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Traum vom Fliegen selbst erleben

Eine Großaufgabe für den Tower, die Übersicht bei den startenden und landenden Fliegern zu behalten. Oftmals waren bis zu zehn Flugzeuge in der Luft. Fotos stache
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Eine Großaufgabe für den Tower, die Übersicht bei den startenden und landenden Fliegern zu behalten. Oftmals waren bis zu zehn Flugzeuge in der Luft. Fotos stache

Wenn der Fliegerclub Condor zum Flugtag nach Antersberg einlädt, dann strahlt meist auch die Sonne vom Firmament. So auch in diesem Jahr: Wolkenloser, strahlend blauer Himmel, 30 Grad - fast schon zu heiß, aber "ideales" Flugwetter. Da war es nicht weiter verwunderlich, dass Tausende von Menschen in den kleinen Ort inmitten der Gemeinde Tuntenhausen strömten.

Antersberg/Tuntenhausen - Alle zwei Jahre - jeweils am dritten Augustwochenende - wird Antersberg von Heerscharen von Menschen überrollt, und jeder kennt den Grund: Das Fliegerfest steht wieder an. Hier durften die Besucher die Himmelsvögel nicht nur bestaunen, sondern auch selbst mitfliegen - oder einfach nur die zahlreichen Attraktionen am Boden und im Himmel bewundern.

Schon Wochen vorher hatten die Mitglieder des FC Condor viel Arbeit und Zeit investiert, um ein attraktives Programm mit vielen Überraschungen auf die Beine zu stellen. Fast schon stöhnend stellte Vorstand Erich Stampflmeier fest, dass dazu auch eine Menge Papierkram zu erledigen war. Das Motto in diesem Jahr: "Oldtimer Fly and Drive" - was einfach nur bedeutet, dass sich neben fliegenden alten Raritäten auch fahrende Oldtimer auf dem Flugplatzgelände befanden.

Natürlich zogen BMW, Isetta, Ford und Jaguar die Augen auf sich - viel mehr Aufmerksamkeit galt jedoch den vielen Fluggeräten aus der guten alten Zeit. Beispielsweise die Boeing PT-17 Stearman, von Boeing schon 1933 entwickelt, die Klemm 35 oder die Udet U-12 Flamingo, ein deutsches Sport- und Schulflugzeug der 1920er- und 1930er-Jahre und vom Konstrukteursdatum her das älteste Flugzeug beim Antersberger Fest.

Auch der WACO-Doppeldecker, 1936 als Ambulanzflugzeug gebaut und noch mit dem Originalkennzeichen aus 1936 versehen, die Do 27 und viele mehr - stets waren sie von Leuten umringt, wurden bewundert, bestaunt und fotografiert: Nostalgie pur.

Die Zuschauer staunten nur so über die Vielfalt der Raritäten: "Unglaublich, was der kleine Fliegerclub hier auf die Beine gestellt hat", fand eine Gemeindebürgerin.

Von der Vergangenheit bis zur Gegenwart war es in Antersberg nur ein kleiner Sprung: Die Rosenheimer Hagelflieger zeigten ihre Flugzeuge und ihr Wirken zum Schutze der Bürger. Auch die guten alten Hubschrauber - trotz ihres eher abschreckenden Lärms - fanden Beobachter und Mitflieger.

Denn die ganz Mutigen unter den Besuchern nutzten das Angebot, Rundflüge zu unternehmen und die Welt so von oben zu sehen. Dabei übten besonders die gute alte russische Antonov, seit 1949 über 15000-mal gebaut und der größte einmotorige Doppeldecker der Welt, oder die offene Bücker Jungmann hohe Anziehungskraft aus. Reihenweise standen hier die Menschen zu Rundflügen an.

Fast schon ungläubige Augen gab es, als Markus Schmitt mit der Extra 300, einem Sport- und Kunstflugzeug, halsbrecherische Loopings am strahlend blauen Himmel vollzog und dichte Rauschschwaden seinen Weg begleiteten. Alle diese Attraktionen wurden von Alexander Nüsslein, einem Luftfahrjournalist, informativ, fesselnd und charmant als Sprecher dem Publikum vermittelt.

Am späten Nachmittag starteten die Modellflugvorführungen, die mit akrobatischen Flugkünsten die Blicke der Besucher auf sich zogen. Darunter auch der Hubschrauber, der mit 240 Kilometern in der Stunde den Geschwindigkeitsweltrekord erreichte.

Als die Nacht hereinbrach und der Lampferding Social Club seinen Klassik-Rock in denabkühlendenNachthimmel schmetterte, begann die Zeit der Heißluftballone.

Beinahe futuristisch neigte sich das Flugplatzfest mit dem Nachtmodellflug und dem Ballonglühen dem Ende zu. Dieses beeindruckende Bild konnte dann auch Vorstand Stampflmeier komplett unbeschwert genießen - schließlich wusste er, dass die gesamte Veranstaltung unfallfrei abgelaufen war. ws

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