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Etwa 350 Haushalte betroffen

Gebot zum Abkochen: Trinkwasser aus Vagener Goldbachquellen mit coliformen Bakterien verunreinigt

Drei Goldbachquellen versorgen Vagen mit bestem Trinkwasser. Nach dem Starkregen der vergangenen Wochen ist es das erste Mal mit coliformen Bakterien belastet.
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Drei Goldbachquellen versorgen Vagen mit bestem Trinkwasser. Nach dem Starkregen der vergangenen Wochen ist es das erste Mal mit coliformen Bakterien belastet.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Im Versorgungsgebiet der Elektrizitäts- und Wasserversorgungsgenossenschaft (EWG) Vagen gilt ab sofort ein Abkochgebot für Trinkwasser. Etwa 350 Haushalte sind davon betroffen. Nach den starken Niederschlägen der vergangenen Wochen sind die Goldbachquellen mit coliformen Bakterien belastet.

Feldkirchen-Westerham – „In den Proben vom Mittwoch wurden coliforme Bakterien nachgewiesen. Wir mussten zwei der drei Goldbachquellen vom Trinkwassernetz trennen, sie fließen jetzt direkt in den Goldbach. Derzeit arbeiten wir nur mit einer Quelle“, informiert Geschäftsführer Georg Schäffler. Trotzdem rät er zum Schutz vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen allen Abnehmern in Vagen, das Trinkwasser bis auf Weiteres abzukochen. Die Ursache für die Verunreinigung sieht er in den starken Niederschlägen der vergangenen Wochen.

Das Quelleinlaufbecken: Hinten kommt das Wasser herein, läuft über den Überlauf weiter in Edelstahlrohre.

Wann muss das Vagener Trinkwasser abgekocht werden?

Zur gesundheitlichen Vorsorge sollte das Vagener Trinkwasser bis auf Weiteres nur noch im abgekochten Zustand getrunken werden. Dazu muss es für folgende Zwecke mindestens fünf Minuten lang sprudelnd kochen, um die Keime effektiv abzutöten:

  • Zum Trinken sowie zur Zubereitung von Getränken
  • Zur Zubereitung von Nahrung, insbesondere für Kleinkinder, alte und kranke Personen
  • Zum Abwaschen von Salaten, Gemüse und Obst
  • Zum Handspülen von Gefäßen und Geräten in denen Lebensmittel zubereitet oder aufbewahrt werden – das Reinigen von Geschirr in der Geschirrspülmaschine ist ausreichend
  • Zum Zähneputzen und zur Mundpflege
  • Für medizinische Zwecke wie beispielsweise die Reinigung von Wunden
  • Zum Herstellen von Eiswürfeln für die Kühlung von Getränken
  • Für die Körperpflege (waschen, duschen, baden), Toilettenspülung und Reinigung von Haustieren ist kein abgekochtes Wasser nötig

Die Vagener werden gebeten, auch ihre Mitbewohner und Nachbarn über diese Maßnahmen zu informieren. Bei Rückfragen erhalten die Vagener Auskunft bei der EWG Vagen unter Telefon 0 80 62/62 05 oder 0 80 62/9 05 60.

Quellwasser wird seit 1908 genutzt

Um Vagen mit Trinkwasser zu versorgen, wurden schon 1908 die Tuffbergquellen gefasst. 1980 entstand eine Ringverbindung mit der Schäffler-Quelle. Vor acht Jahren wurden die Quellen mit einer Investition von 110 000 Euro generalsaniert.

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Das Wasser wird über zwei Tonröhren mit Löchern direkt an den Quellen gezapft und in Edelstahlröhren ins Quellhäusl transportiert, wo es verteilt wird. Überschüssiges Wasser fließt unterhalb des Quellhäusls wieder in den Goldbach. „Wir haben hier bestes Trinkwasser, es gab noch nie Verunreinigungen“, betont Schäffler.

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Das Quellgebiet ist weiträumig abgesperrt, um Verunreinigungen auszuschließen. Die Starkregenereignisse haben nun vermutlich dazu geführt, dass mit dem Oberflächenwasser auch coliforme Bakterien ins Quellwasser gelangten. Werden diese Bakterien im Trinkwasser normalerweise durch Chlorung oder Ozonierung abgetötet, müssen sich die Quellen des Goldbachs natürlich reinigen. „Sie werden jetzt im Abstand von drei Tagen beprobt“, informiert Schäffler. „Sobald das Trinkwasser wieder rein ist, informieren wir die Vagener.“

Die EWG Vagen versorgt etwa 350 Haushalte und circa 1200 Menschen mit Trinkwasser. Der Wasserverbrauch liegt bei 52.000 Kubikmetern pro Jahr.

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