Fundtiere im Tierheim

Tuntenhausen: Gemeinderat zeigt Herz für Vierbeiner

Der Aufwand für Fundtiere ist enorm: Rund 20 Tiere pro Jahr kamen in den vergangenen beiden Jahren zusammen. Deshalb erhöhte die Gemeinde jetzt die Fundtierpauschale.
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Der Aufwand für Fundtiere ist enorm: Rund 20 Tiere pro Jahr kamen in den vergangenen beiden Jahren zusammen. Deshalb erhöhte die Gemeinde jetzt die Fundtierpauschale.

Über die Aufwendungen bei Fundtieren, die an das Tierheim Ostermünchen gegeben werden, diskutierte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Der Grund: Die bisherige Pauschale deckt die Kosten für die Fundtierversorgung nicht mehr.

Tuntenhausen – Bürgermeister Georg Weigl (CSU/FWG) erinnerte anfangs der Debatte daran, dass die Gemeinden für Fundtiere zuständig sind. Seit 2015 hat die Gemeinde mit dem Tierheim aber eine Vereinbarung, dass eine jährliche Pauschale von 0,50 Cent pro Einwohner für die Aufwendungen bei Fundtieren an das Ostermünchner Tierheim geleistet wird.

Kosten rund 300 Euro

Im Gegenzug übernimmt das Tierheim dann ohne weitere Berechnung die gemeindliche Aufgabe der Fundtier-Versorgung. „Diese Vereinbarung wurde nun von der Interessengemeinschaft Mensch und Tier fristgerecht zum 31. Dezember gekündigt“, sagte Weigl, weil die Pauschale die Kosten der Fundtierversorgung nicht mehr deckt.

Nach Angaben des Tierheims belaufen sich die Kosten pro Fundtier auf rund 300 Euro. Zwischen 1. Oktober 2019 und 30. September 2020 wurden so für 29 Katzen und zwei Hunde rund 9000 Euro aufgewendet. „Diese Kosten könnten bei einer Einzelabrechnung der Gemeinde in Rechnung gestellt werden“, betonte der Bürgermeister, der die Zahl der Fundtiere in Zukunft sogar noch höher prognostiziert. Und: Der Aufwand für die Kastration der Katzen ist in dieser Summe gar nicht berücksichtigt.

Einrichtung leistet hervorragende Arbeit

Deshalb schlägt der Verein IG Mensch und Tier eine Fundtierpauschale von künftig einem Euro pro Einwohner vor. „Das Ostermünchner Tierheim ist eine tolle Einrichtung, die hervorragend arbeitet“, betonte Weigl. Er plädierte für die erhöhte Fundtierpauschale und hob dabei auch deren ehrenamtliche Arbeit heraus.

Auch Geschäftsleiter Erik Thomas war für die Erhöhung: „Für die Verwaltung ist das die einfachere Lösung“, meinte er. Christian Birmoser (ULT) hob ebenfalls die große ehrenamtliche Arbeit der Mitarbeiter des Tierheims heraus und plädierte für den Euro. Genauso sahen es auch Theresia Englhart (FL) und die anderen Räte. Einstimmig wurde die Einführung einer Einwohnerpauschale in Höhe von einem Euro pro Einwohner für das Tierheim Ostermünchen zugestimmt. Das heißt: Bisher zahlte die Gemeinde rund 3500 Euro – ab Januar 2020 etwa 7000 Euro.

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