Trotz Zeitaufwand mit Herzblut dabei

Alle Hände voll zu tun hatte seit Mai vergangenen Jahres die Jugendbeauftragte Irmi Huber in Großkarolinenfeld. Dies ging aus ihrem Tätigkeitsbericht hervor, der in der Gemeinderatssitzung zu hören war. Doch auch ihre "Kolleginnen", Sozial- und Kultusbeauftragte Anita Read und Sportbeauftragte Elfriede Strasser, waren sehr aktiv.

Großkarolinenfeld - Rund 60 Termine absolvierte Irmi Huber alleine bis Ende Juli und setzte sich in vielerlei Bereichen für die Jugendarbeit ein. "Wenn diesen Terminkalender jemand sieht, wird es schwer werden, irgendwann einmal einen Nachfolger für dieses Amt zu finden", meinte Bürgermeister Bernd Fessler mit Blick auf den umfassenden Rechenschaftsbericht der Jugendbeauftragten.

"Weil ich mich gerne an meine schöne Jugendzeit in Karo zurückerinnere, möchte ich etwas davon an die heutige Jugend weitergeben", so Irmi Huber. Dass dies keine leeren Worte sind, hat die Jugendbeauftragte bereits bewiesen: Sie belebte nicht nur die Vorstandschaft des Jugendtreffs wieder, sondern organisierte bereits die ersten Veranstaltungen wie etwa einen Schafkopfkurs, einen Segelausflug oder ein Grillfest. Auch nach neuen Räumen für einen Jugendtreff hält die Jugendbeauftragte Ausschau und engagiert sich derzeit für die Errichtung eines Skaterplatzes.

Ein besonderes Lob sprach Irmi Huber den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern in Vereinen und Verbänden der Gemeinde aus, die sich sehr für die Jugend einsetzen würden. Doch auch die "bezahlten äußerst engagierten Kräfte" dürften nicht vergessen werden --wie beispielsweise das hoch motivierte Hausmeisterehepaar der Schule, Eva und Manfred Kraus.

Wie sehr ihr die Arbeit als Jugendbeauftragte Spaß macht, unterstrich Irmi Huber mit den Worten: "Es ist so schön, die Dankbarkeit der jungen Menschen zu spüren. Sie freuen sich, dass ich als Sprachrohr ihre Interessen vertrete und sie ernst genommen werden."

Einen positiven Erfahrungsbericht legte auch Anita Read vor. "Wir haben ein gutes Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gemeinde und viele Menschen, die sensibel mit den Nöten anderer umgehen", betonte die Sozial- und Kultusbeauftragte.

Anita Read berichtete unter anderem von ihrer guten Zusammenarbeit mit der ökumenischen Nachbarschaftshilfe im Ort, die sich "am Bedarf der Senioren orientiert und zeitnah agiert". Dennoch sei nach wie vor eine Lücke zu schließen, um die Bedürfnisse der Senioren, die intensive Betreuung brauchen, abdecken zu können. In diesem Zusammenhang richtete Anita Read die Bitte an das Gremium, bis September einen Finanzierungsvorschlag für ein Betreuungskonzept vorzulegen.

Gleichzeitig dankte die Rednerin den Räten für "deren parteiübergreifende Unterstützung" und dem "couragierten Bürgermeister für sein beherztes Handeln, wenn er eine Notwendigkeit erkennt".

Die Barrierefreiheit sei überzeugend in Planungen miteinbezogen worden, wofür die Rampe am Sportheim ein gutes Beispiel darstelle.

"Nicht viel zu tun" hatte aufgrund "der hervorragenden Trainerarbeit in den Vereinen" Sportbeauftragte Elfriede Strasser. Sie sei bei zahlreichen Veranstaltungen anwesend gewesen und verwies auf die vielen überregionalen Erfolge der Großkarolinenfelder Nachwuchssportler in fast allen Sparten. Mit der Bitte, die Fördermittel auch künftig zu bewilligen, schloss die Sportbeauftragte ihren Bericht.

Anerkennung zollte Bürgermeister Fessler allen drei Referenten und hob den großen Zeitaufwand für diese ämter hervor: "Man sieht, dass alle drei Gemeinderäte mit viel Herzblut dabei sind." dli

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