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Verein besteht seit 1929

Trennung vom Dachverband: Was hinter der Neuausrichtung der Frauengemeinschaft Ostermünchen steckt

Die Vorstandschaft (von links): Schriftführerin Ulrike Creter, die Beisitzerinnen Helene Heibler, Annemarie Kalteis und Marille Bauer, Zweite Vorsitzende Maria Heinzl-Grabl, Erste Vorsitzende Christa Stein-Jedlicka, Beisitzerin Claudia Bauer, Finanzbeauftragte Sieglinde Eiler. Nicht im Bild: Beisitzerin Leni Kellerer.
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Die Vorstandschaft (von links): Schriftführerin Ulrike Creter, die Beisitzerinnen Helene Heibler, Annemarie Kalteis und Marille Bauer, Zweite Vorsitzende Maria Heinzl-Grabl, Erste Vorsitzende Christa Stein-Jedlicka, Beisitzerin Claudia Bauer, Finanzbeauftragte Sieglinde Eiler. Nicht im Bild: Beisitzerin Leni Kellerer.

Die Gründungsfeier der Frauengemeinschaft Ostermünchen war gut besucht. Der Verein trennt sich damit vom Dachverband und will selbstständig sein. Doch warum kam es überhaupt zu diesem Schritt?

Tuntenhausen – Gut besucht war die Gründungsfeier der Frauengemeinschaft Ostermünchen e. V. (FGO) in Wallners Landgasthaus „Zur Post“. Bereits im Februar wurde die FGO als selbständiger Nachfolgeverein der bisherigen Pfarrgruppe der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) neu gegründet, coronabedingt nur im kleinen Kreis. Doch warum kam es überhaupt zur Neugründung?

Alter Vorstand ist auch neuer Vorstand

Klar ist: Der bisherige Vorstand ist zugleich auch der neue Vorstand. Nach einem schwungvollen Auftakt der „Bachroa Musi“, die den musikalischen Rahmen für die Feier bildete, begrüßte die alte und neue Vorsitzende Christa Stein-Jedlicka alle wieder eingetretenen und neuen Mitglieder.

Ein besonderer Gruß galt dabei Pfarrer Richard Basta und Diakon Bernd Stephan. Pfarrer Basta betonte in seinem Grußwort, dass er sich freue, mit den Frauen endlich einmal feiern zu können, da dies bisher kaum möglich war. Es folgte der Bericht der Vorsitzenden zum Gründungsverfahren, der mit einem kurzen Abriss über die Geschichte des Vereins begann.

Seit 1929 gibt es in Ostermünchen eine Gemeinschaft der Frauen. Zunächst als „Katholischer Frauenbund“, nach der Neugründung 1958 wurde daraus der „Katholische Mütterverein“, der 1968 umbenannt wurde in „Katholische Frauengemeinschaft Ostermünchen“ – unter dem Dach der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd).

Bei einer Abstimmung 2021 entschieden sich dann mehr als zwei Drittel der Mitglieder für eine Trennung vom Dachverband und zum Schritt in die Selbständigkeit unter dem Namen „Frauengemeinschaft Ostermünchen e. V.“ (FGO). Stein-Jedlicka betonte, die Namen verändern sich, doch die Gemeinschaft bestehe weiter und so soll der Verein für die bisherigen Mitglieder eine Heimat bleiben und für die Neuen eine Heimat werden.

„Der Grund war eine massive Beitragserhöhung“

Und warum dann der Schritt? „Der Grund war eine massive Beitragserhöhung des Verbandes 2020“, erklärt die Vorsitzende die Neugründung auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen. Durch die Corona bedingten Einschränkungen – es waren etwa keine Treffen möglich – habe sich der Ablösungsprozess verzögert.

Während der Versammlung ging ein besonderer Dank an die Pfarrei Ostermünchen für die weiterhin kostenfreie Nutzung des Pfarrheims, das nach Corona wieder zum „Heimathaus“ werden soll. Ein Dankeschön gab es auch für Berta Brandner, deren Aquarellbild von der Kirche von Ostermünchen als neues Logo verwendet wird. Die Vorsitzende gab einen Einblick in die neue Satzung. Demnach wird die Frauengemeinschaft Ostermünchen in der Pfarrei Ostermünchen und der Kuratie Lampferding Veranstaltungen im Kirchenjahr mitgestalten, bürgerschaftliches Engagement fördern, insbesondere die Interessen der Frauen vertreten und durch Spenden karitative Vereine vor Ort , sowie überregional, unterstützen.

Die Gemeinnützigkeit wurde vom Finanzamt bestätigt, der Verein ist nun berechtigt, Spendenquittungen auszustellen.

Aktuell 157 Mitglieder im Verein

Die Finanzbeauftragte Sieglinde Eiler gab die neuen Mitgliederzahlen bekannt, aktuell 157, und erläuterte die Beitrittserklärung mit den einzelnen Abschnitten. Laut Stein-Jedlicka bedeute die Neugründung für die Mitglieder „kaum eine Veränderung, nur ein geringerer Beitrag“.

Zuletzt wurden noch Termine bekannt gegeben, die Vorsitzende wies dabei besonders auf den Jahresausflug in den Pfaffenwinkel und den Yoga-Schnupperkurs hin.

Diakon Stephan übernahm das Schlusswort und betonte dabei die Bedeutung von „Heimat“ für einen Verein. Dabei sprach er sich dafür aus, auch über den Tellerrand hinauszusehen und mit anderen Gruppen, zum Beispiel im Pfarrband, Kontakte zu pflegen.

Wie die Vorsitzende im Nachgang mitteilte, bleibe man der Pfarrei weiterhin eng verbunden. Und sie hat weiterhin viel vor.

„Mit dem Erlös unserer Aktionen, wie zum Beispiel Osterkerzen oder dem Basar unterstützen wir unsere Pfarrei, die örtlichen Vereine wie Nachbarschaftshilfe und First Responder, sowie überregional den Sozialdienst Katholischer Frauen, den Frauen- und Mädchen-Notruf, die OVB Aktion und so weiter.“

Auf den Wunschzetteln der Mitglieder stünden zudem noch Theaterfahrten, PC-Kurse für Senioren, Tanzen, Stammtisch, Spieleabende und vieles mehr.

re/nbe

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