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Ortsgruppe gegründet

Bund Naturschutz: Das sind die Aufgaben der Anwälte der Natur in Tuntenhausen

Bürgermeister Georg Weigl, Martin John, Margit Kraus, Sebastian Hauf, Kreisvorsitzender Rainer Auer.
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Bürgermeister Georg Weigl, Martin John, Margit Kraus, Sebastian Hauf, Kreisvorsitzender Rainer Auer.

Im Beisein von Bürgermeister Georg Weigl und dem Kreisvorsitzenden Rainer Auer wurde nun in Tuntenhausen die Ortsgruppe des Bund Naturschutzes offiziell gegründet.

Tuntenhausen – Bereits seit einigen Monaten konnten Interessierte verfolgen, dass Mitglieder des Bund Naturschutzes (BN) in der Gemeinde in verschiedenen Bereichen tätig waren. Bei der Betreuung von Krötenzäunen, beim Anlegen einer Blühwiese oder beim Thema „Kiesgrube Biberg“ waren einige Mitglieder engagiert. Am vergangenen Samstag wurde unter Beisein von Bürgermeister Georg Weigl und dem Kreisvorsitzenden Rainer Auer nun die Ortsgruppe auch offiziell gegründet.

Auf Aktivitäten vorbereiten

„Trotz frischer Temparaturen im Biergarten in der Waldgaststätte Filznklas, denn zum einen war hier der Lärmpegel erträglicher und zudem bereitet dies uns auf unsere künftigen Aktivitäten vor, die wohl überwiegend im Freien stattfinden dürften“, begrüßte Martin John aus Ostermünchen die Gäste.

Über 20 Mitglieder und Gäste waren gekommen, um den neuen Verein aus der Taufe zu heben. Bürgermeister Georg Weigl verwies eingangs auf die Bedeutung von Klima- und Umweltschutz auch in der täglichen Gemeindearbeit und zeigte sich erfreut, durch den BN in diesem Bereich Unterstützung zu bekommen. Auf die Bedeutung guter Zusammenarbeit wies anschließend auch Rainer Auer hin. Als ehemaliger Bürgermeister von Stephanskirchen und als BN-Kreisvorsitzender kennt Auer beide Seiten der Zusammenarbeit. „Offenheit und Vertrauen sind hier wichtig. Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber offen miteinander umgehen und reden.“

Anschließend beschrieb er kurz die Struktur des mit 260 000 Mitgliedern größten Umweltverbands in Bayern. Zudem äußerte sich Rainer Auer insbesondere zu den beiden aktuellen Themen Kampenwandbahn und Brenner-Nordzulauf. Anhand der Kampenwandbahn, die zuletzt bei der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe in der geplanten Form abgelehnt wurde, zeigte der Kreisvorsitzende, dass es wichtig ist, trotz geänderter inhaltlicher Position mit den Verantwortlichen – hier dem Landrat Otto Lederer – im Gespräch zu bleiben.

Weniger Verständnis zeigte Auer jedoch für die Planungen zum Brenner-Nordzulauf. Sowohl Auer wie auch John beklagten, dass das Projekt trotz negativer CO2- und Wirtschaftlichkeits-Bilanz weiter verfolgt wird. Bei einer weitgehenden Untertunnelung oder Einhausung der Strecke, könnte man erst nach knapp 100 Jahren eine positive CO2-Bilanz erreichen.

Der ehemalige Stephankirchener Bürgermeister leitete dann auch die Wahlen, bei denen Martin John aus Ostermünchen zum Vorsitzenden, Margit Kraus aus Hohenthann zur 2. Vorsitzenden und Sebastian Hauf aus Beyharting zum 3. Vorsitzenden gewählt wurden.

Mit Margit Kraus hat die neue Ortsgruppe auch eine engagierte Gegnerin des Brenner-Nordzulaufs im Vorstand. Die Hohenthannerin ist seit Beginn an in der örtlichen Bürgerinitiative aktiv. Sebastian Hauf, der Dritte im Bunde, wiederum engagiert und interessiert sich insbesondere für den Erhalt der wenigen Moorreste in der Region.

Ohne Rückhalt Schritt nicht gewagt

„Ohne den Rückhalt und das Engagement unserer Mitglieder hätten wir den Schritt wahrscheinlich nicht gewagt, obwohl bereits seit Jahren die Überlegung im Raum stand eine eigene Ortsgruppe zu gründen“, blickt Martin John zurück und bedankte sich bei den Gästen mit dem Satz: „Mit diesem tollen Team ist der Natur- und Artenschutz in Tuntenhausen auch als Verein präsent und wird auch nicht mehr wegzudenken sein.“

Für den Kreisvositzenden Rainer Auer war dies übrigens in seiner erst halbjährigen Amtszeit nach der Ortsgruppe Eggstätt/Bad Endorf vor vier Wochen bereits die zweite Gründungsveranstaltung. re

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