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Tuntenhausen: Nordzulauf kann Horrorszenario werden

Viel zu kurvig ist die bisherige Bahnstrecke – hier auf Höhe Ostermünchen-Weiching. Geschwindigkeiten von über 200 km/h sind nicht möglich. Stache

Mit den Worten „Der Brenner-Nordzulauf kann ein Horrorszenario werden“ ging Bürgermeister Georg Weigl am Rand der jüngsten Gemeinderatssitzung noch auf die Vorstellung der Grobtrassen durch die Deutsche Bahn ein.

Tuntenhausen – Einen entscheidenden Punkt formulierte Bürgermeister Georg Weigl hinsichtlich der weiteren Untersuchung für Tuntenhausen/Ostermünchen: An welchem Ort wird die Verknüpfungsstelle realisiert? Ostermünchen, Aubenhausen, Riederbach oder Großkarolinenfeld. Eine Verlegung des Bahnhofs Ostermünchen hielt Weigl für wenig sinnvoll, ist allerdings, und da führt kein Weg daran vorbei, eine der Optionen der Bahn.

Fünf Grobtrassen sind aktuell aus dem bisherigen Verfahren noch übrig geblieben und werden nun in den kommenden Monaten weiter untersucht (wir berichteten). Weigl informierte das Gremium anhand eines Plans über den aktuellen Sachstand.

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Drei dieser Trassen führen westlich an der bestehenden Bahnstrecke vorbei und tangieren damit Ostermünchen nicht unerheblich. „Sollten diese zum Ausbau kommen, würde die Bestandstrasse rückgebaut“, meinte Weigl nachdenklich. Zwei Grobtrassen würden dagegen auf die bestehende Trasse zurückgreifen.

Weigl konkretisierte und verdeutlichte für diesen Fall auch die gewaltigen Dimensionen, die hier auf Ostermünchen zukämen: Viergleisig bedeutet mindestens 25 Meter Breite ohne Damm etc. Für die Bauarbeiten wäre zudem noch wesentlich mehr Terrain erforderlich. Alleine die Verknüpfungsstelle muss eine Länge von 1,5 Kilometern aufweisen.

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Schaute man in die Gesichter der Räte und der Zuschauer, konnte sich kaum jemand mit dieser Lösung anfreunden. Im Gegenteil, man sah vielfaches Kopfschütteln und Stirnrunzeln.

Bis Ende 2020 soll jetzt feststehen, welche Trasse favorisiert wird. Hans Thiel (CSU/FWG), auch Mitglied im Gemeindeforum, ergänzte noch, dass die jetzige Planung (von Kufstein ausgehend) bei Ostermünchen endet, aber eine weitere Planung, die die Strecke Ostermünchen-Grafing betrifft, im Anlaufen ist.

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„Auch hier kann Ostermünchen tangiert werden“, meinte der Gemeinderat. Zumal gerade dieser Streckenteil sehr kurvig ist. Der Wunsch nach möglichst viel Untertunnelung wurde im Gremium ebenfalls laut, genauso wie die Tatsache, dass man die Mitarbeit im Gemeindeforum nach wie vor positiv sieht. Die Bürger, so Weigl, können sich aber am heutigen Dienstag bei einem Infotag noch nähere Informationen holen und mit den direkten Ansprechpartner der Deutschen Bahn in Ostermünchen (Schulturnhalle) sprechen.

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