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Tuntenhausen: Die alten Raritäten vom Schulhaus-Dachboden

Hausmeister Sebastian Kandlbinder und Konrektorin Birgit Decker auf der alten Schulbank, die als „Anschauungsobjekt“ vom Dachboden heruntergeholt wurde.
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Hausmeister Sebastian Kandlbinder und Konrektorin Birgit Decker auf der alten Schulbank, die als „Anschauungsobjekt“ vom Dachboden heruntergeholt wurde.
  • vonWerner Stache
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Was sich nicht alles im Oberstübchen findet: Beim Stöbern auf dem Dachboden des Ostermünchner Schulhauses erblickten etliche Raritäten aus längst vergangenen Zeiten wieder das Tageslicht. Einige von ihnen dienen jetzt als Anschauungsobjekte.

Ostermünchen – Alte Sachen wegwerfen – kann man, muss man aber nicht. Das sagen sich auch die Verantwortlichen an der Grund- und Mittelschule Ostermünchen. Denn dort finden sich auf dem Dachboden einmalige Fundstücke aus längst vergangenen Zeiten.

Das „alte Klassenzimmer“ auf dem Dachboden der Grund- und Mittelschule Ostermünchen – fast schon reif fürs Museum.

30 Jahre lang war Karl Murnauer Hausmeister an der Ostermünchner Schule und sorgte dort für Ordnung und einen geregelten Ablauf. Immer wieder wurden im Lauf der Jahre Bücher, Hefte und Einrichtungsgegenständen ausgetauscht und erneuert. „Gottseidank hat er nicht alles weggeworfen“, meint Rektorin Margaret Careddu-Bayr, denn so sind viele alte Sachen erhalten geblieben.

Hierauf ist Fanny Riedl besonders stolz: Ein Ministerialblatt, herausgegeben noch vom Königreich Bayern.

Das „Klassenzimmer“ unterm Dach

Fanny Riedl, seit vielen Jahren in verschiedenen Funktionen an der Schule tätig, sortierte diese nun, bevor sie in Rente ging, im Rahmen einer groß angelegten Aufräumaktion auf dem Dachboden des Schulhauses und so entstand in einer Ecke unter dem Dach fast schon ein kleines „Klassenzimmer“. Aber ein Klassenzimmer, wie es in den 40er- und 50er- Jahren ausschaute.

Ein altes Zensurbuch aus 1895 der „Werks- und Feiertagsschule“.

Schiefertafeln und Tintenfeder

Heutige Schüler können sich das gar nicht vorstellen, wie spartanisch die Ausstattung damals war. In Zeiten, in denen noch auf Schiefertafeln und mit Tintenfeder geschrieben werden musste und in der es noch keine Zentralheizung gab. Alleine die alten Schulbänke – eine Rarität für sich. Rektorin, Konrektorin und Hausmeister ließen es sich beim Foto-Termin nicht nehmen, darauf einmal Platz zu nehmen – und ein wenig ins Flair der 50er-Jahre eintauchen. Damals saßen bis zu 40 Kinder in einem Raum, eine Lehrkraft unterrichtete fast alle Fächer vom Lesen, Rechnen, Sport bis zur Heimatkunde.

Eine Tafel mit der alten Deutsche Schrift.

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Und so waren beim Stöbern nicht nur die alten Schulbänke und die alte Rechentafel interessant, sondern vor allem die Bücher und Hefte aus vergangenen Zeiten, die Riedl in vielen Stunden auf dem staubigen und kalten Dachboden zusammensuchte.

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