eine Fotovoltaikanlage in ihrer Umgebung vorstellen könnten. Oder welche Freizeiteinrichtungen ihnen fehlen. Dieses breite Meinungsbild der Bürger zur Entwicklung ihrer Gemeinde wird dann die Grundlage der Diskussion im Gemeinderat sein.

Dieses Plakat auf der Homepage der Gemeinde führt direkt zur Umfrage.

Wer nicht möchte, dass in seiner Nachbarschaft gebaut wird, müsste das jetzt also kundtun?

Andreas Marx:Im Grunde schon, aber man darf daraus nicht schlussfolgern, dass dieser Wunsch dann auch tagesaktuell realisiert oder zur einzigen Entscheidungsgrundlage des Gemeinderates wird.

Die Online-Befragung soll anhand von 40 Fragen in verschiedenen Kategorien die Meinung der Einwohner widerspiegeln, damit der Gemeinderat weiß, worauf er bei der Neubetrachtung der Flächen im gesamten Gemeindegebiet oder in einzelnen Ortsteilen achten muss.

Wie wird die Vielfalt an Themen kanalisiert?

Andreas Marx:Am Ende der Online-Befragung werden die Antworten zusammengefasst. Bei geschlossenen Fragen mit vorgeschriebenen Antwortvarianten ist das ein statistisches Verfahren. Bei offenen Fragen werden die konkreten Antworten abgebildet. Da wir in Tuntenhausen auch mit einer interaktiven Karte – also sozusagen einem verräumlichten Fragebogen – arbeiten, können die Themen visualisiert werden. Man sieht also sofort, für welchen Bereich der Gemeinde welche Anregungen eingegangen sind.

Das könnte Sie auch interessieren: DIGITALISIERUNG DER SCHULEN Freistaat gibt Sonderbudget aus: Bruckmühl bekommt 37, Tuntenhausen 19 Tablets für Lehrer

Wie geht es danach weiter?

Andreas Marx: Die Ergebnisse werden dem Gemeinderat voraussichtlich im Frühjahr präsentiert, in einer Broschüre und auf einer interaktiven Karte auf der Gemeinde-Website veröffentlicht. Dann geht es in die Diskussion, werden auf Basis der Bestandsanalyse Fokusthemen für die Gemeindeentwicklung erarbeitet, die letztlich in die langfristigen Entwicklungsziele einfließen.

Kommentare